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Schock: Sofortmaßnahmen gegen den lebensbedrohlichen Zustand
04. Aug. 2021
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Ein Schock tritt immer dann ein, wenn der Blutkreislauf nicht mehr richtig funktioniert und so der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Schock kann sowohl durch eine psychische Belastung als auch durch eine Verletzung ausgelöst werden und ist lebensgefährlich. Deshalb erklären wir in diesem Ratgeber, wie man einen Schock rechtzeitig erkennt und richtig Erste Hilfe leistet.

 

Darum ist ein Schock so gefährlich

Alle Arten von Schock haben gemeinsam, dass der Körper dabei nicht mehr ausreichend mit Blut und so mit Sauerstoff versorgt wird. Dabei kommt es in der Regel zuerst zu einer Unterversorgung der Extremitäten. Nach der Zeit werden aber auch lebenswichtige Organe wie das Herz, die Lunge und insbesondere die Nieren nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

In einem solchen Fall kommt es zu einem multiplen Organversagen – die wichtigsten Organe unseres Körpers arbeiten nicht mehr richtig und versagen irgendwann komplett. Nur die wenigsten Betroffenen überleben ein multiples Organversagen. Daher ist ein Schock, auch im Anfangsstadium, lebensgefährlich. Wenn man also den Verdacht hat, das eine Person einen Schock erleidet, muss man sofort den Notarzt rufen und Erste-Hilfe Maßnahmen einleiten.

 

Schock ist nicht gleich Schock

Es gibt viele verschiedene Schock-Arten, die sich nicht nur in den Symptomen, sondern auch in den Ursachen stark unterscheiden können. Die häufigste Form des Schocks ist ein hypovolämischer Schock, bei dem einfach nicht genug Blut im Körper vorhanden ist, um den Kreislauf mit Sauerstoff zu versorgen. Auch sehr häufig ist der kardiogene Schock, bei dem das Herz nicht dazu in der Lage ist, das Blut richtig im Körper zu verteilen.

Diese weiteren Schockformen gibt es:

1. Neuronaler Schock z.B. durch Rückenmarkstrauma
2. Septischer Schock z.B. durch Blutvergiftung
3. Anaphylaktischer Schock z.B. durch allergische Reaktion
4. Hypoglykämischer Schock und Hyperglykämischer Schock z.B. durch Diabetes

 

Kreislaufversagen durch akute Belastungsreaktion

Bei einem Schockzustand, der nur durch eine extreme psychische Belastung ausgelöst wurde, spricht die Medizin von einer akuten Belastungsreaktion und nicht von einem Schock. Die Symptome sind jedoch fast identisch und auch eine solche Belastungsreaktion kann zur Schock-Spirale und zu einem Kreislaufkollaps führen.

 

Was passiert bei einem Schock?

Wenn der Körper einen Schock erleidet, dann versucht das Kreislaufsystem, alles Blut in die Körpermitte zu verlagern. Das heißt, die Blutversorgung in Armen und Beinen wird reduziert, indem sich die Blutgefäße in den Extremitäten verengen. Durch diese Zentralisation steht den Organen und dem Gehirn zunächst mehr Blut zur Verfügung.

 

Schockspirale

Sobald der Schock einsetzt, versucht sich der Körper also selbst zu schützen, indem er vorrangig die lebenswichtigen Organe mit Blut versorgt. Allerdings wird gerade durch diesen Vorgang eine Kettenreaktion ausgelöst, die sogenannte Schockspirale. Denn durch die Einschränkung des Blutkreislaufs ändert sich der Stoffwechsel und der Körper baut nicht mehr genügend Schadstoffe ab, um den Kreislauf mit Sauerstoff versorgen zu können.

 Der Körper versucht jetzt noch verzweifelter, Gehirn und Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dadurch wird der Blutkreislauf noch weiter eingeschränkt, was wiederum zu noch weniger Sauerstoff führt. So hat der Körper immer weniger Sauerstoff zur Verfügung, was zur Folge hat, dass irgendwann auch die Organe nicht mehr mit ausreichen Sauerstoff versorgt werden können. In diesem Fall tritt ein Organversagen ein.

