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Wundermittel oder Gift: Wie wirkt Kaffee wirklich auf unseren Körper?
30. Jul. 2021
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Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Jeden Tag trinken Millionen von Menschen das Bohnenerzeugnis und für viele ist es zum essenziellen Teil der Ernährung geworden. Dabei wird es vor allem als Wachmacher genutzt oder als Begleitung zum Kuchen getrunken.

Seit Jahren streiten sich Wissenschaftler und Experten über die Wirkung von Kaffee auf den Körper. Neben dem bereits bekannten Wacheffekt geht es dabei vor allem auf die Auswirkungen von Kaffee auf unser Denkvermögen, unsere Laune und das Verdauungssystem.

Nur wenige Behauptungen über die Wirkung von Kaffee gelten dabei als gesichert. Jedes Jahr werden hunderte von neuen Studien veröffentlicht, die alte Behauptungen über Kaffee belegen, widerlegen oder gar neue Effekte von Kaffee andeuten. Die Wirkung von Kaffee wird in erster Linie nicht durch das Getränk selbst, sondern den darin enthaltenen Wirkstoff Koffein ausgelöst.

Aber wie genau wirkt Koffein in unserem Körper? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wollen wir die einzelnen Phasen, die der Kaffee in unserem Körper durchläuft, einmal genauer beobachten. 

 

Kopf

Der erste Bereich des Körpers, der mit Kaffee in Kontakt kommt, ist der Mund. Wir nehmen einen tiefen Schluck aus der Kaffeetasse und genießen den Geschmack von Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino, während wir die feinen Details zwischen Arabica, Robusta und den vielen anderen Kaffeesorten herausschmecken.

Schon während des Aufenthaltes im Mund entfalten sich die ersten Effekte von Koffein in unserem Gehirn: Über die Schleimhäute im Mund-Rachen-Raum gelangt das Koffein in unser Gehirn, wo es zur Ausschüttung von Dopamin oder Noradrenalin führt. Diese beiden Stoffe sorgen auf ihre Art für einen positiven Effekt in unseren Hirnzellen: Während Dopamin ein Nervenbotenstoff ist, der gleichzeitig als Glückshormon fungiert, ist Noradrenalin ein Stresshormon, das unsere Konzentration steigert und als Wachmacher wirkt.

Aufgrund dieser zwei Hormone kommt es dann auch zum bekannten Wachmach-Effekt von Kaffee: Wir fühlen uns voll mit Energie, sind hochfokussiert und glauben, Bäume ausreißen zu können. Dabei blockiert das Koffein die Rezeptoren für Adenosin, ein Stoff, der für Müdigkeit zuständig ist.

Aber genau hier beginnen die Probleme, die Koffein – und damit Kaffee – im Gehirn auslösen kann. Dadurch, dass die natürliche Müdigkeit nicht einsetzt, staut sich Adenosin an. Wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt und die Rezeptoren wieder frei werden, dockt eine unnatürlich große Menge an Adenosin an. Das sorgt für den Crash-Effekt, der häufig beim Konsum von Kaffee beobachtet wird: Auf die Phase der erhöhten Wachsamkeit und Konzentration folgt ein Tief, charakterisiert durch extreme Müdigkeit. 

 

Verdauungstrakt

Nach dem Aufenthalt im Mund gelangt der Kaffee durch die Speiseröhre in den Magen. Hier kommt es gerade bei Menschen mit sensiblem Magen zu Problemen: Der Kaffee sorgt für eine erhöhte Produktion von Magensäure, in deren Folge es zu Übelkeit, Sodbrennen oder gar Erbrechen kommen kann. Die Verträglichkeit von Kaffee schwankt von Person zu Person, so dass es in extremen Fällen zu den genannten Symptomen kommen kann.

Sobald der Kaffee den Magen verlassen hat, landet er im Dünndarm. Dort angekommen, nimmt der Darm über seine Wände das restliche Koffein auf und verteilt es im Körper. Aus diesem Grund dauert es knapp 30 Minuten, bis der Kaffee seinen vollen Effekt im Körper entfaltet hat. Auch im Dünndarm zeigt das Koffein auch seine Wirkung: Es regt die Verdauung an und sorgt für einen beschleunigten Stoffwechsel.

