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Minimalismus: Wenn das Leben auf den Nutzen Beschränkt Wird

20 August. 2021

Ein minimalistischer Lebensstil kann dabei helfen, den Fokus des eigenen Verhaltens auf die wichtigen Aspekte des Lebens zu legen.

Minimalistisch leben – diesen Begriff hört man immer wieder. Zwar haben viele Leute eine ungefähre Vorstellung, was sich hinter dem Wort Minimalismus verbirgt, eine genaue Definition fällt aber oftmals schwer. Grob gesagt befasst sich der Minimalismus damit, nur die essenziellen Aspekte des Lebens

Aber wie genau sieht Minimalismus im alltäglichen Leben aus? Wie können Sie minimalistischer Leben? Diesen Fragen gehen wir mit diesem Artikel auf den Grund.

 

Was ist Minimalismus?

Der Minimalismus ist ein Lebensstil, der sich auf die Wesentlichkeiten des Lebens beschränkt. Diese Philosophie erstreckt sich über viele Aspekte des Lebens, beispielsweise die eigenen Ansprüche, aber auch die Einrichtung der Wohnung oder das Kaufverhalten. Somit kann man den Minimalismus als bewussten Verzicht auf bestimmte Dinge bezeichnen. Stattdessen sollen nur die essenziellen Dinge des Lebens behalten werden.

Damit steht der Minimalismus im klaren Gegensatz zu Materialismus und Konsum. Während die beiden letzteren Verhaltensweisen darauf ausgerichtet sind, mehr zu besitzen, predigt der Minimalismus, sich von unwichtigen Dingen zu trennen. Das Ziel ist es, nur die Gegenstände zu besitzen, die Wert für Sie haben und die daher essenziell sind.

Psychologisch gesehen beschreibt der Minimalismus einen Lebensstil, der frei von materialistischen Ansprüchen ist. Es geht auch hierbei nach dem Nutzprinzip, bei dem nur die absolut notwendigen Bedürfnisse abgedeckt werden müssen. Die eigenen Ansprüche stehen bei vielen Menschen in keinem Verhältnis zu den eigenen Möglichkeiten. Viele Träumen von teuren Urlauben in Fünf-Sterne-Hotels, der eigenen Yacht oder dem Besitz von vielen Autos. All diese materialistischen Bedürfnisse decken sich oft aber nicht mit den eigenen finanziellen Voraussetzungen. Darüber hinaus ist es fraglich, ob ein neuer Sportwagen oder ein größerer Fernseher wirklich glücklich machen. Oft ist dies nicht der Fall.

Dabei gibt es auch viele wohlhabende Menschen, die vergleichsweise minimalistisch leben. So wurde der Hollywood-Schauspieler Keanu Reeves bereits dabei beobachtet, wie er öffentliche Verkehrsmittel nutzt – trotz eines geschätzten Privatvermögens von über 320 Millionen US-Dollar. Auch unter Kollegen ist Reeves bekannt für seine Bescheidenheit und seine geringen Ansprüche. Es gibt zahlreiche Beispiele von Menschen, die trotz vorhandener finanzieller Ressourcen minimalistisch leben. Was also macht den Reiz von Minimalismus aus?

 

Wie Minimalismus positiv auf unsere Psyche wirkt

Wer minimalistisch lebt, der legt das Hauptaugenmerk auf Nützlichkeit. Gegenstände werden nun nicht mehr nur durch ihren materialistischen (monetären) Wert definiert, sondern durch den Nutzen, den dieser Gegenstand für Sie hat. Oftmals entwickeln unsere Besitztümer eine Art macht über uns, die unser Leben maßgeblich bestimmt. Wir definieren uns und unseren Erfolg oft über materielle Dinge, anstatt unsere persönlichen Errungenschaften zu zelebrieren. Durch diesen Wettbewerb mit unseren Mitmenschen bringen wir uns oft in unnötige Drucksituationen, die schlecht für unser Wohlbefinden sein können. Der Minimalismus meint aber: Weniger ist mehr. Und das ist auch gut für unsere psychische Gesundheit.

