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So können Sie die Handynutzung Ihres Kindes kontrollieren
18. Aug. 2021
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Mehr als 80 % der 10- bis 18-jährigen in Deutschland nutzen inzwischen regelmäßig ein Smartphone. Es wird von den Heranwachsenden hauptsächlich zum Streamen von Videos oder Musik verwendet. Obwohl bei Handynutzung und somit dem Internet gewisse Gefahren stecken und die Kids schnell mal stundenlang statt an der frischen Luft vor dem Bildschirm sitzen, lässt es sich heute kaum noch vermeiden.

 

Sie haben es allerdings in der Hand, wie Ihre Sprösslinge mit der Smartphone Nutzung umgehen. Es ist wichtig, die Zeiten einzuschränken – besonders abends und nachts – und mit ihnen über ein verantwortungsbewusstes Online-Verhalten zu sprechen. Dazu gehören Themen wie Online-Mobbing, Bezahldienste, die Kontaktaufnahme von Fremden und das Herausgeben von persönlichen Daten.


Es empfiehlt sich nicht, das Handy Ihres Kindes komplett zu überwachen und einzusehen, was es mit wem wann ausgetauscht hat. Dies kann das Vertrauensverhältnis zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden empfindlich stören. Sie können jedoch Vorkehrungen treffen, wie Sie das Surfverhalten der Kids sicher, produktiv und unterhaltsam gestalten können. Setzen Sie diese Methoden auf jeden Fall offen und gut sichtbar ein, niemals im Geheimen.

 

Wir haben Ihnen einige Möglichkeit zur Kontrolle der Smartphone Nutzung Ihres Kindes zusammengestellt. 


1. Schließen Sie den richtigen Mobilfunk-Vertrag ab


Die meisten Mobilfunkanbieter bieten spezielle Verträge für Kinder und Jugendliche an. Am besten eignet sich eine Prepaid-Option, durch die Sie den Erwerb von kostenpflichtigen Apps oder In-App-Käufen wie bei Spielen einschränken oder gar unterbinden können. 


Jeder Mobilfunkanbieter verfügt über eine Kunden-App, mit der sich der Verbrauch kontrollieren lässt. Diese können Sie auf Ihr eigenes Handy installieren und somit stets einsehen, wie viel Guthaben noch zur Verfügung steht und wofür es Ihr Nachwuchs ausgegeben hat. 


Meist reicht für Kinder ein kleineres Datenvolumen vollkommen aus. Somit lernt es, im Mobil-Modus keine Videos zu streamen, sondern dies lediglich in einem Wifi-Netzwerk zu tun. Der Datenverbrauch für Messenger-Dienste ist gering. Ist das Guthaben Schlag auf Schlag aufgebraucht, lernen die Kleinen sehr schnell, verantwortungsvoller damit umzugehen.


Hilft all dies nichts, sollten Sie einen Vertrag verwenden, welcher kostenlose Textnachrichten inkludiert und somit eine Kontaktaufnahme auch mit verbrauchtem Datenvolumen noch möglich ist. 


2. Sperren Sie Zusatzdienste


Sie können Drittanbieter vom Mobilfunkdienst sperren lassen, sodass Ihr Kind keine Abos abschließen kann. Sie sind sich oft gar nicht darüber bewusst, dass beispielsweise Klingeltöne, Spiele oder manche In-App-Angebote nicht kostenlos sind. Nicht selten schließen sie mit einem einzigen Kauf ein Abo ab. 


Diese Funktion kann über den Netzbetreiber gesperrt werden, sodass es Ihrem Kind nicht möglich ist, kostenpflichtige Dienste herunterzuladen oder zu abonnieren. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Mobilfunkanbieter.


3. Schränken Sie die Handyzeit ein


Ist Ihr Kind in der Schule oder bei Freunden, haben Sie die Handynutzung nur eingeschränkt unter Kontrolle. Doch sind sie zu Hause, sollten Sie handyfreie Zonen und Zeiten einrichten – und diese müssen zum Teil für alle gelten, auch für die Erwachsenen. 


