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Was hilft gegen Appetitlosigkeit?
11. Aug. 2021
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Appetitlosigkeit oder auch Inappetenz hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt. Häufig wird die Appetitlosigkeit durch psychische Ausnahmesituationen, sowohl positive als auch negative, ausgelöst. In einem solchen Fall kommt der Appetit meist schnell wieder, wenn die Ausnahmesituation vorüber ist. Hält die Appetitlosigkeit allerdings länger an, kann das schnell gefährlich werden.

Denn erstens kann das bedeuten, dass eine ernsthafte physische oder psychische Erkrankung die Appetitlosigkeit auslöst. Darüber hinaus kann eine solche Appetitlosigkeit, die dann auch zu einer verringerten Nahrungszufuhr führt, vor allem für Kinder und ältere Menschen schon nach kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Deshalb wollen wir in unserem heutigen Ratgeber einen Blick auf die Ursachen von Appetitlosigkeit werfen und darstellen, was dagegen wirklich hilft.

 

Wann wird Appetitlosigkeit gefährlich?

Appetitlosigkeit ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern viel mehr ein Symptom für eine andere Erkrankung oder Belastung des Körpers. Das bedeutet also, dass es für die Appetitlosigkeit immer einen anderen zugrundeliegenden Grund gibt. Die meisten Menschen erleben Appetitlosigkeit, wenn sie besonders unter Stress stehen oder maximale Leistung bringen müssen.  

Aber auch positive Ausnahmesituationen können zur Appetitlosigkeit führen. So zum Beispiel, wenn man frisch verliebt ist oder sich voller Begeisterung und Motivation in ein neues Projekt stürzt. In den allermeisten Situationen kehrt der Appetit nach wenigen Tagen wieder zurück. In einem solchen Fall sind ein paar Tage mit verringerter Nahrungsmittelzufuhr für einen gesunden Erwachsenen absolut unbedenklich.

Hält die Appetitlosigkeit allerdings länger an, muss man diese Symptome unbedingt ernst nehmen. Denn das Fehlen des eigenen Appetits kann auf schwerwiegende physische und psychische Erkrankungen wie Krebs, Depressionen, somatoforme Störungen, Tuberkulose und Morbus Addison hinweisen. Darüber hinaus kann eine Appetitlosigkeit bei Kindern und alten Menschen viel schneller gefährlich werden, in einem solchen Fall sollte man also so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

 

Gründe für Appetitlosigkeit

Wie bereits erwähnt, ist die Appetitlosigkeit nur ein Symptom. Dafür, dass man plötzlich nichts mehr essen will, kann es viele verschiedene Gründe geben. Hält dieser Zustand länger an, dann ist dies sehr wahrscheinlich ein Symptom für eine ernste Erkrankung. Die Appetitlosigkeit ist dabei nur der erste Hinweis und der Arzt muss gemeinsam mit dem Patienten herausfinden, was die Ursache sein könnte.

Schließlich gibt es eine Vielzahl von psychischen und physischen Erkrankungen, die zu einem Verlust von Hunger und Appetit führen können. Diese Krankheiten überschneiden sich nicht nur häufig bei den Symptomen, sondern können auch in unmittelbarem Zusammenhang miteinander stehen. Wenn die Symptome zunächst auf eine psychische Erkrankung schließen lassen, kann es sich häufig dennoch um eine psychische Erkrankung handeln – und andersherum.

So ist Appetitlosigkeit zum Beispiel ein häufiges Anzeichen für eine Depression. In diesen Fällen geht die Appetitlosigkeit oft einher mit Gewichtsverlust und Antriebslosigkeit. Gleichzeitig können genau diese Symptome aber auch für verschiedene Krebserkrankungen typisch sein, so zum Beispiel für einen Gehirntumor. Tritt neben der Appetitlosigkeit auch Nachtschweiß auf, dann können das schon ziemlich sichere Anzeichen für eine Krebserkrankung sein – oder eben für eine Depression.

Appetitlosigkeit, Nachtschweiß und wiederkehrendes Fieber können darüber hinaus Anzeichen für eine chronische Entzündung, wie zum Beispiel Tuberkulose sein. Kommen auch Muskel- und Gelenkschmerzen hinzu, kann es sich um eine rheumatische Erkrankung handeln. Lymphknotenschwellungen können auf Maligne Lymphome oder Blutkrebs hindeuten. Auch bei Lungenkrebs kommt es zu Appetitlosigkeit, Fieber und evtl. Bluthusten.

