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Wie Sie ein Karpaltunnelsyndrom vermeiden können
26. Jul. 2021
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Fühlen sich Ihre Hände bereits bei wenig Belastung taub oder kribbelig an und haben Sie täglich Schmerzen? Wenn ja, leiden Sie möglicherweise an einem Karpaltunnelsyndrom. Für den modernen Arbeiter, welcher täglich viele Stunden am Computer oder dem Smartphone verbringt, sind besonders die Handgelenke und Hände anfällig für Verletzungen durch wiederholte Belastung.

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine Handgelenkserkrankung, die durch Druck auf den Mediannerv verursacht wird. Der Karpaltunnel ist eng und klein, aber voller Blutgefäße, Sehnen und Nerven, die die Fingerbewegungen kontrollieren. Verletzungen treten auf, wenn man dieselbe Bewegung immer wieder wiederholt, was dazu führt, dass die schützende Auskleidung dieser Sehnen anschwillt und sich entzündet.


Bei den wiederholenden Bewegungen wird zu viel Druck auf die Sehnen und den Medianusnerv ausgeübt, welcher vom Unterarm bis zur Hand verläuft. Somit entzünden sich die Sehnen oder werden gequetscht. 


Diese Erkrankung kommt häufig bei Menschen vor, die täglich viele Stunden am Computer arbeiten. Dabei ist die dominante Hand am häufigsten betroffen. KTS ist eine entzündliche Erkrankung und jede Arbeit oder Sport, der sich wiederholt, kann dazu führen, dass sich die Muskeln oder Sehnen des Handgelenks entzünden.


Wer ist anfällig für ein Karpaltunnelsyndrom?


Wenn Sie jeden Tag am Computer tätig sind, erhöht sich das Risiko, unter dieser Erkrankung zu leiden. Die Möglichkeit, ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln, beschränkt sich jedoch nicht nur auf diese Gruppe. KPS kommt ebenso bei Personen vor, die Fließbandarbeiten ausführen wie Nähen, Reinigen, etwas herstellen oder verpacken. Auch Köche, Reinigungskräfte und Schreiner gehören zur Risikogruppe.


Eine Handgelenksfraktur kann zu einem KPS beitragen, was besonders bei älteren Menschen häufiger vorkommt. Bei einer Fraktur kann es zu Schwellungen und Deformationen kommen, die eine Dysfunktion des Mediannervs verursachen. Dies kann leider zu einer bleibenden Schädigung des Nervs führen. 


Ebenso kann Arthritis zu KPS beitragen. Beide Erkrankungen oder Verletzungen sind für Schmerzen und Taubheitsgefühl in den Händen verantwortlich, daher müssen Sie erkennen, um welche der beiden Erkrankungen es sich handelt. Arthritis erhöht das Risiko eines Karpaltunnelsyndroms.


Rauchen erhöht das Risiko, an einem KPS zu erkranken, da es den Blutfluss zum Medianusnerv behindert. Auch Diabetes gilt als ein Risikofaktor für ein Karpaltunnelsyndrom.


Frauen entwickeln häufiger ein KPS als Männer. Dies rührt daher, dass der Karpaltunnel bei Frauen kleiner ist als bei Männern. Ebenso die hormonellen Veränderungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren machen Frauen anfälliger.


Es ist wichtig, das KTS frühzeitig zu erkennen, damit die Therapie so schnell wie möglich beginnen kann. Damit vermeiden Sie eine sehr langwierige Behandlung oder gar einen operativen Eingriff. 



So erkennen Sie, ob Sie unter einem Karpaltunnelsyndrom leiden

Sie sollten die Diagnose einem Arzt überlassen, da es Krankheiten wie eine Sehnenscheidenentzündung gibt, welche sehr ähnliche Symptome hat. 


Symptome

  • Schmerzen oder ein brennendes Gefühl, das Ihren Arm hinauf wandert.

  • Taubheitsgefühl, kribbeln oder Schmerzen in Ihrem Daumen und Fingern.

  • Eine schwache Handmuskulatur oder Unfähigkeit, Gegenstände in der Hand festzuhalten, ohne sie fallen zu lassen.

  • Handgelenkschmerzen, die nicht von alleine verschwinden.


Diagnose

Eine körperliche Untersuchung Ihrer Hände, Handgelenke, Arme, Schulter und Nacken hilft dem Arzt festzustellen, ob Ihre Schmerzen und Beschwerden auf ein KTS oder eher auf eine andere zugrunde liegende Erkrankung zurückzuführen sind. Das Handgelenk wird auf Schwellung, Wärme und Druckempfindlichkeit untersucht.


So kann ein Karpaltunnelsyndrom geheilt werden


Es gibt mehrere Haus- und professionelle Heilmittel, die Sie verwenden können, um die Auswirkungen von KTS zu mildern:


Handgelenkschiene

Dies ist eine Orthese, welche wie ein fingerloser Handschuh aussieht. Sie minimiert den Druck auf den Medianusnerv und stabilisiert das Handgelenk. Die Schiene bietet Erholung von den wiederholenden Bewegungen, die zum Karpaltunnelsyndrom beitragen.