So sollten beim Essen am Tisch keine Smartphones genutzt werden, von niemandem, es sei denn, Sie sind ein Notarzt auf Abruf. Die Kleinen sollten für einige Zeit das Handy bei Ihnen abgeben – auf jeden Fall nach dem Zubettgehen bis nach dem Frühstück. Viel zu schnell verbringen Sie abends im Bett zu viel Zeit damit, sich mit Freunden auszutauschen oder Videos anzusehen und werden dann müde und unausgeschlafen in der Schule sein. 


Gehen Sie immer mit einem guten Beispiel voran. Denn tatsächlich sind manche Eltern schlimmer im Umgang mit dem Handy als die Kinder selbst. Hören auch Sie auf, ständig Ihre Nachrichten zu checken oder auf Facebook zu browsen. Sehen die Kids, dass die Erwachsenen aus Langeweile oder aus Kommunikationssucht auf dem Mobiltelefon unterwegs sind, lernen sie keinen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien und Geräten. 


Halten sie die mobilfunk freien Zeiten schriftlich in einem Vertrag fest. Ein Verstoß gegen das Abkommen wird dann Konsequenzen haben wie beispielsweise Handyentzug oder Fernsehverbot. 


Es gibt Apps, die die Nutzung des Telefons zu bestimmten Zeiten automatisch blockieren. Solche sind Familytime, Famisafe und Spyzie. Installieren Sie jedoch niemals ohne ein offenes Gespräch eine Art von Kontroll-App, da sich dies negativ auf Ihre Beziehung auswirken kann. 


4. Blockieren Sie spezielle Webseiten


Eine einfache Möglichkeit, das Surfverhalten kindersicher und jugendfrei zu halten, ist neben Aufklärung auch die Aktivierung von Google SafeSearch im Browser. Allerdings ist hier Voraussetzung, dass Google als Standardsuchmaschine verwendet wird. 


Sie können ebenso die mobile Datennutzung komplett sperren, was allerdings die Nutzung von WhatsApp und anderen Messenger-Diensten nicht mehr möglich macht. Daher empfiehlt sich immer ein Mobilfunkvertrag mit gebührenfreien SMSen. Der Nachteil ist jedoch, dass es heute fast überall kostenloses WLAN gibt.


5. Entscheiden Sie zusammen, welche Apps erlaubt sind


Spielen Sie manchmal Candy Crush oder ein anderes Spiel, um sich die Zeit zu vertreiben oder um zu entspannen? Dann sollten Sie es Ihrem Kind ebenso gönnen. Am besten erstellen die Kids eine Liste mit den Apps, die sie gerne auf dem Smartphone installiert hätten. Lassen Sie sich erklären, wofür diese gedacht sind und was man damit machen kann (damit Sie sehen, ob Ihr Kind dies auch wirklich verstanden hat).


Sehen Sie sich dann die Apps auf Ihrem eigenen Smartphone gemeinsam an und entscheiden Sie, welche wirklich notwendig sind und welche nicht. Der Sinn ist nicht, Spiele zu verbieten, sondern solche auszuwählen, die sinnvoll sind und von denen die Kids etwas lernen können. 


Sind Sie gegen eine App, erklären Sie Ihrem Nachwuchs, warum dies so ist. Sei es ein Spiel, welches gewaltverherrlichend ist oder ganz einfach zu viel Geld kostet. Es kann sein, dass andere Eltern die gleiche App erlauben, Sie aber nicht und deshalb ist es essentiell, diese Entscheidung gut zu erklären.


6. Setzen Sie auf Vertrauen


Genauso wie Sie möchten, dass Ihre Privatsphäre respektiert wird, sollten Sie auch die Ihres Kindes ernst nehmen. Lesen Sie niemals heimlich seine Nachrichten durch, denn dies kann schnell das Ende einer Vertrauensbeziehung sein. Haben Sie eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung, wird Ihr Sprössling von alleine erzählen, wenn ihm etwas auf dem Herzen liegt. 


Möchten Sie etwas auf dem Smartphone kontrollieren, tun Sie dies gemeinsam. Damit haben die Kleinen nicht das Gefühl, ausspioniert zu werden. Sprechen Sie bei Verstößen der Abmachungen und Regeln offen darüber und stellen Sie sicher, dass sie Ihr Kind auch verstanden hat.


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