Neben dem positiven Effekt auf das eigene Befinden hat das minimalistische Leben auch einen finanziellen Anreiz: Dadurch, dass Sie nicht mehr wahllos Sachen kaufen, sparen Sie auf Dauer deutlich mehr Geld. Auch wenn Geld allein nicht glücklich macht, kann das Wachsen des eigenen Bankkontos positive Effekte auf Sie haben. So wissen Sie immer, dass für Notfälle eine finanzielle Absicherung vorhanden ist. Das gesparte Geld kann dann auch für Dinge ausgegeben werden, die Sie bereits seit langer Zeit haben wollten, aber nicht kaufen konnten. Allerdings sollte auch hier darauf geachtet werden, dass Sie diesen Gegenstand wirklich benötigen. Ansonsten begeben Sie sich unweigerlich wieder in den Teufelskreis des Materialismus.

Indem Sie sich von gewissen Dingen trennen, können Sie auch Zeit sparen. Wenn Sie beispielsweise Ihr Auto verkaufen, weil Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad genauso effizient reisen können, sparen Sie nicht nur Geld. Auch die Pflege eines Autos, von Reparaturen über Reinigung bis hin zum Tanken, nimmt Zeit in Anspruch. Diese Zeit können Sie zukünftig in andere Dinge investieren. Insofern trägt der Minimalismus zur eigenen Freiheit bei und sorgt dafür, dass Sie den Terminkalender Ihres Lebens wieder mit wichtigen Dingen füllen können.

 

Wie kann man Minimalist werden?

Grundsätzlich kann jeder Mensch minimalistisch leben. Hauptsächlich geht es beim Minimalismus darum, ein Umdenken anzustoßen und die eigenen Beweggründe für bestimmte Verhaltensmuster zu hinterfragen. Dies fängt beim Konsumverhalte an und geht über die eigenen Ansprüche an das Leben hinaus. Dabei können Sie bereits heute die ersten Schritte zu einem minimalistischeren Leben hin unternehmen.

Anstatt jede Woche ein neues T-Shirt zu kaufen, kann man das gleiche Kleidungsstück über einen längeren Zeitraum tragen. So erfüllt man gleich mehrere Ziele auf einmal: Der Kleiderschrank bleibt aufgeräumter, man spart Geld und tut gleichzeitig noch etwas für die Umwelt, indem man nicht zur Wegwerfgesellschaft beiträgt. All diese positiven Effekte können zu einem glücklicheren Leben beitragen, da mit einer einfachen Handlung das eigene Vermögen gespart, das ökologische Gewissen befriedigt und der Kleiderschrank ordentlich gehalten wird.

Das Mantra des Minimalismus ist dabei sehr einfach: Je weniger Sie besitzen, umso einfacher fällt Ihnen das Leben. Denn wenn Sie nicht zwei Autos in der Garage stehen haben, sondern vielleicht sogar gar keines (und stattdessen auf Bus und Bahn setzen), sparen Sie viel Geld. Darüber hinaus binden Sie sich nicht an das Auto und können dennoch frei entscheiden, wann und wo Sie hinfahren möchten.

Um den eigenen Lebensstil minimalistischer zu gestalten, gibt es viele Strategien. Eine der bekanntesten ist die KonMari-Methode, benannt nach Ihrer Erfinderin Marie Kondo: Bei dieser Methode trennen Sie sich von allem, was nicht zu Ihrer Glücklichkeit beiträgt und behalten nur die Dinge, die Sie glücklich machen. Zuerst unterteilen Sie all Ihren Besitz in verschiedene Kategorien (Bekleidung, Elektronik, Möbel) und überprüfen, welche der Gegenstände Sie für wichtig empfinden. Ob dies auf positiven Erinnerungen oder der Nützlichkeit der Dinge basiert, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie den jeweiligen Gegenstand als essenziell empfinden.

 

Zusammenfassung

Minimalistisches Leben klingt auf dem Papier wie ein äußerst langweiliger Lebensstil. Dabei ist der Minimalismus ein großartiger Weg, um die eigenen Ansprüche an das Leben neu zu justieren und wieder mehr Glück im alltäglichen Leben zu finden.

Wenn auch Sie minimalistisch Leben wollen, bedarf es keinem radikalen Umbruch. Setzen Sie sich einfach mit Ihrem eigenen Besitz und Ihren Ansprüchen auseinander und finden Sie heraus, was Sie wirklich brauchen. Trennen Sie sich von allem Überflüssigem und fangen Sie bereits heute an, Ihr Leben mehr auf Nutzen und weniger auf Besitz auszurichten.