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Was tun bei Schmerzen im Rücken vom Sitzen?
14. Jul. 2021
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Über die Hälfte der Menschen, die einen sitzenden Beruf ausführen, leiden an akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Diese entstehen, weil unsere Wirbelsäule nicht für das stundenlange Sitzen geschaffen ist. 

Sie können Schmerzen und Haltungsschäden jedoch vermindern oder ihnen vorbeugen, indem Sie auf eine ergonomische Ausrüstung und optimale Körperhaltung im Büro achten. Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengestellt, wie Sie trotz Rückenschmerzen vom Sitzen wieder beschwerdefrei arbeiten können.


  1. Sitzen Sie im richtigen Winkel

Beim Sitzen gibt es zwei Punkte, auf die Sie besonders achten sollten: der Winkel Ihrer Wirbelsäule und der Kniewinkel.


Rückenwinkel

Ihnen wurde als Kind vielleicht eingebläut, dass Sie gerade sitzen sollen. Dies ist allerdings falsch! Besonders, wenn Sie unter Schmerzen im Rücken leiden, sollte die Rückenlehne Ihres Stuhls um mindestens 100 Grad nach hinten geneigt sein. Dadurch wird die Last auf die Bandscheiben um 20 % reduziert, als wenn Sie im 90-Grad-Winkel auf dem Stuhl sitzen. Ansonsten wird das Rückenmark gestaucht und ein enormer Druck auf die gesamte Wirbelsäule ausgeübt. 


Der ideale Neigungswinkel zur Minimierung des Bandscheibendrucks beträgt 135 Grad. Die meisten Bürostühle lassen dies gar nicht zu und davon mal ganz abgesehen, dass Sie so nur schlecht arbeiten können. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, mit dem ergonomischen Gamingstuhl von FlexiSpot die Rückenlehne auf bis zu 135 Grad nach hinten zu neigen. So können Sie in den Pausen Ihren Rücken und die Bandscheiben entlasten. 


Kniewinkel

Der andere Winkel, auf den Sie achten sollten, ist der Ihrer Knie, sprich, die Stellung von Ober- und Unterschenkel mit den Füßen. Denn stimmt dieser Winkel nicht, befindet sich Ihr gesamter Unterkörper in der falschen Position und es kommt zu Schmerzen. 


Die Knie sollten beim Sitzen immer einen 90-Grad-Winkel erzeugen und die Beine nebeneinander auf dem Boden stehen. Vermeiden Sie das Überkreuzen, denn besonders der Ischias leidet sehr unter dieser Haltung. 


Sie bringen mit dem 90-Grad-Winkel Ihren Körper in eine neutrale Position, welche die Belastung nicht nur des unteren, sondern auch des oberen Rückens minimiert und gleichzeitig für eine gute Durchblutung sorgt. 


Fühlen Sie sich in dieser Position nicht mehr wohl, sollten Sie sie nicht ändern, sondern ganz aufstehen und sich etwas bewegen. Am besten machen Sie stündlich eine Pause, in der Sie ein wenig gehen oder sich dehnen. 


  1. Vermeiden Sie Überdehnung des Oberkörpers

Eine Überdehnung tritt auf, wenn häufig genutzte Gegenstände zu weit von Ihnen entfernt auf dem Schreibtisch platziert werden wie z. B. die Tastatur, Maus, das Telefon oder Dokumente. Dies belastet nicht nur Ihre Schultern, sondern erhöht auch den Druck auf die Wirbelsäule, wenn Sie sich nach vorne beugen.


Organisieren Sie Ihren Arbeitsbereich so, dass sich alles in Ihrer unmittelbaren Nähe befindet. Die Tastatur und Maus sollten nahe an Ihrem Körper sein, damit Ihre Arme im 100-Grad-Winkel sind. Verwenden Sie beim Telefonieren ein Headset, sodass Sie es nahe bei sich haben, Ihre Hände frei sind und Sie den Kopf nicht neigen müssen.


Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Oberkörper nicht verdrehen, wenn Sie sitzen. Die Bänder und Muskeln, die Ihre Wirbelsäule umgeben, können gezerrt und überlastet werden. Sie leiden dann an Entzündungen und Krämpfen im unteren Rücken. Greifen Sie nach einem Gegenstand, der sich etwas weiter weg von Ihnen befindet, mit Ihrem gesamten Körper und immer von vorne. 


  1. Nutzen Sie die Armlehnen

Ihre Arme machen etwa 12 % der Körpermasse aus. Ohne Unterstützung geht die gesamte Last auf Ihre Wirbelsäule und führt schließlich zu Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen.


Legen Sie Ihre Arme beim Tippen oder Telefonieren immer auf den Armlehnen oder auf der Schreibtischplatte ab. Damit können Sie die Last auf Ihre Wirbelsäule um etwa 10 % verringern. Die Armlehnen unterstützen Sie zudem beim Aufstehen.


