Das Brot liegt neben der Tastatur, eine Hand bleibt an der Maus. Ist das schon eine Pause? Im Homeoffice fehlt oft eine klare Grenze zwischen Weiterarbeiten und Durchatmen. Die Zwei-Tisch-Methode gibt beidem einen eigenen Platz. Dafür brauchen Sie weder ein zweites Arbeitszimmer noch unbedingt einen weiteren Schreibtisch.
Was hinter der Zwei-Tisch-Methode steckt
Die Zwei-Tisch-Methode ordnet zwei Flächen unterschiedliche Aufgaben zu. An der einen wird gearbeitet, an der anderen pausiert. Während der Arbeitszeit bleibt dieser zweite Platz frei von beruflichen Aufgaben. Nach Feierabend kann der Esstisch selbstverständlich wieder ganz normal genutzt werden.
Es geht um eine einfache Organisationsidee, nicht um ein festes Trainingsprogramm mit vorgeschriebenen Abständen oder Zeitintervallen. Der praktische Kern ist der bewusste Wechsel weg vom Arbeitsplatz. Für eine erholsame Pause sollten Sie außerdem etwas anderes tun als während Ihrer Arbeit.
Zwei Arbeitsplätze erfüllen diesen Zweck noch nicht. Wer am Computer Angebote erstellt und anschließend am Nebentisch Rechnungen sortiert, wechselt lediglich die Tätigkeit. Auch handschriftliche Projektplanung bleibt Arbeit. Der Pausenplatz bekommt deshalb eine klare Aufgabe, die im Alltag leicht untergeht. Hier müssen Sie gerade nichts erledigen.
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Warum räumlicher Abstand beim Abschalten helfen kann
Ein Blick auf die offene Kundenanfrage genügt, und schon formulieren Sie gedanklich die Antwort. Sichtbare Arbeitsunterlagen können die Aufmerksamkeit immer wieder zum Job zurückziehen. Ein Pausenplatz außerhalb dieses Blickfelds kann es erleichtern, die Aufgabe vorübergehend ruhen zu lassen.
Eine räumliche Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit ist auch innerhalb eines Zimmers möglich. Pflanzen oder ein Regal können die Bereiche optisch voneinander trennen. Ein eigener Raum ist dafür nicht zwingend nötig. Für Ihren Pausenplatz lassen sich daraus drei praktische Kriterien ableiten:
- Der Monitor liegt möglichst außerhalb Ihres direkten Blickfelds.
- Rechnungen, Projektunterlagen und Aufgabenlisten bleiben am Arbeitsplatz.
- Berufliche Benachrichtigungen sind während der Pause stummgeschaltet.
Allerdings reist die Arbeit manchmal mit. Wenn das Diensthandy neben der Teetasse aufleuchtet, verliert auch der schönste Fensterplatz seinen Zweck. Klären Sie deshalb im Team, wann Sie erreichbar sind. So müssen Sie während einer vereinbarten Pause nicht vorsorglich das Postfach kontrollieren.
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So richten Sie zwei Bereiche ohne zusätzliches Arbeitszimmer ein
Schauen Sie zunächst, welche Fläche tagsüber ohnehin ungenutzt bleibt. Vielleicht ist es der Frühstückstisch in der Küche oder ein kleiner Tisch neben dem Lesesessel. Für eine Tasse Tee und einen Teller brauchen Sie keinen zweiten vollwertigen Schreibtisch.
Je nach Wohnung bieten sich drei Lösungen an:
- Im Wohnzimmer bleibt der Schreibtisch Ihr Arbeitsort. Für die Pause setzen Sie sich an den Esstisch, möglichst auf einen Platz mit anderer Blickrichtung.
- Im Arbeitszimmer kann ein kleiner separater Tisch eine freie Ecke nutzen. Prüfen Sie vorher, ob sich Türen und Schubladen weiterhin problemlos öffnen lassen.
- Bei wenig Stellfläche dient eine freie Schreibtischseite als Ausweichlösung für kurze Unterbrechungen. Für längere Pausen wechseln Sie besser in die Küche oder nach draußen.
Zusätzliche Möbel sollten Ihre Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Lassen Sie ausreichend Platz zum Zurückrollen und Aufstehen. Kabel gehören außerhalb der Laufwege.
