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Osteopathie - eine alternative Heilmethode
10. Nov. 2021
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Beim Begriff Osteopathie denken viele Menschen direkt an Heilpraktiker, die in ihren Praxen nutzlose Behandlungsmethoden anwenden. Tatsächlich verfügt die Osteopathie aber über Ansätze, die auch in anderen Formen der Medizin genutzt werden.


Aber was genau ist Osteopathie eigentlich? Ist Osteopathie effektiv und macht der Gang zum Osteopathen Sinn? Das möchten wir mit diesem Artikel erklären.


Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine alternative Form der medizinischen Behandlung, die sich über viele verschiedene Unterkategorien und Behandlungsmethoden erstreckt. Der Name stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet wörtlich übersetzt “Knochenleiden”. 


Der Ursprung der Osteopathie findet sich in den USA. Andrew Still, ein Arzt aus dem US-Bundesstaat Virginia, entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts einen neuen Ansatz der Medizin: Er betrachtete den Körper als Einheit und legte den Fokus auf eine gesunde Funktionsweise des gesamten Bewegungsapparates.


Im Gegensatz zur modernen Medizin wird bei der Osteopathie größtenteils auf Medikamente verzichtet. Einige Richtungen der Osteopathie setzen sogar auf eine Behandlung komplett frei von Arzneimitteln. Das Heilversprechen der Behandlung basiert oft auf Naturheilkunde und der Wirkung von pflanzlichen Heilmitteln sowie einem großen Fokus auf die Beweglichkeit von Körper und Gelenken.


Der Großteil der osteopathischen Therapien bezieht sich auf Aspekte der manuellen Medizin. Bei dieser Form der Medizin wird vor allem der Bewegungsapparat des Menschen betrachtet. Auch die Osteopathie konzentriert sich auf Krankheitsbilder wie Fehlhaltungen und -stellungen des Körpers. Die eingeschränkte Beweglichkeit und die resultierenden Auswirkungen auf Muskeln, Knochen und Sehnen sollen mithilfe der Osteopathie behandelt werden.


Das Hauptinstrument der Osteopathen sind dabei die Hände. Mit Druck und Massagen versuchen die Mediziner, Blockaden zu lösen und so Fehlstellungen zu korrigieren. Auch, wenn die innere Medizin nicht Bestandteil der Osteopathie ist, können solche Fehlstellungen auch Auswirkungen auf die Organe haben. Daher versuchen Osteopathen, mit ihrer Behandlung die blockierten Wirbel und Gelenke wieder zu lösen und die Lage der Organe wieder zu verbessern.


Rechtlich gesehen ist die Osteopathie ein Teil der Heilkunde. Um als Osteopath in Deutschland arbeiten zu dürfen, müssen Ärzte und Heilpraktier daher einen Heilpraktikerschein erwerben. Die meisten Krankenkassen übernehmen übrigens keine osteopathischen Behandlungen; meist ist hierfür eine Zusatzversicherung nötig. Private Krankenkassen übernehmen die Therapie per Osteopathie hingegen oftmals. 


Ist Osteopathie effektiv?

Wie bei vielen anderen alternativen Behandlungsmethoden, ist auch bei der Osteopathie der Wunsch oft Vater des Gedankens. Viele Behandlungsarten locken mit teilweise unrealistischen Versprechen, die sich bei genauerer Betrachtung als Marketingstrategien entpuppen. Auch angebliche Studien, die die Effektivität belegen, sind oft von osteopathischen Einrichtungen finanziert und daher zumindest zweifelhaft zu betrachten. 


Dennoch können einige Ansätze der Osteopathie durchaus als effektive Behandlungsmethoden angesehen werden. Patienten berichten nach osteopathischen Behandlungen oft über eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation. Ob dies wirklich an der Therapie liegt, ist umstritten. Experten und Studien deuten an, dass es sich dabei um einen Placebo-Effekt handeln könnte. 


Behandlungen der Muskulatur können allerdings zweifelsohne zur Besserung von Beschwerden führen. Denn oftmals werden Symptome durch Verspannungen in der Muskulatur ausgelöst. Hier greift die Osteopathie aktiv ein - und kann somit nachweislich bei der Linderung von Schmerzen und Beschwerden helfen. Daher wäre es falsch, die Osteopathie grundsätzlich als “falsche” Medizin anzusehen.


