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Klimakatastrophen: Ist der Klimawandel Schuld?
28. Jul. 2021
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2020 war mit Sicherheit kein gutes Jahr für den Großteil der Bevölkerung. Die Pandemie und ihre Folgen betrafen so gut wie jeden Menschen in Deutschland, vom schulpflichtigen Kind bis hin zum Unternehmer und Politiker. Entsprechend groß waren die Hoffnungen für das Jahr 2021. Und auch wenn die Lage bezüglich Corona etwas besser aussieht als noch vor 12 Monaten, gibt es dieses Jahr eine neue Bedrohung: Extreme Wetterlagen.

Die Bilder von überfluteten Ortschaften, schwimmenden Autos und zerstörten Häusern in Deutschland gingen um die Welt. Die Berichte von Temperaturen jenseits der 40° C in Kanada inklusive Todesfällen durch die extreme Hitze schockten Menschen rund um den Globus. Und auch im Death Valley in den USA wurde kürzlich mit 54,4° C die höchste Temperatur seit mindestens 100 Jahren gemessen.

Zweifelsohne spielten sich in diesem Jahr bereits viele Naturkatastrophen ab, die uns schockieren. Und auch, wenn die Fotos ein dunkles Bild zeichnen: Die Hoffnung ist noch am Leben. Denn es gibt Wege, um den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen.

Mit diesem Artikel möchten wir auf ein paar möglichen Gründe für Naturkatastrophen eingehen und Wege zeigen, mit denen man den Folgen des Klimawandels entgegenwirken kann.

 

Extreme Wetterlagen sind keine Seltenheit

Naturkatastrophen gab es immer und wird es auch immer geben. Egal ob das Sumatra-Andamanen-Beben von 2004, dem über 250.000 Menschen im Pazifikraum zum Opfer fielen, oder die Thüringer Sintflut, die im Jahr 1613 über 2000 Menschenleben (eine für damalige Verhältnisse große Zahl) forderte: Naturkatastrophen sind Teil des Lebens auf der Erde.

Dennoch kann man den Eindruck gewinnen, dass die Häufigkeit solcher Katastrophen in den letzten Jahren zugenommen hat. Hier könnte uns aber auch unsere Wahrnehmung einen Streich spielen: Durch eine größere Berichterstattung erfahren wir auch in Deutschland von signifikanten Stürmen und Erdbeben, die in komplett anderen Teilen der Erde stattfinden.

Für einige ist die steigende Anzahl der klimabedingten Katastrophen ein Anzeichen für das Ende der Welt. Andere wiederum glauben, dass sich die Natur mit solchen extremen Wetterlagen gegen ihre Zerstörung durch den Menschen wehrt. Wissenschaftliche Belege für eine dieser beiden Thesen gibt es aber nicht. Stattdessen ist es wichtig, Katastrophen immer im Kontext zu betrachten.

Als die Hitzewelle 2003 zu unerträglichen Temperaturen und Toten in Europa führte, begann hierzulande die öffentliche Diskussion um die Rolle des Klimawandels in solchen Wetterlagen. Im Rahmen der Untersuchung werteten Klimaforscher die Daten seit Beginn der Wetteraufzeichnung aus. Und tatsächlich war der Sommer 2003 im Schnitt 3,4 Grad wärmer als der Sommer im Zeitraum von 1961 bis 1990. Im Anschluss an diese Entdeckung begannen Forscher, den Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und extremen Wetterlagen genauer zu beobachten. 

 

Mehr Klimakatastrophen sind möglich

Besonders das Schmelzen der Polarkappen hat in den letzten Jahren für mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Auch wenn hier viele der möglichen Folgen noch hypothetischer Natur sind, sind sie nicht weniger erschreckend: Ein ungehindertes Schmelzen der Pole könnte zu einem dramatischen Anstieg der Weltmeere und Flüsse führen. Die Folge wären Überschwemmungen unerwarteten Ausmaßes, die die Fluten von Ahrweiler in den Schatten stellen könnten. Ganze Städte, Regionen und Länder könnten den Wassermassen zum Opfer fallen.

