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Pflanzen als Luftreiniger - Weniger Schadstoffe in Büro und Wohnung
18. Mar. 2022
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Wenn man das Ziel hat, sich in einem Raum wohl zu fühlen und produktiv zu sein, gehört es mit zu den wichtigsten Faktoren, Schadstoffe in der Luft zu eliminieren. Besonders, wenn im Winter nicht viel gelüftet wird, sammeln sich schnell Schadstoffe in der Luft an. Das Ergebnis: Man fühlt sich schnell schlapp, unkonzentriert und müde. Besonders im Büro ist das fatal, denn hier ist das Interesse an engagiertem und effektiven Arbeiten natürlich hoch. Luftreinigende Pflanzen können helfen, Schadstoffe abzubauen, und sogar im Winter bei nur wenig Licht zu mehr Sauerstoff führen, da ihr Stoffwechsel besonders effektiv ist.


Woher kommen die Schadstoffe in der Luft und was machen sie mit mir?

Schadstoffe sammeln sich besonders leicht in geschlossenen Räumen an. Besonders im Winter braucht es daher gar nicht viele Quellen von Schadstoffen, denn durch das fehlende Lüften können sich die Schadstoffe auch langsam über die Zeit verteilt ansammeln. Das schwierige dabei ist, dass die Stoffe in der Luft meist unsichtbar sind und dadurch natürlich nur erahnt werden kann, wie viele Schadstoffe sich jetzt gerade in der Luft befinden. Die Schadstoffbelastung in Wohnungen oder Büros kann soweit gehen, dass sie sogar Auswirkungen auf deine Gesundheit haben. 


Überraschend ist dabei, in wie vielen Produkten eigentlich Schadstoffe enthalten sind. Während fast jeder weiß, dass Zigarettenrauch und Autoabgase schädlich sind, ist den wenigsten bewusst, dass auch Kosmetikprodukte oder sogar Möbel Gifte emittieren können. 

 

Der am häufigsten zu findende Schadstoff nennt sich Formaldehyd. Außer in Autoabgasen, Gasherden und Zigarettenrauch lässt er sich ebenfalls in manchen Textilien, Klebstoffen und Desinfektionsmitteln finden. Gerade in Zusammenhang mit dem erhöhten Verbrauch an Desinfektionsmitteln während der Coronapandemie ist dieser Stoff also ein ernstzunehmender Schadstoff. Folgen können Reizung der Schleimhäute, Augenreizungen, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit und Nervosität sein.


Benzol ist ein weiterer Stoff, der vor allem bei Gebäuden in der Nähe von Garagen und Tankstellen oder viel befahrenen Straßen auftritt. Auch bei anderen Verbrennungsvorgängen wie zum Beispiel bei einem Kaminofen entsteht Benzol. Dieser Stoff kann das Blutbild verändern. Außerdem können Symptome wie Müdigkeit, Schwäche, Schwindel und Herzklopfen können aus der Aufnahme von Benzol entstehen.


Xylol kommt vor allem in Lacken, Gummi, Pestiziden und Farbstoffen vor und wird vor allem über die Haut oder die Atemwege aufgenommen. Die Auswirkungen gehen von Schwindel und Kopfschmerzen bis hin zu Atemnot und Gedächtnis- und Orientierungsstörungen.


Der letzte Stoff, den wir dir heute vorstellen, ist Trichlorethylen. Dieser Stoff kommt oft in Reinigungsmitteln vor und reizt vor allem die Atemwege. Außerdem können auch hier Symptome wie Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel entstehen.

 

Helfen Pflanzen wirklich?

Nach all diesen Schadstoffen fühlst du dich bestimmt auch ein bisschen unsicher. Kommen Pflanzen überhaupt gegen diese Stoffe an? Laut einer Studie der NASA ja! Experten wollten hier herausfinden, wie sie die Luft in Raumstationen verbessern können. Sie kamen zum Ergebnis, dass bestimmte Pflanzen tatsächlich die Fähigkeiten dazu haben, Schadstoffe aus der Luft filtern zu können. Die Grünlilie zum Beispiel konnte den Gehalt von Formaldehyd um 86% innerhalb eines Tages senken.