Darüber hinaus wird Appetitlosigkeit natürlich auch häufig durch Erkrankungen des Verdauungs- bzw. Magen-Darm-Trakts ausgelöst. In einem solchen Fall kommt es außerdem zu häufigem Erbrechen und Durchfall. Auch ein Völlegefühl bei niedriger Nahrungszufuhr, Aufstoßen und ein allgemeiner Ekel vor Nahrungsmitteln können Anzeichen für eine Erkrankung in dieser Region sein. Die zuvor genannten Beschwerden sind unter anderem typisch für eine Gastritits oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Für eine langanhaltende Appetitlosigkeit kann es also eine Vielzahl von Gründen geben – vieles davon sind schwere und auch lebensbedrohliche Krankheitsbilder, die man unbedingt ernst nehmen muss. Dabei ist es wichtig, so früh wie möglich einen Arzt aufzusuchen, damit dieser herausfinden kann, was genau die Appetitlosigkeit auslöst.

 

Appetitlosigkeit bei Senioren

Appetitlosigkeit bei Senioren ist besonders kritisch. Denn schließlich sind ältere Menschen erstens sowieso anfälliger für all die oben genannten Faktoren. Zweitens lässt der Appetit im Alter auch ganz natürlich etwas nach. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Appetitlosigkeit bei den meisten alten Menschen ganz andere Gründe hat.

Viel häufiger verlieren alte Menschen nämlich den Appetit, weil es niemanden gibt, mit dem man die Mahlzeit genießen könnte oder weil das Kochen bzw. Einkaufen einfach zu beschwerlich ist. In einem solchen Fall kann der Zustand schnell zu einer Spirale werden, in der der oder die Betroffene immer weniger isst, deshalb weniger Energie hat und das wiederum zu noch weniger Appetit führt.

Eine solche Spirale kann im hohen Alter schnell lebensbedrohlich werden. Bei Appetitlosigkeit bei älteren Menschen sollte man deshalb immer möglichst schnell reagieren und zum Beispiel mit der jeweiligen Person zusammen essen oder eine Haushaltshilfe anstellen.

 

Was hilft gegen Appetitlosigkeit?

Wie bereits erwähnt wird die Appetitlosigkeit in den meisten Fällen durch positiven oder negativen Stress ausgelöst. In einem solchen Fall kann man den eigenen Appetit in der Regel mit ein paar einfachen Tricks schnell wieder anregen. So empfiehlt es sich zum Beispiel, feste Zeiten für das eigene Essen festzulegen, da man so keine Mahlzeit auslassen kann.

Darüber hinaus hilft es auch gegen Appetitlosigkeit, die eigenen Mahlzeiten zu einem schönen Erlebnis zu gestalten. So zum Beispiel, in dem man mit anderen Personen isst, oder sich Zeit nimmt, um das eigene Lieblingsrezept zu kochen. Niemand hat auf die Dauer Lust, sich quasi im Stehen Mikrowellengerichte einzuverleiben.

Am allerbesten gegen Appetitlosigkeit hilft aber sicherlich ausreichende Bewegung. Jeder, der sich beim Sport schon mal richtig angestrengt hat, weiß, wie hungrig man danach ist. Darüber hinaus hilft die Bewegung an der frischen Luft auch direkt gegen den Stress und somit den Auslöser der Appetitlosigkeit.

 

Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie zum Arzt gehen

Immer dann, wenn die oben genannten Mittel nicht gegen die Appetitlosigkeit helfen und dieser Zustand länger anhält, sollte man einen Arzt aufsuchen. Spätestens dann, wenn man anfängt, drastisch Gewicht zu verlieren, muss man zum Arzt gehen. Das gleiche gilt, wenn sich Schmerzen, Antriebslosigkeit und Unwohlsein bemerkbar machen. In einem solchen Fall sollte man die Appetitlosigkeit nicht als Kleinigkeit abtun, sondern als mögliches Symptom einer schweren Erkrankung ernst nehmen. 

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