  1. Sorgen Sie für Unterstützung der Lendenwirbelsäule

Die Unterstützung der Lendenwirbelsäule ist entscheidend, damit Ihr unterer Rücken seine natürliche Krümmung beim Sitzen beibehält, was wiederum den Druckaufbau auf die Wirbelsäule reduziert.


Um herauszufinden, ob Sie eine zusätzliche Lendenwirbelstütze benötigen, setzen Sie sich ganz nach hinten auf den Sitz Ihres Stuhls und lehnen Sie sich an die Rückenlehne. Wenn zwischen Ihrem unteren Rücken und der Rückenlehne eine große Lücke besteht, brauchen Sie mehr Unterstützung.


  1. Wechseln Sie Ihre Sitzpositionen

Auch wenn Sie sich bereits in der „idealen“ Sitzposition befinden, ist es wichtig, regelmäßig zwischen verschiedenen Positionen zu wechseln, insbesondere wenn Sie Rückenschmerzen haben. Ändern Sie die Art, wie Sie sitzen, verschieben Sie die Stresspunkte und gönnen anderen Bereichen Ihres Körpers eine kurze Pause.


Hier sind drei neutrale Sitzpositionen, die Sie bei Rückenschmerzen einnehmen können:


Zurückgelehnte Sitzposition

Bei dieser Haltung lehnen Sie sich weit nach hinten. Da ein Teil des Oberkörpergewichts von der Rückenlehne getragen wird, hat diese Option die geringste Rückenmuskelaktivität und reduziert so die Ermüdung der Rückseite.


Stellen Sie den Winkel Ihrer Rückenlehne zwischen 100 - 110 Grad ein. Wenn Sie eine Pause machen oder einen Anruf erhalten, stellen Sie sie auf 135 Grad ein. Dadurch verringern Sie den Druck auf Ihre Bandscheiben und die gesamte Wirbelsäule.


Stehen

Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, kann regelmäßiges Stehen äußerst effektiv sein, um Ihre Wirbelsäule zu entlasten und die Durchblutung Ihres Unterkörpers zu fördern. Das Wechseln zwischen Sitzen und Stehen führt dazu, dass die Schmerzen im unteren Rücken und Nacken bei den Teilnehmern um bis zu 54 % verringert wurden. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie beim Stehen Ihren Rücken gerade halten. 


Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch von FlexiSpot können Sie mit nur einem Knopfdruck den Tisch in die optimale Höhe fahren und das Bedienelement erinnert Sie dezent daran, dass Sie Ihre Position ändern sollten.


Arbeiten im Liegen

Wenn Sie unter sehr starken Schmerzen im Rücken leiden oder sich gar einer Wirbelsäulen-OP unterziehen mussten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Arbeiten im Liegen. Dies ist besonders für Selbstständige eine Möglichkeit, trotz Beschwerden arbeiten zu können.


Mit einer Workstation, bei der ein Stuhl mit einem Monitorarm und Tisch verbunden ist, lassen sich die Geräte und der Stuhl so in Position bringen, dass Sie im Liegen arbeiten können. Dabei wird der größte Teil Ihres Körpergewichts von der Workstation getragen und nur geringer Druck auf Ihre Bandscheiben ausgeübt.


  1. Kühlen und wärmen Sie Ihren Rücken

Sowohl Wärme als auch Kühlung kann eine vorübergehende Linderung von Rückenschmerzen bringen. Sie können entweder kühlende Gelbeutel während der Arbeit zwischen Rücken und Stuhl auflegen oder ein Heizkissen benutzten. Auch Wärmecremes oder -Pflaster können Linderung verschaffen.


  1. Stehen Sie richtig auf

Viele achten peinlich genau darauf, dass sie eine optimale Sitzhaltung haben, vernachlässigen jedoch das Aufstehen. Denn gerade dabei ist die Gefahr sehr groß, dass Sie Muskeln verreißen oder Sehnen überdehnen. 


So stehen Sie richtig auf, wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden:


  • Rutschen Sie an die Außenkante des Sitzes.

  • Stellen Sie Ihre Füße breit nebeneinander, um Stabilität und Unterstützung zu erhalten.

  • Gehen Sie mit einem Bein ein wenig zurück, um eine Hebelwirkung zu erreichen.

  • Wenn Ihr Stuhl über Armlehnen verfügt, verwenden Sie diese als Stütze, um das Gewicht auf Ihre Beine zu verlagern und vom Rücken wegzunehmen.

  • Lehnen Sie sich leicht nach vorne und nutzen Sie Ihre Kraft in den Beinen, um den gesamten Körper nach oben zu bringen.

  • Vermeiden Sie es, das Becken zu drehen oder Ihre Rückenmuskeln zu verwenden.

  • Entspannen Sie nach dem Aufstehen Ihren Rücken, indem Sie ein paar Rückenbeugen machen.

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