Da Kaffee eine Flüssigkeit ist und zum größten Teil aus Wasser besteht, landet ein großer Teil des Getränks in der Niere. Dort regt Koffein die Nierentätigkeit ein, was in einem erhöhten Wasserlassen resultiert. Jahrelang hielt sich die Behauptung, Kaffee würde dem Körper Wasser entziehen – eine These, die mittlerweile mehrfach widerlegt wurde.

 

Blut

Bereits kurz nach dem ersten Kontakt mit unserem Körper landet Koffein in unserem Blut: Über die Schleimhäute im Mund werden die bereits genannten Effekte auf unser Gehirn ausgelöst. Aber auch im Blut selbst sorgt der Kaffee für ordentlich Wirbel.

Durch das Koffein steigt der Blutdruck, der Puls geht hoch und die Kontraktionskraft unseres Herzens steigert sich. Gerade bei unregelmäßigem Konsum fallen diese Effekte besonders stark aus. Für erfahrenen Kaffeetrinker, deren Körper sich bereits an das Koffein gewöhnt hat, sind diese Nebenwirkungen in der Regel sehr milde.

Auch hier können Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Kaffee auftreten: Bei Leuten mit Vorerkrankungen am Herz oder zu hohem Blutdruck kann Koffein Probleme auslösen. Da Kaffee den Blutdruck über einen Zeitraum von mehreren Stunden in die Höhe treiben kann, ist gerade bei Bluthochdruck Vorsicht beim Kaffeekonsum geboten.

Nichtsdestotrotz ist Kaffee vermutlich nicht schädlich für unser Herz. Über viele Jahre wurde Koffein nachgesagt, die Leistung unseres Herzens zu beeinträchtigen oder gar das Risiko für Herzerkrankungen und -infarkte zu erhöhen. 

 

Muskeln

Kaum eine Wirkung von Koffein wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wie die Auswirkungen von Kaffee auf unsere Muskeln. Während gesteigerter Blutdruck, beschleunigte Verdauung und erhöhte Wachsamkeit größtenteils als bestätigte Effekte von Koffein gelten, ist die Wirkung auf die Muskeln ein Streitpunkt in der Wissenschaft.

Einige Thesen und Behauptungen listen Koffein als legitimes Hilfsmittel zum Steigern der Muskelkraft. Hier gehen die Meinungen allerdings weit auseinander: Während einige Experten diese These mithilfe von Studien belegen wollen, gibt es andere Sichtweisen, die eine Steigerung der Muskelkraft nur bei älteren Menschen beobachtet haben wollen.

Und auch wenn der Wahrheitsgehalt dieser These noch bestätigt werden muss, hindert dies einige Unternehmen nicht, mit der angeblich gesteigerten Muskelkraft Werbung zu machen: So gibt es im Bereich des Bodybuilding viele Hersteller, die Präparate mit Koffein verkaufen. Auf den Verpackungen wird dann in der Regel mit gesteigerter Kraft und besserem Muskelaufbau geworben. Bestätigt ist aber keiner der beiden Effekt im Zusammenhang mit Koffeinkonsum. 

 

Zusammenfassung

Kaffee ist ein weltweit beliebtes Getränk. Neben seinem Geschmack überzeugt der Kaffee vor allem aufgrund seiner durchaus positiven Effekte auf Konzentration, Verdauung und Kreislauf. Bei verhältnismäßigem Konsum kann Kaffee und der Hauptwirkstoff Koffein wahre Wunder im Körper bewirken.

Aber auch Kaffee kann seine Nebenwirkungen haben. Gerade bei nicht regelmäßigem Konsum kann das Koffein zu ungewünschten Nebeneffekten wie erhöhtem Blutdruck, beschleunigtem Herzschlag und Unruhe führen. Hier ist Vorsicht geboten, um unangenehme Situationen im Zusammenhang mit Kaffeekonsum zu vermeiden.

Bei richtige Dosierung ist Kaffee aber genau das, was es sein soll: Ein köstliches Getränk.

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