Medikamente

Ärzte verschreiben bei einem KTS häufig Ibuprofen, ein nicht-steroidales entzündungshemmendes Medikament. Ibuprofen kommt leider mit unangenehmen Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Blähungen, Juckreiz und Übelkeit.


Hand- und Handgelenkübungen 

Bestimmte Übungen zielen auf die von KTS betroffenen Bereiche ab und helfen, die Symptome zu lindern, indem sie eine gute Durchblutung und Muskelstärkung fördern. Weitere Details zu diesen Übungen finden Sie weiter unten.


Verwendung ergonomischer Geräte

Das Karpaltunnelsyndrom wird hauptsächlich durch die intensive Benutzung von Tastatur und Maus hervorgerufen. Sie sollten daher eine Verwendung eines geteilten Keyboards und ergonomischen Maus in Erwägung ziehen, damit Ihre Handgelenke sich immer in der optimalen Position befinden. 


Arbeiten Sie hauptsächlich an einen Laptop, empfehlen wir Ihnen einen Schreibtischaufsatz wie den M3 von FlexiSpot in Kombination mit einer externen Tastatur und Maus. Damit stellen Sie sicher, dass sich Ihre Unterarme und Handgelenke immer in der richtigen Stellung befinden. 


Kortison-Injektionen

Wenn Ihr KTS sehr schwerwiegend ist, kann Ihr Arzt Kortison-Injektionen empfehlen. Dabei sollten Sie jedoch bedenken, dass eine wiederholte Anwendung das Gewebe schwächen kann. Eine kurzfristige orale Kortisonbehandlung kann die Symptome des Karpaltunnelsyndroms lindern, wird aber die Ursache nicht dauerhaft entfernen.


Hydrotherapie

Wenn der Bereich entzündet ist, kann es hilfreich sein, die Schwellung durch Hydrotherapie zu mindern. Wechseln Sie kalte und heiße Wasserbehandlungen ab, indem Sie die Hände und Handgelenke für ca. 30 Sekunden in kaltes Wasser legen und dann in heißes Wasser tauchen. Sie können dies etwa eine Woche lang dreimal täglich tun.


Operation

Dies ist der letzte Ausweg und wird nur in Betracht gezogen, wenn sich die Symptome nach Monaten Behandlung nicht gebessert haben. Die häufigste Operation bei KTS besteht darin, den Druck auf den Medianusnerv durch das Durchtrennen des querlaufenden Karpalbandes zu lindern.


5 Übungen zur Linderung des Karpaltunnelsyndroms


Handübungen bieten eine nicht invasive Möglichkeit, die Symptome von KTS zu lindern und sie können Ihnen dabei helfen, eine Erkrankung zu vermeiden. 


Unterarmstrecker

  • Strecken Sie Ihren Arm vor sich aus und halten Sie Ihren Ellbogen gerade mit der Handfläche nach unten. 

  • Beugen Sie Ihr Handgelenk, sodass Ihre Finger nach oben zeigen, und spreizen Sie sie.

  • Bringen sie alle Finger wieder zusammen und halten Sie die Position 5 Sekunden lang. Lassen Sie los und wiederholen Sie dies 10 Mal. 

  • Strecken Sie jeden Finger einzeln, halten Sie jeden für 5 -10 Sekunden und lassen Sie ihn dann los.

  • Wiederholen Sie dies 10 Mal.


Handgelenkdehnung

  • Beugen Sie Ihr Handgelenk nach hinten und vorne und halten Sie diese Position für 5 Sekunden. 

  • Verwenden Sie bei Bedarf Ihre andere Hand, um eine stärkere – aber sanfte – Dehnung zu erreichen.

  • Machen Sie Sätze von 15 für jedes Handgelenk.


Sehnengleiter

  • Beugen Sie Ihre Finger langsam mit der Handfläche nach unten, bis die Knöchel gebogen sind. Dabei können Ihre Fingerspitzen die Handballen berühren. 

  • Halten Sie diese Position für 2 bis 3 Sekunden und kehren Sie dann in die Ausgangsposition der offenen Hand zurück.


Griffstärkung 

  • Verwenden Sie einen Stressball und drücken Sie ihn 5 Sekunden lang.

  • Lassen Sie den Ball wieder los. 

  • Wiederholen Sie dieses Drücken und Loslassen 15-mal mit der rechten und der linken Hand.


Handgelenk lockern

  • Diese Übung kann mit einer Kurzhantel oder einem leichten Gewicht durchgeführt werden. Setzen Sie an einen Tisch und stützen Sie Ihren Unterarm mit der Handfläche nach oben auf den Tisch. 

  • Ziehen Sie das Handgelenk nach oben, während Sie den Unterarm flach auf dem Tisch halten.

  • Halten Sie diese Position für 5 Sekunden.

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