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Nachhaltige Ernährung: Zuhause gesund und nahrhaft kochen

12 April. 2024

Es gibt so viele verschiedene Diäten, ob Sie nun abnehmen, zunehmen oder sich mit der Keto-Diät wie unsere Vorfahren ernähren wollen. Nachhaltige, oder oft auch grüne Ernährung genannt, ist dagegen nicht nur ein weiterer Ernährungstrend, den man dieser Liste hinzufügen könnte - sie bedeutet einfach eine gesunde und nachhaltige Ernährung, die gut für Sie und den Planeten ist.

Die Vereinten Nationen definieren nachhaltige Ernährung als "Ernährung mit geringen Umweltauswirkungen, die zur Lebensmittel- und Ernährungssicherheit und zu einem gesunden Leben für heutige und künftige Generationen beiträgt". Mit anderen Worten: Bei grüner Ernährung geht es nicht nur darum, sich heute gesund zu ernähren, sondern auch dafür zu sorgen, dass unsere Kinder und Enkelkinder noch nahrhafte Lebensmittel essen können.

Wie ernährt man sich nachhaltig?

Eine Möglichkeit sich nachhaltig zu ernähren ist die planetarische Gesundheitsdiät (PGD) - eine Ernährungsweise, die unsere langfristige Gesundheit mit dem Wohlergehen des Planeten verbindet. Sie wurde von der Eat-Lancet Commission, einer Gruppe führender Wissenschaftler, mit dem langfristigen Ziel entwickelt, eine wachsende Weltbevölkerung mit guten Lebensmitteln zu versorgen.

Allerdings sind die Vorgaben der PGD ziemlich präskriptiv: Sie müssen sich an tägliche Zielvorgaben für Fleisch, Fisch, Getreide, Obst, Zucker, Nüsse, Gemüse, stärkehaltiges Gemüse halten... daher leider nichts für Leute, die es gerne einfach haben. Oder Sie entscheiden sich für das Green Food Project des Vereinigten Königreichs, das allgemeinere Richtlinien enthält.

Diese 2012 ins Leben gerufene Regierungsinitiative hat acht Schlüsselprinzipien für eine gesunde und nachhaltige Ernährung festgelegt. Sie lauten:

1. Ernähren Sie sich abwechslungsreich und ausgewogen, um ein gesundes Körpergewicht zu halten.

2. Essen Sie mehr pflanzliche Lebensmittel, darunter mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag.

3. Schätzen Sie Ihre Lebensmittel. Fragen Sie danach, woher sie kommen und wie sie produziert werden. Verschwenden Sie sie nicht.

4. Mäßigen Sie Ihren Fleischkonsum und essen Sie mehr Erbsen, Bohnen, Nüsse und andere Eiweißquellen.

5. Wählen Sie Fisch aus nachhaltigen Beständen. Auch hier sind Saisonalität und Fangmethoden wichtig.

6. Nehmen Sie Milch und Milchprodukte in Ihre Ernährung auf oder suchen Sie nach pflanzlichen Alternativen, auch solchen, die mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind.

7. Trinken Sie Leitungswasser.

8. Essen Sie weniger Lebensmittel, die viel Fett, Zucker und Salz enthalten.

Auch wenn das Green Food Project einfacher zu befolgen ist als das PHD, kann es sich anfühlen, als ob man viele Änderungen auf einmal vornehmen müsste. Zum Glück sind Sie nicht dazu gezwungen, von einem auf den anderen Tag Ihre komplette Ernährung von Grund auf umzustellen. Wir haben einige der Aspekte zusammengefasst, die die größte nachhaltige Wirkung haben. Wenn Sie es schaffen, diese zu befolgen, haben Sie bereits viel geschafft und können, Ihre Ernährung in der Zukunft noch weiter optimieren. Denken Sie daran, für Sie und die Umwelt ist es besser nur ein wenig zu ändern, als gar nichts zu ändern. Es ist also nicht nötig, direkt alles perfekt umzusetzen, solange Sie überhaupt daran arbeiten. Hier also einige der Punkte, mit denen Sie Ihre Ernährung nachhaltiger und gesünder gestalten können.

Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum

Untersuchungen zeigen immer wieder, dass rotes Fleisch und Milchprodukte zu den umweltschädlichsten Lebensmitteln gehören - zusammen verursachen sie 55 Prozent der gesamten weltweiten landwirtschaftlichen Emissionen. Die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung hat sich als eine der effektivsten Möglichkeiten erwiesen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Die Verringerung des Verzehrs von rotem Fleisch hat auch eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen. Zu viel rotes Fleisch wird mit Darmkrebs, hohem Cholesterinspiegel und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Sie müssen nicht gänzlich auf Fleisch verzichten: Es hilft bereits, weniger zu essen und beispielsweise Rind- und Lammfleisch durch Schweine- und Hühnerfleisch zu ersetzen.

Essen Sie mehr pflanzliche Nahrungsmittel

Eines der klassischen Argumente gegen eine Reduzierung des Fleischkonsums ist, dass pflanzliche Proteine nicht genügend Nährstoffe enthalten - aber das stimmt nicht.

Die British Dietetic Association (BDA) sagt: "Die Qualität und Quantität der Proteine wird nicht beeinträchtigt, wenn man sich mehr pflanzlich ernährt. Pflanzen enthalten alle essenziellen Aminosäuren, und eine Ernährung, die ausschließlich auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert und den täglichen Energiebedarf deckt, deckt auch den Bedarf an essenziellen Aminosäuren.

Und nach der Auswertung einer Reihe großer Studien kamen Forscher der Universität Oxford zu dem Schluss, dass eine pflanzliche Ernährung eine schützende Wirkung gegen Herzkrankheiten hat, das Risiko, an Diabetes zu erkranken, verringern kann und vor anderen Krankheiten wie Katarakt und Nierensteinen schützt.

Trinken Sie lieber Leitungswasser als Softdrinks

Auch Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte erzeugen viele Treibhausgase, während Wasser zusammen mit Tee und Kaffee eine der geringsten Mengen erzeugt. Das liegt daran, dass für die Herstellung und den Transport von Erfrischungsgetränken viel Energie verbraucht wird, während Säfte Chemikalien wie Pestizide und Düngemittel benötigen, um die Früchte anzubauen.

Wenn man die Auswirkungen auf unsere Gesundheit mit einbezieht, ist das Argument für den Verzicht auf kohlensäurehaltige Getränke noch stärker. Sie werden mit Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten, Karies und sogar einigen Krebsarten in Verbindung gebracht.

Aber wenn man Limonaden durch Wasser ersetzt, bedeutet das nicht, dass man mehr Wasser aus Flaschen trinken muss. Einweg-Plastikflaschen gehören heute zu den größten Umweltverschmutzern auf der ganzen Welt. Bleiben Sie also bei Leitungswasser - und haben Sie immer eine wiederverwendbare Wasserflasche dabei -, um Ihren Einfluss auf den Planeten weiter zu verringern.

Warum sollte man sich nachhaltig ernähren?

Die Auswirkungen des Klimawandels sind unbestreitbar: Hitzewellen, Überschwemmungen und die Erwärmung der Ozeane werden immer häufiger und extremer. Dies wiederum wirkt sich auf die Arten von Lebensmitteln aus, die in Zukunft verfügbar sein werden. Eine grüne Ernährung kann jedoch dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltige Lebensmittelversorgungskette aufzubauen.

Derzeit ist die Art und Weise, wie die meisten unserer Lebensmittel produziert werden, nicht nachhaltig. Unser derzeitiges Lebensmittelsystem ist für etwa ein Drittel (34 Prozent) aller weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, wobei allein die Fleischproduktion Berichten zufolge fast 60 Prozent dieses Kohlenstoff-Fußabdrucks verursacht.

Leider geht es nicht nur um Kohlenstoffemissionen. Die Nahrungsmittelproduktion, insbesondere die Landwirtschaft, ist auch eine der Hauptursachen für die Abholzung der Wälder, die Überfischung, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Verschmutzung von Böden und Gewässern weltweit. All dies führt zu globaler Erwärmung, extremen Wetterereignissen, Wasserknappheit und (letztendlich) Nahrungsmittelknappheit für alle.

Um diese Umweltauswirkungen zu verringern, müssen wir die Art und Weise, wie wir unsere Lebensmittel produzieren und konsumieren, ändern. Die gute Nachricht dabei ist, dieser Wandel kann auch gut für unser Wohlbefinden sein.