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Sitzen, Stehen oder Gehen: Was ist im Arbeitsalltag besser?

28.08.2026

Viele von uns sitzen fast den gesamten Arbeitstag – und versuchen das Problem zu lösen, indem sie einfach länger stehen. Doch ist das tatsächlich gesünder? Auch stundenlanges Stehen kann den Körper belasten, während Gehen nicht zu jeder Aufgabe passt. Entscheidend ist daher nicht nur, welche Haltung die beste ist, sondern vor allem: wann.

Warum eine einzige Arbeitshaltung nie die beste ist

Die Menschen in Deutschland sitzen an Werktagen durchschnittlich 613 Minuten – also 10 Stunden und 13 Minuten. Lange, ununterbrochene Sitzphasen senken den Energieverbrauch und begünstigen unter anderem Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Muskel-Skelett-Beschwerden. Einfach den ganzen Tag zu stehen, löst das Problem jedoch nicht: Auch dabei leistet die Muskulatur statische Haltearbeit, während Beine, Füße und Rücken mit der Zeit ermüden.

Entscheidend ist deshalb regelmäßige Abwechslung. Der Wechsel zwischen dynamischem Sitzen, Stehen und kurzen Gehphasen beansprucht unterschiedliche Muskelgruppen und unterbricht bewegungsarme Phasen. Er ersetzt allerdings kein Training: Erwachsenen werden pro Woche mindestens 150 Minuten moderate Bewegung oder 75 Minuten intensive Aktivität sowie Kräftigungsübungen an zwei Tagen empfohlen. Ein aktiver Arbeitsplatz ergänzt dieses Pensum und verhindert vor allem, dass viele inaktive Stunden am Stück entstehen.

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Sitzen, Stehen und Gehen im direkten Vergleich

Keine der drei Haltungen ist grundsätzlich richtig oder falsch. Welche am besten passt, hängt von der Aufgabe, der Dauer und der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes ab. Für präzise Bildschirmarbeit bietet Sitzen meist die stabilste Basis, während sich Stehen und Gehen gut für weniger feinmotorische Tätigkeiten eignen.

ArbeitshaltungBesonders geeignet fürWichtigster VorteilWorauf Sie achten sollten
SitzenSchreiben, Maus- und Präzisionsarbeit sowie längere KonzentrationsphasenStabile Arbeitsposition; Beine und Füße werden entlastetErgonomischen Stuhl nutzen und die Sitzposition regelmäßig verändern
StehenTelefonate, Videokonferenzen, kurze Leseaufgaben und AufgabenwechselUnterbricht das Sitzen und verteilt die Belastung auf andere MuskelgruppenNicht stundenlang starr stehen; Gewicht verlagern und zwischendurch gehen
GehenZuhören, Telefonieren, Lesen, Brainstorming und einfache RoutinearbeitenErhöht körperliche Aktivität, Herzfrequenz und EnergieverbrauchLangsames Tempo wählen; für präzise Mausarbeit nur bedingt geeignet

Sitzen ist somit nicht automatisch ungesund: Problematisch sind vor allem lange Phasen ohne Haltungswechsel. Auch beim Sitzen sollten Sie sich zurücklehnen, nach vorn neigen und zwischendurch neu ausrichten. Stehen schafft Abwechslung, ersetzt aber keine Bewegung. Gehen aktiviert den Körper am stärksten, kann jedoch die Genauigkeit bei der Mausbedienung beeinträchtigen. Eine starre Stunden- oder Prozentvorgabe ist deshalb wenig sinnvoll. Entscheidend ist, die Haltung passend zur Tätigkeit zu wählen und zu wechseln, bevor Ermüdung oder Beschwerden auftreten.

So gelingt der Wechsel am höhenverstellbaren Schreibtisch

Als praxistauglicher Richtwert gelten mindestens zwei, idealerweise vier Haltungswechsel pro Stunde. Verknüpfen Sie diese mit festen Auslösern: Führen Sie Telefonate im Stehen, wechseln Sie nach erledigten Aufgaben die Position oder stellen Sie eine Erinnerung im Kalender ein. Wer bisher fast nur sitzt, beginnt am besten mit kurzen Stehphasen und verlängert sie nach und nach.

Stellen Sie die Tischplatte im Sitzen und Stehen so ein, dass die Schultern entspannt bleiben und die Unterarme ungefähr waagerecht aufliegen. Der Monitor sollte etwa 50 bis 80 cm von den Augen entfernt stehen; seine oberste Bildzeile liegt ungefähr auf Augenhöhe. Speichern Sie beide Tischhöhen, falls eine Memory-Funktion vorhanden ist.

Beim FlexiSpot E7 Pro 2026 bewegen zwei Motoren das Gestell mit bis zu 50 mm/s in einem Höhenbereich von 635 bis 1.285 mm. Gespeicherte Sitz- und Stehpositionen sowie der Geräuschpegel unter 45 dB erleichtern spontane Wechsel, ohne Telefonate oder die Konzentration unnötig zu stören. Wichtig bleibt: Stehen Sie nicht reglos, sondern verlagern Sie das Gewicht und gehen Sie zwischendurch einige Schritte.

