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New Work - Wie das Konzept die Bürogestaltung verändert?
07. Apr. 2022
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Das Konzept der New Work, also der neuen Arbeit, existierte schon in den siebziger Jahren, ist allerdings immer noch so aktuell wie nie. New Work soll dabei auf die Entwicklungen der Wirtschaft zu Automatisierung, Globalisierung und Fachkräftemangel eingehen, damit langfristige Lösungen gefunden werden können, um diese Trends positiv zu gestalten oder - im Falle des Fachkräftemangels - zurückzufahren. Während junge Unternehmen meist direkt diese Arbeitsweise übernehmen und quasi damit aufwachsen, halten ältere Unternehmen meist an ihrer ursprünglichen Denkweise fest und behalten zum Beispiel die hierarchischen Strukturen und die klaren Arbeitsanweisungen bei. Das erscheint zwar am Anfang als die einfachste Lösung, kann aber später sogar die Existenz des Unternehmens gefährden, denn besonders in den jüngeren Generationen geht für viele mittlerweile das Wohlbefinden im Unternehmen vor dem Gehalt.

 

Die Schwierigkeit: Amtierende Geschäftsführer müssen loslassen

 

Änderungen einer Firma beginnen meist zuerst mit dem Firmenführer oder CEO. Besonders die konservativen Geschäftsführer lassen dabei jedoch ungern von ihrem Posten ab, den sie wahrscheinlich auch schon seit längerer Zeit besetzen. Genau diese Einstellung gilt es jedoch in der New Work loszuwerden, um mehr Flexibilität des Unternehmens zu schaffen. Statt einem tatsächlichen Chef, der von oben das Geschehen beobachtet, ist das Ziel eher ein Coach oder ein Unterstützer, der zusammen mit den Mitarbeitern als Team arbeitet. Während der CEO dann zwar die Ziele des Unternehmens festlegt, können die Mitarbeiter ganz eigenständig Projekte starten und Teams bilden. Das stärkt vor allem die Innovationskraft und macht das Unternehmen wettbewerbsfähiger. 

 

Bereits in der Bürogestaltung kann man dabei anfangen, indem man das Büro des Chefs nicht unnötig von den anderen Büros abhebt und eine ähnliche Einrichtung nutzt wie an den anderen Arbeitsplätzen. Falls noch nicht geschehen, heißt das manchmal auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter aufzurüsten und auch hier für ergonomische Arbeitsplätze zu sorgen.

 

Teilweise arbeiten die CEOs in dem Konzept auch in demselben Raum wie die Mitarbeiter, um die Transparenz und die Erreichbarkeit zu stärken.

 

Als nächstes die Meetingbereiche ausbauen

 

Um den Mitarbeitern den nötigen Freiraum für eigene Projekte zu geben, sind mehrere kleine Meetingbereiche nötig, in denen die jeweiligen Teams sich regelmäßig treffen können. Gleichzeitig wird dabei auch die Kommunikation zwischen CEO und Arbeitnehmern gestärkt. 

 

Von Vorteil ist hier ein großer Meetingtisch mit genug Stühlen, genug Optionen für Darstellungen und Videokonferenzen sowie eine offene Raumgestaltung, beispielsweise durch Trennwände aus Glas oder auch gar keine Trennwände.

 

Etwa einmal pro Woche sollte man zusätzlich eine Konferenz mit allen Mitarbeitern halten, um sich mit den anderen Projektgruppen auszutauschen und auch, damit der CEO immer den Überblick behält.

 

Desk Sharing und Homeoffice für flexible Arbeitsplätze

 

Nicht jeder Arbeitnehmer muss oder kann immer in das Büro kommen um zu arbeiten. Dass das nicht schlimm ist, hat uns der Anstieg im Homeoffice während Corona gezeigt, wo viele Firmen nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung ganz normal weiterarbeiten konnten. Auch in Zeiten ohne verpflichtendes Home Office kann man sich das zu nutzen machen und so den Arbeitnehmern eine höhere Flexibilität bieten. Der Vorteil ist, dass nicht so viele Schreibtische nötig sind, da sich Arbeitnehmer ganz einfach einen Arbeitsplatz teilen können. Das bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, noch mehr auf die Qualität der Arbeitsplätze zu achten und so beispielsweise höhenverstellbare Tische zu nutzen. Dabei kann man entweder festlegen, welche Mitarbeiter sich welchen Tisch teilen, oder jeden Mitarbeiter sich einfach einen freien Arbeitsplatz suchen lassen, wenn er oder sie im Büro arbeiten möchte. Besonders für Arbeiter auf dem Land ist es außerdem attraktiv, wenn das Unternehmen einige Co-Working-Spaces anmietet. Das bietet ihnen die Ausrüstung des Büros, ohne einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen zu müssen.

 

Wenn ab und zu beide Mitarbeiter im Büro arbeiten wollen, ist das kein Problem, denn Bürotische sind meistens auch groß genug, um ganz gemütlich zwei Laptop darauf zu platzieren. Diese gemeinsamen Arbeitsplätze führen dann zu mehr Kommunikation und ermöglichen auch im kleinen Rahmen ein gemeinsames Projektmanagement. Falls zu wenig Platz sein sollte, ist außerdem auch immer die Möglichkeit, dass einige Mitarbeiter in den Konferenzräumen arbeiten.

 

Viele New Work Unternehmen helfen zudem bei der Einrichtung des Homeoffice, wobei auch hier der Fokus auf Ergonomie liegt. Grundsätzlich gilt, dass das Unternehmen umso mehr Kosten übernimmt, desto mehr Zeit der Arbeitnehmer im Homeoffice verbringt. Außerdem ist es oft nötig, das System, in dem die Leistung der Arbeitnehmer gemessen wird, zu verändern. Teilweise lassen sich auch von Zuhause aus Softwares zur Zeitmessung nutzen, allerdings funktioniert das nur mit Vertrauen. Alternativ kann man die Arbeitsleistung nehmen, um die Produktivität zu messen und so zum Beispiel pro Projekt bezahlen. 

 

Kreativbereiche ausbauen

 

Wer sich zu viel stresst, verliert oft auch an Kreativität und das schränkt die Ideenfindung ein. Die Ideen sind dabei von einer Firmenrutsche zwischen den Etagen bis hin zu einem Schaukelplatz vielseitig und hängen ganz von der Vorliebe des Unternehmens ab. Ziel ist es, die Arbeit mit Spaß zu verbinden und so die Motivation der Arbeitnehmer zu steigern. Ein einfacheres Beispiel wäre ein Tischkicker in der Küche, an dem Arbeitnehmer potenzielle Meinungsdifferenzen ausspielen können.

 

Auch ein Loungebereich bietet eine gute Möglichkeit, damit Arbeitnehmer auch nach dem Dienstschluss zusammen entspannen können und damit so der Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens wächst.

 

Fazit

 

New Work bietet die Möglichkeit einer zukunftsorientierten, gesunden und angenehmen Arbeitsweise, die sich ganz natürlich an das Individuum und dessen Bedürfnisse anpasst. Allerdings gibt es auch im Zusammenhang mit New Work Herausforderungen, die nicht einfach mit einem Loungebereich geregelt werden können - so zum Beispiel der Zusammenhalt auch mit den Mitarbeitern, die überwiegend von zuhause aus arbeiten. Auch wenn der CEO einen anderen Stellenwert hat, ist dies noch immer eine seiner elementaren Aufgaben.

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