Praktisch ist ein Pausenplatz, den Sie ohne vorheriges Umräumen nutzen können. Lagern Sie dort deshalb weder Versandkartons noch Wäschekörbe zwischen. Teilen Sie die Wohnung, stimmen Sie die Nutzung des ausgewählten Platzes kurz miteinander ab.
Zwei Zonen am Eckschreibtisch mit dem FlexiSpot E7L
Wer eine zusammenhängende Fläche aufteilen möchte, findet bei Eckschreibtischen eine praktische Möglichkeit. Beim FlexiSpot E7L ergeben zwei Tischplatten von jeweils 120 × 60 cm eine L-Form mit Außenmaßen von 180 × 120 cm. Auf der Hauptseite stehen Monitor, Tastatur und Maus. Die Seitenfläche bleibt für eine kurze bildschirmfreie Unterbrechung frei.
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Das Eckdesign lässt sich links oder rechts montieren. So können Sie die freie Seite beispielsweise zum Fenster ausrichten. Überlegen Sie vor dem Aufbau, welche Position einen angenehmen Blick in den Raum ermöglicht.
Das Gestell ist zwischen 63,5 und 128,5 cm höhenverstellbar. Die tatsächliche Tischhöhe ergibt sich zuzüglich der Tischplattenstärke. Damit lässt sich auch während der Arbeit zwischen Sitzen und Stehen wechseln. Beide Tischseiten bewegen sich dabei gemeinsam, unabhängig einstellbare Höhen bietet diese Lösung nicht.
Die Aufteilung schafft zwei Nutzungsbereiche, aber keinen separaten Pausenort. Wer seitlich weiterhin auf offene Programme schaut, bleibt nah am Arbeitsgeschehen. Nutzen Sie die freie Fläche deshalb als Ergänzung zu Pausen, in denen Sie den Schreibtisch verlassen.
Was eine erholsame Pause tatsächlich ausmacht
Nach einer Stunde Tabellenarbeit braucht es keinen ausgefeilten Pausenplan. Entscheidend ist, die bisherige Belastung zu unterbrechen. Wer vom Monitor zum Smartphone wechselt, beschäftigt seine Augen weiterhin mit einem nahen Bildschirm.
Bei ununterbrochener Bildschirmarbeit haben sich etwa fünf Minuten Erholungszeit pro Stunde bewährt. Das ist ein Orientierungswert, kein starrer Rhythmus für jede Aufgabe. Wie häufig Unterbrechungen nötig sind, hängt von der Tätigkeit und ihrer Belastung ab. Mehrere kurze Erholungszeiten sind wenigen längeren gleicher Gesamtdauer vorzuziehen.
Für die kurze Auszeit bieten sich einfache Möglichkeiten an:
- Gehen Sie einige Schritte durch die Wohnung, statt direkt den nächsten Stuhl anzusteuern.
- Schauen Sie aus dem Fenster auf weiter entfernte Häuser oder Bäume.
- Trinken Sie in Ruhe etwas oder essen Sie einen kleinen Snack ohne Bildschirmbegleitung.
- Bewegen Sie Schultern und Arme locker, ohne ruckartige Dehnungen.
Sie müssen nicht alles in einer Pause unterbringen. Wählen Sie, was gerade einen angenehmen Ausgleich schafft. Die kurzen Unterbrechungen ergänzen Ihre längere Mittagspause, ersetzen sie aber nicht. Planen Sie beides ein, bevor der Kalender vollständig mit Terminen gefüllt ist.
Eine Woche ausprobieren und den passenden Rhythmus finden
Testen Sie die Aufteilung zunächst fünf Arbeitstage lang mit vorhandenen Möbeln. Legen Sie Ihre Pausen möglichst vorher fest, statt auf eine zufällige Lücke zu warten. Planbare, über den Tag verteilte Unterbrechungen unterstützen die Erholung. Notieren Sie vor dem Platzwechsel kurz den nächsten Arbeitsschritt, damit Sie später einen klaren Einstieg haben.
Ziehen Sie am Freitag eine kleine Bilanz. Haben Sie weniger Pausen ausgelassen? Blieben berufliche Nachrichten währenddessen liegen? Fiel Ihnen die Rückkehr zur Aufgabe leichter?
Falls der gewählte Platz ständig belegt war, probieren Sie einen anderen aus. Entscheidend ist eine Aufteilung, die sich auch an einem vollen Arbeitstag ohne Aufwand nutzen lässt.