--altImgStart--{"link":"https://s3.springbeetle.eu/prod-eu-s3/commodity/item/E7%20Pro_20260828_5xtYaO4Q.jpg","alt":"Höhenverstellbarer Schreibtisch mit verbesserter Stabilität (E7 Pro)"}--altImgEnd--

Mehr Schritte während der Arbeit: Wann ein Walking Pad sinnvoll ist

Ein Walking Pad ist kein Ersatz für einen ergonomischen Bürostuhl, sondern eine Ergänzung für aktive Arbeitsphasen. Besonders geeignet ist es für Telefonate, Webinare, Lesen, Brainstorming und einfache Routineaufgaben. Präzise Mausbewegungen oder anspruchsvolle Schreibarbeiten erledigen Sie besser im Sitzen oder Stehen.

In einer Laboruntersuchung absolvierten zwölf Personen fünf Bürotätigkeiten an verschiedenen Arbeitsstationen. Beim Gehen stiegen Aktivität, Herzfrequenz und Energieverbrauch deutlich. Die objektive Arbeitsleistung unterschied sich mit Ausnahme der Aufgaben mit der PC-Maus nicht signifikant. Ein Walking Pad bringt zusätzliche Bewegung in den Arbeitstag, verbessert aber nicht automatisch die Körperhaltung.

Beginnen Sie mit einem langsamen Tempo und halten Sie den Bereich um das Gerät frei. Das FlexiSpot PortaGo bietet einen 41 cm breiten Laufgurt und ist für Personen bis 120 kg ausgelegt. Nach der Nutzung lässt es sich um 180 Grad zusammenklappen, wiegt 18,5 kg und benötigt verstaut nur etwa 0,3 m². Dadurch eignet es sich für kleine Arbeitsräume, in denen das Laufband nicht dauerhaft stehen kann. --altImgStart--{"link":"https://s3.springbeetle.eu/prod-eu-s3/commodity/item/Portago%202026-08-27%20145718_20260827_U8Y6iaEu.png","alt":"180° klappbares Laufband mit bürstenlosem Motor (PortaGo)"}--altImgEnd-- --shopstart--{"id":726001,"link":726001,"name":"180° klappbares Laufband mit bürstenlosem Motor","shortName":"PortaGo","url":"https://s3.springbeetle.eu/dev-de-s3-flexispot/commodity/item/1028_file_PortaGo-haupt-2 (2).png","itemFootMarkType":"DISCOUNT","itemFootMarkInput":"Early Bird"}--shopend--

Ein bewegter Arbeitstag in der Praxis

Ein bewegter Arbeitstag braucht keinen Trainingsplan. Nutzen Sie anstehende Aufgaben als Auslöser für Positionswechsel:

  • Arbeitsbeginn: Erledigen Sie konzentrierte Aufgaben 30 bis 45 Minuten im Sitzen.
  • Telefonate und Videokonferenzen: Fahren Sie den Schreibtisch hoch und begrenzen Sie die Stehphase auf 20 bis 30 Minuten.
  • Aufgabenwechsel: Stehen Sie kurz auf, strecken Sie sich oder holen Sie Wasser.
  • Routinearbeit: Gehen Sie für 10 bis 20 Minuten langsam auf dem Walking Pad.
  • Mittagspause: Planen Sie nach dem Essen einen kurzen Spaziergang ein.
  • Nachmittagstief: Wechseln Sie für leichtere Aufgaben erneut ins Stehen oder Gehen.
  • Bildschirmphasen: Unterbrechen Sie jede ununterbrochene Stunde möglichst durch etwa fünf Minuten Bewegung oder eine Tätigkeit ohne Bildschirm.

Diese Zeiten sind Richtwerte, kein starres Programm. Entscheidend sind regelmäßige Wechsel, die zu Ihren Aufgaben passen und sich dauerhaft ohne Produktivitätsverlust umsetzen lassen.

Fazit: Abwechslung schlägt Dauersitzen und Dauerstehen

Welche Haltung ist also die beste? Für konzentrierte und präzise Aufgaben bleibt ergonomisches Sitzen sinnvoll. Stehen unterbricht lange Sitzphasen und beansprucht andere Muskelgruppen, während langsames Gehen die körperliche Aktivität am stärksten erhöht. Keine dieser Positionen sollte jedoch den gesamten Arbeitstag bestimmen. Entscheidend ist ein Arbeitsplatz, der schnelle Wechsel ermöglicht und zur jeweiligen Aufgabe passt. Bereits kurze, regelmäßig verteilte Bewegungsphasen unterbrechen starre Haltungen und lassen sich dauerhaft in den Arbeitsalltag integrieren. Die beste Arbeitshaltung ist daher immer die nächste.