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Sharing Economy - Ist Tauschen das neue Kaufen?
30. Mar. 2022
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Die Arbeitswelt und die Wirtschaft befindet sich im Moment in einem Wandel, sei es durch Innovationen wie der Digitalisierung oder auch durch eine Vielzahl an Krisen wie der Klimakrise. Während hinter dem Wandel viele verschiedene Gründe gesehen werden können, ist eins sicher: Der Wandel passiert und wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch spannende Änderungen in die Art, in der wir Wirtschaft denken, bringen.

 

Eine der Grundlagen für den Wandel sind die Erfindung und Weiterentwicklung von Smartphones und Computern, die es mit immer komplexeren Algorithmen möglich machen, zu teilen. Das lässt sich in erster Linie auf Wissen, Gefühle und Erinnerungen oder Gefühle beziehen, aber auch Musik und Gegenstände wie Autos oder Wohnungen sowie Arbeitskraft können mittlerweile mithilfe von Online-Plattformen geteilt werden.

 

Sharing Economies werden immer beliebter

 

Sharing Economy - so werden die Tauschökonomien, die weltweit immer mehr Verbreitung finden, auch genannt. Fast genauso schnell, wie sich der digitale Wandel vollzieht, so schnell wächst auch die Anzahl an Orten für Tauschökonomien. Das besondere daran, ist, dass die Sharing Economy unser bisheriges Verständnis von Wirtschaft völlig auf den Kopf stellt, denn statt einer Wirtschaft, die immer mehr verkaufen will und daher versucht, eine konstant hohe Nachfrage nach neuen Produkten zu schaffen, ist in der Sharing Economy eher der Anreiz, bereits existierende Produkte so miteinander zu teilen, dass für die gleiche Menge an Menschen ein Bruchteil der Produkte ausreichen. Damit stellen diese neuen Firmen einen völligen Bruch in der Wirtschaft dar, indem sie die bisherigen Gegebenheiten in Frage stellen und umwerfen.

 

Die wohl bekanntesten Plattformen auf Basis der Sharing Economy sind wohl Meta und Google, die vor allem auf der Wissensbasis fungieren, aber auch Airbnb oder Uber, bei denen Immobilien oder Taxidienste angeboten werden.

 

Die Umsetzung der Sharing Economy kann zu mehr Wohlstand führen

 

Soziale Netzwerke ermöglichen uns mittlerweile, fast kostenlos und von überall aus zugänglich auf Informationen, Unterhaltung und auch materielle Güter zugreifen zu können. Die Form des Wohlstandes, die hier gefördert wird, ist also nicht unbedingt finanzieller Art, sondern trägt eher zu einem erfüllteren Leben bei - gegensätzlich zu den Maßstäben, mit denen sowohl Unternehmen als auch viele Länder Wohlstand messen. Statt einem höheren Kapitalfluss bringt die Sharing Economy so einen Wohlstand, der nicht auf finanzieller Basis beruhrt. In einer Tauschökonomie steigt stattdessen die Anzahl der Allmendegüter, die so in den Statistiken gar nicht aufgenommen werden. Allmendegüter sind Güter, die allen Menschen frei zugänglich sind. Materielle Beispiele wären zum Beispiel Parks oder Büchereien.

 

Die Zukunft der Tauschökonomie kann dabei nicht nur in der Wirtschaft gesehen werden, die auf das Individuum als Konsument ausgerichtet ist, sondern auch in der B2B-Industrie, also der Industrie, in der andere Unternehmen die Produkte eines Unternehmens konsumieren, wird für die Sharing Economy ein Potenzial gesehen, denn hierdurch entsteht für das Unternehmen eine erhöhte Flexibilität und die Netzwerkkontakte erhöhen sich. Ein sehr populäres Beispiel sind Coworking Spaces, in denen kleine Unternehmen oder Arbeitnehmer von außerhalb zusammen arbeiten können, ohne sich direkt das Risiko eines eigenen Büros mitsamt der ergonomischen Möblierung auferlegen zu müssen. Auch in der Logistik macht eine Sharing Economy sinn, denn LKWs, die mit einem halbleeren oder leeren Anhänger durch die Gegend fahren sind keine Seltenheit und mindern den Profit der beteiligten Unternehmen. Eine Lösung wäre, sich den Ladeplatz zu teilen und so immer den Anhänger des LKWs zu füllen.

 

Deutschland reagiert auf Sharing Economy Angebote mit Verboten

 

Wenn man einen Blick in die USA wirft, wird schnell deutlich, dass es sich bei dieser Art der Wirtschaft wahrscheinlich nicht um eine kurzfristige Entwicklung handelt, sondern dass die Sharing Economy eher einen langfristigen Trend aufzeigt. Firmen wie Netflix, Airbnb, Meta oder Spotify haben mittlerweile weltweiten Erfolg - eine Vielzahl an Menschen kann sich ein Leben ohne diese Firmen gar nicht mehr vorstellen. Klar deutlich wird dadurch, dass die Digitalisierung und somit auch die Tauschökonomien einen internationalen Trend darstellen, der nur selten an nationalen Grenzen halt macht. Stattdessen entwickeln sich die bereits existierenden Tauschfirmen sogar weiter und weiten sich in weitere Branchen aus: Uber zum Beispiel weitet jetzt von der anfänglichen Taxibranche aus in Transport von Gütern, einem Echtzeit-Kartendienst und Autos, die von selbst fahren. Deutschland sorgt allerdings genau durch die Verbote dafür, dass diese Wirtschaftstrends an der Grenze Deutschlands halt machen. Teilweise werden Unternehmen wie Airbnb oder Uber auch nur für einzelne Städte verboten und bekämpft. Andersherum erkennen einige deutsche Firmen wie zum Beispiel BMW oder Mercedes den Wertewandel in der Wirtschaft an und nutzen das Potenzial der Veränderung. Durch diesen Wertewandel ist Besitz nicht mehr so wichtig wie zuvor, stattdessen wird Nutzen vorgezogen. Daher reagierten die beiden Autoketten mit Carsharing-Ideen wie DriveNow oder Car2go, die ähnlich der Carsharing-Modelle der Bevölkerung funktionieren, in diesem Fall aber von einem Unternehmen geführt werden. Das Konzept hat bisher Erfolg, denn im Vergleich zu den Raten bei Autos steigen die Wachstumsraten des Carsharingmodells um 36%.

 

Fazit

 

Durch die Sharing Economy und andere Arbeitsmarktänderungen wie das Konzept der New Work, also der neuen Arbeit wird immer besser deutlich, dass das traditionelle Verständnis von Unternehmen und den Beziehungen zu Arbeitnehmern und Kunden sich immer mehr verändert und erweitert. Das heißt nicht zwangsweise, dass gradlinige Produktionsketten komplett aufhören zu existieren, allerdings wird klar deutlich, dass es neue Trends in der Arbeit gibt, die es als Unternehmen zu nutzen gilt. Ebenfalls zeigt sich, dass Unternehmen sich nicht klar entweder für Tauschökonomie oder für eine gradlinige Produktionskette entscheiden muss, sondern dass es auch gut möglich ist wie die beiden Autoketten BMW oder Mercedes zweigleisig zu fahren und das Potenzial beider Wirtschaftsweisen zu nutzen.


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