7 Gründe, warum sich dein Körper schwer und müde anfühlt

Mai 11, 2022

Jeder kennt diese Zeiten, in denen man schier jeder Energie beraubt, komplett ausgelaugt und ständig müde ist. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein, doch nur im seltensten Fall liegt es tatsächlich an einer Krankheit, sondern mehr an der Lebens- und Ernährungsweise.  

 

Fühlt sich dein Körper ständig so an, als würde er eine Tonne wiegen und am liebsten würdest du dich nur noch ausruhen, liegt dies meist an der Bioenergetik. Bioenergetik ist ein Gebiet der Biochemie und Zellbiologie, das sich mit dem Energiefluss durch lebende Systeme befasst. Das Ziel ist es, zu beschreiben, wie lebende Organismen Energie gewinnen und umwandeln, um biologische Arbeit zu verrichten. Im Wesentlichen hängt die Art und Weise, wie wir die Energie im Körper aufnehmen, speichern und nutzen, direkt davon ab, ob wir uns schwer oder müde fühlen.

 

Während sich Bioenergetik in erster Linie auf die Energie des Körpers bezieht, hängt die gesamte Energiebandbreite stark von der eigenen mentalen Verfassung ab. Hier sind sieben Gründe, warum sich dein Körper schwer und müde anfühlt. 

 

1. Schlafmangel

Dies ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, warum sich Menschen schwer und/oder müde fühlen. Dabei spielt vor allem der REM-Schlaf eine wichtige Rolle.


Der Energieerhaltungssatz besagt, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet wird. Sie kann sich lediglich von einem Typ in einen anderen verwandeln. Basierend darauf brauchen wir Schlaf, um Energie zu sparen. Wenn wir gut schlafen, reduzieren wir unseren Kalorienbedarf, indem wir einen Teil unserer Zeit damit verbringen, mit einem niedrigeren Stoffwechsel zu arbeiten. Dieses Konzept wird durch die Art und Weise gestützt, wie unsere Stoffwechselrate während des Schlafs sinkt.


Untersuchungen legen nahe, dass acht Stunden Nachtruhe für Menschen eine tägliche Energieeinsparung von 35 Prozent gegenüber vollständiger Wachheit bewirken können. Die Energieeinsparungstheorie des Schlafs macht deutlich, dass der Hauptzweck des Schlafs darin besteht, den Energieverbrauch einer Person während der Tages- und Nachtzeit zu reduzieren.


2. Bewegungsmangel

Bewegung ist wichtig, doch wenn du dich nicht energiegeladen fühlst, kann es schwierig sein, die Motivation zum Training zu finden. Überwindest du dich jedoch, Sport zu treiben, wirst du von der Auswirkung auf dein Energieniveau angenehm überrascht sein. Technisch gesehen wird jede Form von Bewegung / körperlicher Aktivität die Herzfrequenz erhöhen und das Blut zirkulieren lassen. Es wird auch zur Freisetzung von Endorphinen führen, die wiederum das Energieniveau erhöhen werden. Im Allgemeinen stärken kraftunterstützte Herz-Kreislauf-Übungen das Herz und verleihen mehr Ausdauer.


3. Schlechte Ernährung und mangelnde Flüssigkeitszufuhr

Der menschliche Körper besteht hauptsächlich aus Wasser (bis zu 60 %), sodass ein Mangel an Flüssigkeitszufuhr natürlich Energie verbraucht. Studien zufolge bestehen das Gehirn und Herz zu 73 % aus Wasser und die Lunge zu etwa 83 %. Die Haut enthält 64 %, Muskeln und Nieren 79 % und sogar die Knochen sind mit 31 % „wässrig“. Wenn du nicht genügend Wasser trinkst, wirst du entsprechend mehr Probleme haben als nur einen Energiemangel.


In Bezug auf die Ernährung ist es eine ziemlich vernünftige Praxis, zu viel Zucker zu vermeiden. Der Konsum davon kann dem Körper und dem Gehirn schaden und oft kurze Energieschübe verursachen, gefolgt von Konzentrationsschwierigkeiten und körperlicher Erschöpfung. Im Allgemeinen bringen zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten und Gebäck zu schnell zu viel „Brennstoff“ in das Blut.


Ich habe diese Arten von Lebensmitteln unmittelbar vor dem Training als schnelle Energiequelle verwendet. Außerhalb dieser Anwendung gibt es jedoch praktisch keinen Nutzen. Wenn du Zucker auf diese Weise konsumiert, macht dich der darauf folgende Absturz wieder müde und hungrig. Komplexe Kohlenhydrate, gesunde Fette und Proteine brauchen länger, um verdaut zu werden, stillen den Hunger und liefern so einen langsamen, stetigen Energiefluss.


4. Stress

Stress wird in unserer schnelllebigen Gesellschaft oft übersehen, ist aber dennoch die häufigste Ursache für mehrere Erkrankungen. Ein schweres und müdes Gefühl ist nur ein Aspekt der Stresssymptome. Es hat sich gezeigt, dass er alle Systeme des Körpers beeinflusst, einschließlich des Bewegungsapparates, der Atmung, des Herz-Kreislauf-Systems, des Nervensystems, des Magen-Darm-Trakts und sogar des Fortpflanzungssystems. Stress veranlasst den Körper, das Hormon Cortisol auszuschütten, das von den Nebennieren produziert wird. Dies kann Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, intermittierende „Zusammenbrüche“ im Laufe des Tages und vieles mehr führen.


Es ist bedeutsam, Stress im Leben gründlich zu betrachten und Maßnahmen zu ergreifen, um ihn so weit wie möglich zu mindern. Daher ist es so wichtig, die vorangegangenen Punkte wie Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Schlaf zu beachten. All diese können den Stress enorm lindern.


5. Depression oder Angst

Diese beiden gehen oft mit Stress einher. Es wird auch in unserer Gesellschaft viel übersehen, aber Millionen und Abermillionen auf der Arbeit erleben Anzeichen von Depressionen und Angstzuständen. Viele, die depressiv sind, berichten von Symptomen wie Mangel an Energie, Motivation und im Allgemeinen möchten sie morgens nicht einmal aus dem Bett aufstehen.


Auch dies sind Bedingungen, die man selbst genau prüfen und Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen sollte. Hier können ebenso Bewegung, die Ernährung, eine Konzentration auf weniger Stress und ausreichenden Schlaf helfen. 


6. Schilddrüsenunterfunktion

Hypothyreose, auch bekannt als Schilddrüsenunterfunktion, ist eine Krankheit, bei der die Schilddrüse keine ausreichenden Mengen produziert. Dieser Zustand führt zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels. Dies kann dazu führen, dass man sich müde und energielos fühlt und sogar an Gewicht zunimmt. Eine übliche Behandlung für Hypothyreose ist eine Hormonersatztherapie.


7. Zu viel Koffein

Nimmst du zu viel Koffein zu dir, sorgst du für enorme An- und Abstiege deiner Körperfunktionen, was sehr viel Energie kostet. Zudem kann ein übermäßiger Koffeinkonsum die Nebenniere beeinträchtigen, was ebenso zu diesen Energieeinbrüchen führt. Letztlich wird damit deinem Körper also mehr Energie entzogen, als dass es dir Schübe verleiht. 


Ein weiter Punkt ist, dass der Körper etwa sechs Stunden benötigt, um das zugeführte Koffein wieder abzubauen. Dies bedeutet, dass du deshalb womöglich schlechter schläfst, wenn du abends noch Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst. Und wie wir bereits festgestellt haben, ist Schlafmangel einer der Hauptgründe dafür, dass wir uns energielos und müde fühlen.