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Lärm reduzieren - Ergonomie Schaffen | So eliminierst du Störfaktoren im Büro
21. Mar. 2022
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Wohl kaum etwas lenkt beim Arbeiten so sehr ab wie Lärm im Büro. Gerade bei langfristigen Bauarbeiten, bei denen täglich die Säge oder der Hammer in den Ohren dröhnt, ist Konzentration so gut wie unmöglich. Die Definition von Lärm geht allerdings noch viel weiter: Lärm ist Schall, der als unangenehm, störend oder belästigend empfungen wird, gefährdet oder schädigt. Die fernen Geräusche von Bauarbeiten sind im Idealfall nur störend oder unangenehm, allerdings wird anhand bestimmer Dezibel-Werte auch festgelegt, ab wann Gefährungen oder Schädigungen, die sogar dauerhaft sein können, auftreten. 

Während diese Gefährungen objektiv anhand von Dezibel-Werten festgemacht werden können, ist Störung und Belästigung sehr subjektiv für die jeweilige Person.

Die Herausforderung ist es, allen Personen einen angenehmen Geräuschpegel zu schaffen und so die Konzentration zu erhöhen.


Lärm minimieren ist ein ergonomisches Prinzip

Neben Dingen wie ergonomischen Bürostühlen, an die wohl viele als erstes bei Ergonomie denken, gehören auch Faktoren wie Beleuchtung und eben auch Lärm zu den Aufgaben der “Regeln für menschenfreundliche Arbeit”, wie man Ergonomie grob übersetzen kann. Während in Produktionshallen vor allem von Lärm im eigentlichen Sinne gesprochen wird und Ohrenschützer als Maßnahme für Schalldämmenung genutzt werden, kann im Büro bei ruhiger, konzentrierter Arbeit Lärm etwas ganz anderes bedeuten. Hier kann man bereits von Geräuschen auf normaler Lautstärke gestört werden, wenn man eine Person ist, die Ruhe beim Arbeiten braucht und genau hier liegt die Herausforderung.


Gespräche als Lärmquelle: Störfaktor Nummer 1 im Büro

Hier entsteht ein klares Dilemma. Auf der einen Seite sind Gespräche innerhalb des Büros natürlich nötig, um sich mit Kunden und zwischen den Abteilungen telefonisch, innerhalb der Abteilung auf persönlichem Wege, abzusprechen und die Arbeit besser zu koordinieren. Gleichzeitig wird jede Person, die gerade an einer Aufgabe arbeitet, potenziell Gesprächsfetzen mitbekommen und auf Grund der Natur des menschlichen Gehirns auf einmal, sei es durch Neugierde oder Langeweile, vermutlich auch zu Teilen dort zuhören. Selbst wenn man nicht mit Absicht zuhört, kriegt man während der Arbeit doch immer wieder Gesprächsfetzen mit, die einen aus dem Arbeitsfluss bringen. Die Ohren lassen sich immerhin nicht einfach so schließen, wie es bei den Ohren möglich ist und so kann man ohne Hilfsmittel nicht viel tun, um dem Lärmreiz zu entkommen.


Natürlich gab es durch den Wechsel von Schreibmaschinen und Nadeldruckern zu Computern und Laserdruckern bereits eine große Verringerung des Lärmpegels. Damals waren selbst Gespräche teilweise nur schwer verständlich. Umso mehr fallen Gespräche jedoch jetzt auf, wo die Umgebungslautstärke bereits leiser geworden ist. Es lässt sich schließen, dass mit Lärm nicht nur die Lautstärke im allgemeinen gemeint ist, sondern dass auch der Inhalt des Lärms, in diesem Fall die Worte, als Störfaktor dienen können. Gleichbleibende Töne wie zum Beispiel das Rauschen der Klimaanlage oder das Tippen der damaligen Schreibmaschine sind so nicht zu ablenkend wie ein einfaches Gespräch auf Zimmerlautstärke.


Stellschrauben im Büro für weniger Lärmbelastung

Direktschall

In Büros kommen Telefonate oft zu Stoßzeiten. In dieser Zeit ist die Lärmbelastung dann meist besonders hoch und die Lautstärke schaukelt sich langsam nach oben, weil jeder das Gefühl hat, er müsse lauter reden, um noch verstanden zu werden - der sogenannte “Lombard-Effekt”. Doch es wird nicht nur die Lautstärke erhöht, sondern auch die Tonlage verändert sich. Im schlimmsten Fall kann der Arbeitnehmer am Telefon dann aggressiv klingen, obwohl das eigentlich gat nicht so gemeint ist. Das kann auch bei dem Unternehmer zu Verlusten führen, weil es die Kunden unzufrieden stimmt.

Nachhall-Zeiten

Genaueres nachlesen kann man in der DIN 18041, wo für unterschiedliche Raumtypen aufgeführt wird, wie man die Basis einer guten Akustik schaffen kann. Ganz allgemein kann man sagen, dass harte Flächen den Schall eher zurückwerfen und damit höhere Nachhallzeiten schaffen. Bei einer geringeren Nachhallzeit wird allerdings die Verständlichkeit des Gesprochenen erhöht. Es folgt, dass auch leisere Gespräche bereits gut verständlich sind und der Lärmpegel dadurch sinkt, dass alle leiser reden können.


Lösungen gegen Bürolärm

Eine der effektivsten Lösungen ist, absorbierende Material zu nutzen, denn diese reduzieren die Nachhallzeiten und führen durch die geringere Lautstärke, die benötigt wird, auch zu einem geringeren Direktschall. Auch in der Industrie der Büromöbel wird zunehmend darauf geachtet, sodass ergonomische Stühle zum Beispiel eher aus Leder oder synthetischen, weichen Stoffen bestehen, als zum Beispiel aus hartem Plastik. Die sogenannten Absorber sollten im Büro möglichst nah am Versender angebracht sein, um die Frequenzen möglichst effektiv zu dämpfen. Häufig werden Absorber an Mauern oder Betondecke angebracht, ebendiese Flächen, die durch ihre harte Oberfläche sonst besonders viel Schall zurückwerfen würden.


Hilfreich ist es ebenfall, auf genügend Abstand zwischen den Arbeitnehmern zu achten, denn eins der natürlichsten Mittel, um Schall zu verringern ist, die Entfernung zu erhöhen. Schall baut sich über die Distanz ab. Von Bürotischen in Blöcken wird daher aus sicht der Lärmverminderung dringends abgeraten. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls oft dazu geraten, die Schallfrequenzen zu blockieren, was besonders bei eher kleinen Büros sogar eine Alternative zu den Distanzen darstellen kann. Besonders oft genutzt werden Schränke oder Zonierungselemente, die je nach Größe bis zu 6 dB(A) dämpfen können. Wichtig ist in diesem Fall allerdings, dass die Arbeitsabläufe nicht dadurch gestört werden, dass die Trennelemente auf einmal dort stehen, wo vorher viel Kommunikation möglich war. Hier würde die Arbeit nur unnötig erschwert werden, indem man immer wieder um die Trennelemente herum laufen müsste.

 

Fazit: Lärm im Büro

Lärm im Büro muss nicht zwangsweise einfach nur eine hohe Lautstärke heißen, es kann auch genauso gut der Inhalt der Geräusche sein, der als störend wirkt und somit trotzdem unter die Definition des Lärms und unter die Aufgabe der Lärmdämmung fällt. Effektive Stellschrauben, um den Lärm zu vermindern, sind eine Erhöhung der Distanzen zwischen Arbeitsplätzen, mehr Abschirmung und absorbierende Materialien.

Abstände der einzelnen Büroarbeitsplätze erhöhen


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