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Rückenschmerzen bei der Arbeit als psychosomatisches Symptom - Wenn die Arbeit zu viel wird
31. Mar. 2022
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Bei Personen, die im Büro arbeiten, sind Rückenschmerzen ein weit bekanntes Problem. So weit, dass diese mittlerweile schon fast zum Alltag gehören und dass wahrscheinlich jede Person mehr Personen im eigenen Umfeld mit solchen Beschwerden kennt als man an beiden Händen aufzählen könnte. Unsere Lösungsansätze sind dabei vor allem körperlicher Art: Wir bieten dir höhenverstellbare Tische oder ergonomische Bürostühle sowie weitere Gadgets, mit denen du deine Haltung beim Arbeiten verbessern kannst. Diese Ansätze sind durch eine Vielzahl an Studien bestätigt und haben sich mittlerweile im Arbeitsalltag bewährt. Was aber, wenn die Rückenschmerzen gar nicht durch körperliche Beschwerden entstanden sind, sondern wenn psychologische Beschwerden die Ursachen für die körperlichen Symptome sind?

 

Faktoren für eine mögliche psychische Belastung bei der Arbeit

 

Bewegungsmangel und eine falsche Haltung sind die primären Gründe für Erkrankungen im Rücken, sodass diese zuerst angegangen werden sollten, wenn die Beschwerden nur bei Rückenschmerzen bleiben. Wenn allerdings andere mentale Probleme ebenfalls als Symptome auftreten, dann kann es auch sein, dass die Rückenschmerzen oder andere Schmerzen psychosomatischer Natur sind. Solche Symptome können zum Beispiel Lustlosigkeit, Verzweiflung beim Gedanken an die Arbeit oder auch viele Agressoren in der Arbeit sein, die wiederum zu mehr Wut führen.

 

Arbeitsintensität

 

Wer lange zu viel arbeitet und über seine eigenen Grenzen geht, riskiert die Gefahr eines Burnouts. Klar unterschieden werden muss hier dazwischen, sich selber oder andere zu fördern und die Überforderung von der eigenen Person oder von anderen Personen. Während es gut sein kann, Personen vor Herausforderungen zu stellen und sie so zum Wachsen zu ermutigen ist es kaum hilfreich, wenn die Person sich dauerhaft mit einer hohen Arbeitsintensität umschlagen muss und so ausgelaugt wird.

 

Spielräume und Entscheidungsmöglichkeiten 

 

Dir wird ständig alles vorgeschrieben und die Arbeit erfüllt dich nicht wirklich? Auch das kann eine mögliche Ursache für deine Symptome sein, denn ein stumpfes Abarbeiten von To-Do-Liste ist nicht wirklich erfüllend. Wenn du also einem Plan folgst, in dem alles genau vorgeschrieben wird und du keine Änderungsmöglichkeiten oder Freiraum hast, fühlt sich die Arbeit oft unerfüllend an. In erster Linie resultiert das in Frustation. Wenn dann allerdings längerfristig nichts getan wird, um die Situation zu verbessern, kann dies auch in körperliche Symptome ausarten, die dann zum Beispiel zu mehr Krankheitstagen führen.

 

Die soziale Unterstützung

 

Auch wenn die Arbeit mal stressig ist, kann dies bis zu einem bestimmten Grad durch soziale Unterstützung und geselliges Miteinander ausgeglichen werden. Das hat dann nämlich ungefähr denselben Effekt wie man meist auch Stress besser erträgt, wenn dies der sogenannte “Freizeitstress” ist - der Stress also von Sachen kommt, die man gerne macht.

 

Wie erkennt man den Unterschied zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden?

 

Ein erstes Anzeichen dafür ist, dass die Beschwerden nur in bestimmten Situationen aufkommen. Du bekommst zum Beispiel nicht nur nach einem bestimmten Gericht Bauchschmerzen, sondern immer wenn du zur Arbeit musst. Oder du hast immer nur Rückenschmerzen, wenn du arbeitest, nicht aber wenn du dich anderweitig engagierst oder zum Beispiel für ein Freizeitprojekt arbeitest, obwohl die Sitzhaltung bei beidem genau die gleiche ist.

 

Weiterhin kannst du auch darauf achten, was genau dir in diesen Situationen hilft. Wenn deine Beschwerden zum Beispiel weniger werden, wenn du dich mall richtig mit einem Freund oder Kollegen ausgesprochen hast, obwohl die Art von körperlichen Symptomen eher durch eine bessere Haltung oder mehr Sport gelöst werden sollten, dann ist auch das ein Anzeichen dafür, dass die Beschwerden eher aus psychischen Ursachen entstammen.

 

Vorgehen bei psychosomatischen Beschwerden bei der Arbeit

 

Wenn du merkst, dass deine Beschwerden nicht nur körperlicher Natur sind, sondern tieferliegende Ursachen haben, dann ist es wichtig herauszufinden, wo genau diese Ursachen liegen.

 

Bei einfachen Ursachen gibt es meist nur ein Problem bei der Arbeit, das teils sogar mit einem einfachen Gespräch bei der Arbeit und kleinen Veränderungen gelöst werden kann. Wenn das Problem komplexer ist oder länger andauert, sollten auch die psychischen Beschwerden ernst genommen werden und eventuell psychologische Hilfe aufgesucht werden, denn auch Burnouts, Depressionen und Angststörungen können solche Symptome haben. Hier braucht es dann oft therapeutische Hilfe, bei der einem die richtigen Instrumente an die Hand gelegt werden, um mit der Erkrankung umzugehen und wieder einem normalen Arbeitsalltag nachgehen zu können.

 

Fazit

 

Psychische Erkrankungen und Beschwerden sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche Erkrankungen und können teilweise sogar körperliche Symptome hervorrufen. Ergonomie betrifft daher weitaus mehr als nur die richtige Haltung im Sitzen oder Stehen, sondern auch die gesundheitlichen Aspekte des Arbeitsumfelds. Dazu zählt natürlich die Wandfarbe, die Lichtverhältnisse und die Bürogröße, aber auch das Arbeitsumfeld, das durch die Kollegen geschaffen wird, und die Arbeitsintensität wirken auf den Arbeitnehmer und gehören daher zu Faktoren der Ergonomie, also der gegenseitigen Anpassung von Arbeitnehmer und Arbeitsumgebung.

 

Neben einem arbeiterfreundlichen Umfeld kann man so beispielsweise auch Beratungsangebote innerhalb einer Firma mit den jeweiligen Kapazitäten schaffen oder sich zum Beispiel aneignen, nicht nur für körperliche Erkrankungen Krankheitstage zu ermöglichen, sondern auch für die psychische Gesundheit ein bestimmtes Budget an Krankheitstagen pro Jahr für jeden Arbeitnehmer zur Verfügung stehen zu haben, um präventiv gegen solche psychosomatischen Symptome vorzugehen. Diese können nämlich bei schweren Fällen zu deutlich mehr Krankheitstagen führen, als es die paar Tage für mentale Gesundheit tun würden.

 

Letztendlich ist es also auch im Sinne des Profites und im Sinne des Arbeitgebers, wenn die Arbeitnehmer ihr mentale Gesundheit schonen und so produktive und effektive Arbeiter bleiben. Bei Arbeitgebern ohne große Nähe zu den Arbeitnehmern, zum Beispiel, weil die Firma so groß ist, sind anonyme Umfragen zum mentalen Wohlbefinden mit einer Möglichkeit für Verbesserungsvorschläge ein erster Schritt in die richtige Richtung.


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