Zusätzliche Kritik an der Osteopathie gibt es übrigens aufgrund der Einstufung als Heilpraktik. Da gesetzliche Krankenkassen die Leistung einer osteophatischen Behandlung oft nicht übernehmen, müssen Patienten die Kosten für die Sitzungen oft selbst bezahlen. Daher vermuten viele Experten, dass einige Osteopathen bewusst mehr Behandlungsstunden veranschlagen, als benötigt. 


Ohne Frage wird weitere Forschung und weitere Studien nötig sein, um die Effektivität von osteopathischen Behandlungen nachweisen zu können. Zum aktuellen Zeitpunkt ist allerdings festzuhalten, dass viele Ideen der Osteopathie richtig sein könnten. Gerade der Zusammenhang von Bewegungseinschränkungen und anderen atypischen Symptomen wird immer besser erforscht. Im Zuge dieser Forschungen stellt sich oft heraus, dass einige Ansätze der Osteopathie nicht weit von der Wahrheit entfernt liegen. Und für viele Patienten stellt die Osteopathie oftmals einen letzten Lösungsansatz dar, wenn alle anderen Ärzte nicht mehr weiter wissen.


Ist Osteopathie für mich geeignet?

Oft ist es die Verzweiflung, die Betroffene in die Arme von Osteopathen bringt. Und für einige ist die Behandlung beim Heilpraktiker tatsächlich die Lösung, nach der sie lange gesucht haben. Vor allem Patienten, die über Jahre hinweg unter Beschwerden litten, berichten äußerst positiv über osteopathische Behandlungen. Denn wenn andere Fachärzte keinen Grund für bestimmte Symptome finden, kann der Grund für die Beschwerden manchmal ganz banal sein.


So wird bereits seit längerem vermutet, dass auch neurologische Symptome wie Schwindel, Taubheitsgefühle oder Schwächungen der Muskulatur ihren Ursprung in der chronischen Verspannung von Muskulatur und Faszien haben können. Die Betroffenen gehen mit ihren Beschwerden oftmals von Facharzt zu Facharzt, ohne eine richtige Diagnose zu erhalten. Währenddessen bleiben die Symptome bestehen.


Oftmals sind es dann Osteopathen (oder andere Heilpraktiker), die Verspannungen als Ursache für die Symptome ausfindig machen. Eine anschließende Therapie kann dann dabei helfen, die Verspannungen und Blockaden nachhaltig zu lösen und so den Beschwerden entgegenzuwirken. In einigen Fällen konnten diese Behandlungen nachhaltige Erfolge erzielen und Patienten, die bereits seit vielen Jahren unter Beschwerden litten, fühlten sich nach der osteopathischen Behandlung deutlich besser.


Wenn Sie also bereits seit längerem unter Beschwerden leiden, die kein Arzt erklären kann, probieren Sie eine Sitzung beim Osteopathen aus. Das Gute daran: Wenn die Behandlung nichts einbringt, können Sie die weitere Therapie einfach beenden. So entsteht auch ein vergleichsweise geringes finanzielles Risiko, da Sie im Idealfall nur eine einzelne Behandlungsstunde bezahlen müssen. Einen Versuch ist es allemal wert!


Zusammenfassung

Die Osteopathie ist eine Alternativmedizin, die Experten und Fachmänner zugleich spaltet. Während sich heutzutage eine komplett autonome Richtung der Medizin entwickelt hat, die durch Verbände und Gesetze vertreten wird, stehen dem Kritiker und wissenschaftliche Dossiers entgegen. Vor allem die Effektivität der Osteopathie steht dabei oftmals im Zentrum der Diskussionen.


Zweifelsohne kann die richtige Herangehensweise einiger Aspekte der Osteopathie nicht von der Hand gewiesen werden. Der Zusammenhang von Muskelverspannungen und anderen Krankheitsbilder wird immer besser erforscht. So konnte bereits angedeutet werden, dass viele Beschwerden, für die Fachärzte keine Diagnose stellen können, auf Erkrankungen des Bewegungsapparates basieren können. Diesen Zusammenhang sah auch Andrew Still, der Gründer der Osteopathie - und vielleicht hatte er ja doch Recht mit seiner Theorie.


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