 

So erkennen Sie rechtzeitig den Notfall

Wie bereits erwähnt ist es bei einem Schock entscheidend, den Notfall richtig zu erkennen. Eines der häufigsten Symptome, ist dass sich die Haut des Betroffenen verändert: Bei einem hypovolämischen oder kardiogenen Schock wird die Haut extrem blass oder sogar leicht bläulich. Vor allem beim anaphylaktischen Schock kann es aber auch zu einer Rötung der Haut kommen.

Weitere typische Symptome sind Angst, Stress, Teilnahmelosigkeit und Unruhe. Das trifft insbesondere bei einem Schock zu, der durch physische Belastungen ausgelöst wurde. Diese Unruhe tritt oft in Verbindung mit Zittern oder Schüttelfrost auf. Auch objektive Atembeschwerden und eine erhöhte Atemfrequenz sind verlässliche Anzeichen für einen Schock.

Der verlässlichste Indikator für einen Schock ist jedoch das Herz: Schockpatienten haben fast immer einen sehr schwachen Puls, der in einem fortgeschrittenen Stadium fast nicht mehr wahrnehmbar ist. Darüber hinaus fällt der Blutdruck nach dem Anfangsstadium rasant ab. Darüber hinaus ist insbesondere bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, Herzrasen ein absolutes Warnzeichen für einen Schock.

 

Erste-Hilfe gegen den Schock

Wenn eine Person einen Schock erleidet, dann zählt jede Sekunde. Schließlich ist ein solcher Zustand extrem lebensgefährlich. Deshalb muss man in einem solchen Fall als allererstes den Notruf wählen. Dabei ist es wichtig, dass man ruhig und konzentriert bleibt und der Notfallleistelle so viele Informationen wie möglich gibt. Das gilt besonders für mögliche Auslöser des Schocks wie Allergien, kürzliche Verletzungen und Trauma oder Vorerkrankungen.

 

Schocklage

Nachdem man den Notruf informiert hat, sollte man den Patienten sofort in Schocklage versetzen. Dies ist die wichtigste Maßnahme gegen einen Schock und vor allem bei akuten Belastungsreaktionen unglaublich effektiv. Um die betroffene Person in Schocklage zu bringen, legen Sie den Patienten flach auf den Boden und lagern die Beine höher als den Boden. So kann der Blutkreislauf im Körper reaktiviert werden.

 

Weitere Maßnahmen

Die Schocklage darf nur dann angewandt werden, wenn die Person bei Bewusstsein ist. Andernfalls muss der Person in eine stabile Seitenlage gebracht werden. Bei einem Herz- oder Atemstillstand müssen Reanimationsmaßnahmen durchgeführt werden. Außerdem ist es wichtig, den Patienten warmzuhalten, um eine schockbedingte Unterkühlung zu vermeiden. Dies gelingt am besten mit einer Wärmedecke.

Offene Blutungen müssen natürlich so schnell wie möglich gestillt werden. Da sich ein Schock durch Stress verschlimmert, ist es wichtig, den Patienten von allen möglichen Stressfaktoren abzuschirmen und beruhigend auf die betroffene Person beruhigend einzureden. Auch eine leichte Berührung an den Armen oder der Schulter kann helfen.

  

Einen Schock rechtzeitig zu erkennen, kann also lebensrettend sein. Wenn Sie das Gefühl haben, dass eine Person einen Schock erleidet, sollten Sie also unbedingt den Notarzt rufen und Gegenmaßnahmen einleiten. Und zwar auch dann, wenn die Person angibt, sich gut zu fühlen. Dies kann häufig in einem frühen Stadium des Schocks vorkommen. Kurze Zeit später wird sich der Gesundheitszustand jedoch drastisch verschlechtern.

Wenn man den Schock rechtzeitig erkennt, der Notarzt alle wichtigen Informationen so schnell wie möglich erhält und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, dann sind die Überlebenschancen bei einem Schock überdurchschnittlich gut. Also keine Zeit verlieren und helfen! 

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