 

Pflanzen sorgen also nicht nur für mehr Sauerstoff in der Luft, sondern filtern tatsächlich auch Schadstoffe aus der Luft. Besonders profitiert wird in Räumen, die nicht durchlüftet werden oder bei denen die Durchlüftung eingeschränkt ist. Grundsätzlich wird dabei eine Pflanze pro 9 m² empfohlen- das entspricht etwa zwei Pflanzen pro Raum bei normaler Zimmergröße. Im Büro weicht dies natürlich ab. Generell gilt: Je mehr Pflanzen, desto besser die Luft. Kein Wunder, dass Pflanzen genauso zu ergonomischen Maßnahmen gehören, wie es zum Beispiel bei den ergonomischen Bürostühlen der Fall ist, denn beide verbessern effektiv die Qualität der Arbeitsumgebung.


Die Pflanzen nehmen dabei die Luft über kleine Spaltöffnungen in den Blättern auf. Transportsysteme bringen dann alles, was gebraucht werden kann, in die Zellen. Der Rest wird über die Wurzeln in die Erde abgegeben, wo Mikroorganismen diese Stoffe zerlegen und essen. Einige Schadstoffe können sogar in hilfreiche Stoffe wie Glukose umgewandelt werden, die wiederrum bei dem Wachstum der Pflanze helfen können.


Unsere Lieblingspflanzen zur Luftreinigung

Die Grünlilie (Chlorophytum elatum)

Sie absorbiert besonders gut Formaldehyd und Xylol. Die Grünlilie ist pflegeleicht und fühlt sich daher fast überall wohl, sogar wenn du nicht unbedingt einen grünen Daumen hast. Sie hat schmale, grün-weiße Blätter und ist somit sowohl effektiv als auch dekorativ. Das gute an dieser Pflanze ist außerdem, dass man immer wieder Ableger züchten kann. Man braucht also theoretisch nur eine Pflanze und kann diese dann nach und nach immer weiter vermehren. Im Halbschatten und bei etwa 20° Celcius Zimmertemperatur fühlt die Grünlilie sich am wohlsten.


Das Einblatt (Spathiphyllum)

Das Einblatt reinigt effektiv alle zuvor beschriebenen Stoffe aus der Luft. Die Pflanze hat lange Blätter und weiße Blüten und ist etwa ebenso pflegeleicht wie die Grünlilie. Immer wenn das Einblatt seine Blätter hängen lässt, heißt es, dass es Zeit zum Gießen ist. Direkte Sonne ist für die Pflanze eher unpassend, sie mag schattige Orte lieber. Bei einer Temperatur unter 18° Celcius verlangsamt sich das Wachstum der Pflanze, sie ist aber generell nicht sehr kälteempfindlich. Das Einblatt sollte außer Reichweite von Tieren und Kindern platziert werden, das es giftig ist.


Die Aloe Vera (Echte Aloe)

Diese Pflanze produziert auch nachts noch Sauerstoff und eignet sich daher perfekt für das Schlafzimmer. Neben der filternden Funktion hilft die Aloe auch bei kleineren Verbrennungen oder Insektenstichen, wenn man das kühlende Innere eines abgeschnittenen Blattes auf die Stelle hält.

 

Der Drachenbaum (Dracaena marginita/reflexa)

Diese Pflanze hat ein eher exotisches Flair und beseitigt ebenfalls effektiv alle genannten Schadstoffe. Helle und halbschattige Plätze mit einer Temperatur zwischen 19 und 25° Celcius mag er am liebsten, allerdings handelt es sich auch hier um eine giftige Pflanze.

 

Fazit: Pflanzen als ergonomischer Allrounder 

Pflanzen verbessern nicht nur den Sauerstoffgehalt in der Luft, sondern helfen auch dabei, Schadstoffe zu minimieren und mehr Farbe in einen Raum zu bringen. Insgesamt können sie im Büro helfen, die Arbeitsumgebung zu verbessern und für mehr Produktivität und Wohlbefinden zu sorgen.


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