Auch die Auswirkungen auf die Temperaturen könnten in bestimmten Regionen der Welt zu verheerenden Konsequenzen führen. Dabei erleben wir bereits jetzt einige dieser Effekte: Neben dem bereits erwähnten Sommer von 2003 kommt es in vielen Gebieten der Welt regelmäßig zu unerträglich hohen Temperaturen. Dies hängt nach Ansicht vieler Forscher direkt mit der Erderwärmung zusammen. Auch die Atmosphäre, die seit der Industrialisierung mit hohen Maßen von Treibhausgasen gefüllt wird, trägt ihren Teil dazu bei: Da sie wie eine Art Glocke über der Erde hängt, treibt sie die Erwärmung der Erde weiter voran.

Neben hohen Temperaturen und Hitzewellen sind aber auch Klimakatastrophen ganz anderer Art möglich: Eine erhitzte Luft ist immer ein idealer Nährboden für Tornados, schwere Gewitter und Stürme. Durch eine Veränderung des Klimas können diese extremen Wetterlagen auch in Regionen auftreten, die bisher traditionell von solchen Katastrophen verschont blieben. So prognostizieren Forscher und Experten, dass Tornados, wie man sie aus der Karibik oder den USA kennt, schon sehr bald auch in Mitteleuropa (und damit auch Deutschland) regelmäßig auftreten könnten. 

 

Was kann man gegen Naturkatastrophen tun?

Ob der Klimawandel allein schuld an Situationen wie der Flutkatastrophe in Deutschland oder den Hitzewellen in Kanada und den USA sind, ist umstritten. Unumstritten ist allerdings die Tatsache, dass die Erderwärmung sicherlich ihren Teil zu solch extremen Wetterlagen beiträgt.

Bereits seit vielen Jahren warnen Forscher und Experten vor den möglichen Folgen der Erderwärmung. Dunkle Szenarien wie Naturkatastrophen oder Regionen, die infolge des veränderten Klimas unbewohnbar werden, wurden lange Zeit belächelt. In den vergangenen Jahren ist die Möglichkeit von solchen Extremsituationen aber wieder genauer betrachtet worden.

Auch die Politik ist in den letzten Jahren beim Thema Klimaschutz hellhörig geworden. Mehr und mehr Wahlprogramme nehmen Umweltschutz als Punkt auf. Ob es sich dabei um eine Form der Wahlpropaganda oder legitime Bedenken handelt, ist in manchen Fällen zumindest fraglich. Im gleichen Rahmen werben auch immer mehr Unternehmen und Firmen für Klimaneutralität und eine Reduzierung der CO2 Emissionen. Auch, wenn die Echtheit solcher Aussagen immer etwas fragwürdig ist, ist es zumindest eine gute Idee, solche Themen öffentlich anzusprechen.

Leider ist vielen Menschen nicht die Dringlichkeit des Umweltschutzes bewusst. Viele Studien und Prognosen sprechen von Ereignissen, die wohlmöglich erst in 30, 50 oder gar 100 Jahren als Folge des Klimawandels auftreten können. Uns allen muss aber bewusst sein, dass die Generationen nach uns unter diesen Folgen leiden werden. Und auch, wenn man keine Kinder hat, ist es moralisch fragwürdig, keinen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten zu wollen. Auch, weil einige der Folgen bereits im Hier und Jetzt auftreten.

Zweifelsohne sollte es jedermanns Pflicht sein, zum Klimaschutz beizutragen. Denn nur, wenn jeder mithilft, von der einzelnen Person bis hin zur Staatsführung, können wir unsere ambitionierten Klimaziele auch erreichen.

 

Zusammenfassung

Die Fluten von Ahrweiler und anderen Städten haben uns auch in Deutschland die Möglichkeit von Klimakatastrophen vor Augen geführt. Wie groß der Anteil des Klimawandels an solchen Extremsituationen ist, wird dabei kontrovers diskutiert. Fakt ist aber: Die Erderwärmung bietet einen guten Nährboden für Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürme und Tornados. Wenn wir unseren Planeten noch möglichst lange genießen und unseren Nachfahren nicht nur Schutt und Asche übrig lassen wollen, müssen wir unseren Fokus auf den Klimaschutz richten.

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