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Warum weniger arbeiten deine Produktivität erhöht
20. Jan. 2022
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Island macht es uns vor: In dem größten bisher bekannten Versuch, eine 4-Tage-Woche für fast jeden einzuführen, zeigten uns die Isländer die vielen Vorteile dieses Modells. 86 % aller Beschäftigten haben dabei eine verkürzte Arbeitszeit wahrgenommen. Der Erfolg war so groß, dass das Modell zum Standard werden soll.  

 

Doch ebenso weitere Nationen, vor allem in Skandinavien, haben große Erfolge mit einer verkürzten Arbeitszeit. So ist der Sechs-Stunden-Tag in Schweden keine Ausnahme mehr und auch die anderen Länder wie Norwegen, Dänemark und Finnland legen vermehrt Wert auf eine kürzere Arbeitswoche. 

 

Und dies mit großem Erfolg. Auch über eine lange Sicht hinweg konnte ein deutlicher Trend festgestellt werden: Weniger Arbeitszeit – mehr Produktivität. Für die Deutschen klingt das eher wie ein Märchen. Ist es nur eine Ausrede der Skandinavier, weil sie faul sind? Mitnichten! Diejenigen, die umdenken müssen, sind in der Tat die Deutschen. Das 40-Stunden-Modell hat ausgedient. Woran liegt das? 

 

Warum hat das verkürzte Arbeitszeit-Modell so großen Erfolg?

Schweden ist bekannt für innovative Experimente in Bezug auf die Work-Life-Balance. In einem Test wurden die Arbeitstage bei gleicher Bezahlung auf nur sechs Stunden verkürzt. Das Ergebnis war erstaunlich: Die Produktivität blühte unglaublich auf. Mit der Einführung der 30-Stunden-Woche gab es sehr viel weniger Fehlzeiten, mehr Motivation und Innovation der Mitarbeiter, eine insgesamt bessere Gesundheit und eine höhere Produktivität. 


Im isländischen Modell der 4-Tage-Woche gaben die Arbeiter an, viel glücklicher und zufriedener zu sein, da sie mehr Zeit für ihre Familie, Freunde oder Hobbys haben. Fast alle sind sich einig, dass sie sehr viel motivierter sind, zur Arbeit zu gehen und ihren Job dadurch mehr schätzen.


Inzwischen sind Modelle wie diese zum Standard in den nordischen Ländern geworden. 

 

Warum steigern weniger Stunden die Produktivität?

Bei einem weiteren Experiment, welches in Australien durchgeführt wurde, hat man den Arbeitstag eines Finanzunternehmens auf nur noch fünf Stunden reduziert. Das Management war fassungslos, als es einen Produktivitätssprung, so gut wie keine Krankmeldungen und einen unglaublichen Umsatzzuwachs verzeichnen konnten. Die Mitarbeiter kommen um 8 oder 9 Uhr an und sind jeden Tag um 13 oder 14 Uhr draußen, wenn alle Arbeiten erledigt sind.


Durch die Reduzierung unzähliger Team-Meetings wurden große Einsparungen erzielt. Da die Zeit für die Erledigung von Aufgaben begrenzt war, waren die Arbeiter nicht bereit, etwas davon zu verschwenden. Es wurden schlichtweg andere Möglichkeiten gefunden, sich auszutauschen - effektivere. 


Bei einer verkürzten Arbeitszeit wird die Flexibilität aller erst einmal auf die Probe gestellt. Nicht jeder kommt mit dem daraus resultierenden schnelleren Tempo klar. Eine Fünf- oder Sechs-Stunden-Woche setzt voraus, dass du in die Arbeit gehst, ohne Schnickschnack deinen Tätigkeiten erledigst und wieder gehst. Da bleibt kaum Zeit für einen langen Plausch mit den Kollegen. 


Dies klingt auf den ersten Blick wie ein Nachteil. Doch mal ganz ehrlich, mit wem verbringst du lieber deine Zeit – deiner Familie und Freunden oder mit deinen Kollegen? Und die Zeit, die du weniger in der Arbeit bist, kannst du somit mit dem verbringen, was oder wer dir wirklich am Herzen liegt.


Dies führt dazu, dass die Mitarbeiter glücklicher und zufriedener sind. Mehr Zeit gibt Spielraum zur Selbstentfaltung und um seinen Hobbys nachzugehen. Viele würden lieber einen anderen Job machen, trauen sich aber nicht den Sprung in die Selbstständigkeit. Durch eine verkürzte Arbeitszeit bietet sich die Gelegenheit, nach der Arbeit an seinen Leidenschaften zu arbeiten. 


Ein großer Vorteil, der sich schnell bei den Experimenten zeigte, ist, dass die Mitarbeiter sehr viel gesünder sind und es dadurch zu beachtenswert weniger Fehlzeiten kommt. Dadurch können Unternehmen trotz weniger Arbeitsstunden bei gleicher Entlohnung erhebliche Kosten einsparen. 


Rechnet man hinzu, dass auch die Umsätze der Unternehmen gestiegen sind, ist es an sich für die Arbeitgeber ein No-Brainer. Doch warum scheuen sich hier noch so viele davor, die Arbeitszeiten zu verkürzen?


Deutschland muss beginnen, umzudenken

Die meisten sitzen acht oder mehr Stunden an ihren Schreibtischen, werden dadurch immer dicker und demotivierter und sowohl körperlich als auch psychisch krank. Forschungen haben gezeigt, dass ein Mensch gar nicht so lange produktiv sein kann. Tatsächlich sind wir nur maximal drei Stunden am Tag wirklich konzentriert. Den Rest verbringen wir mit weniger wichtigen Dingen, die nicht so viel Aufmerksamkeit von uns verlangt oder mit anderen Beschäftigungen wie einen Plausch mit einem Kollegen halten, an einem Meeting teilnehmen, private Nachrichten schreiben oder in sozialen Medien browsen.


Und dennoch sitzt der Gedanke, dass der Mitarbeiter, welcher viele Stunden pro Woche arbeitet, am produktivsten ist. Meist ist jedoch tatsächlich genau das Gegenteil der Fall. Arbeitgeber sollten ein Augenmerk auf diejenigen lenken, welche Erfolge nachweisen können und stets pünktlich das Büro verlassen. Dies sind die Arbeiter der Zukunft, die sich jedes Unternehmen wünschen sollte. 


Statt also auf die Uhr zu sehen, müssen einige Arbeitnehmer dazu ermutigt werden, anders zu arbeiten. Die Anzahl von Meetings, in denen viel geredet und nur wenig erreicht wird, muss reduziert werden. Es müssen Zeitmanagementsysteme und Produktivitätskurse gehalten werden. Vorgesetzte müssen endlich beginnen, mehr Vertrauen in die Arbeitnehmer zu haben. 


Statt also weiterhin ein hartes Regiment zu führen, in dem ständig darauf geachtet wird, dass man pünktlich in der Arbeit ist und ja nicht früher geht, kann man sehr viel mehr erreichen, indem man den Arbeitnehmern mehr Flexibilität bietet. Dies kann auch sein, mehr im Homeoffice zu arbeiten oder seine Wochenstunden individuell einzuteilen.


Ein weiterer guter Weg, die Produktivität von Arbeitnehmern zu steigern, ist es, Sitz-Steh-Tische zur Verfügung zu stellen. Damit kann man regelmäßig zwischen einer Arbeit im Sitzen und Stehen wechseln, was die Durchblutung fördert und somit mehr Sauerstoff in das Gehirn gepumpt wird. Zudem entlastet das Stehen den Rücken und entspannt die Muskeln, was zu weniger Schmerzen führt.


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