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Katzenallergie: Ursachen, Symptome und Behandlung
05. Aug. 2021
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Woran erkennen Sie eine Katzenallergie? Wie genau werden die allergische Reaktionen ausgelöst? Und was können Sie tun, wenn Sie unter einer Katzenallergie leiden? Mit diesem Artikel beantworten wir einige Fragen zur Allergie gegen Katzen.

Die Katze ist das beliebteste Haustier in Deutschland. Nach Schätzungen von Statista lebten 2020 etwa 15,7 Millionen Stubentiger in den deutschen Haushalten. Damit ist die Katze sogar beliebter als der Hund, der oftmals als bester Freund des Menschen angepriesen wird.

Aber nicht jeder Mensch kommt mit Katzen gut aus. Viele Menschen hierzulande haben eine Katzenallergie, oft fälschlicherweise als Katzenhaarallergie bezeichnet, und entwickeln im Umfeld von den Vierbeinern allergische Reaktionen. Aber wie genau wird eine Katzenallergie ausgelöst? Und wie können Sie eine Allergie erkennen? Mit diesem Artikel möchten wir den Gründen für die Allergie gegen Katzen auf den Grund gehen und Ihnen erklären, wie Sie im Fall einer Katzenallergie trotzdem mit den Vierbeinern koexistieren können.

 

Ursachen einer Katzenallergie

Oft werden die Haare der Katze als Auslöser für eine Allergie schuldig gemacht. Dabei sind es nicht die Katzenhaare, die bei Allergikern die Tränen laufen lassen, sondern Allergene, die sich im Speichel und anderen Körperflüssigkeiten der Katze finden lassen. Dies sind in der Regel bestimmte Eiweiße, die über die Luft in die Atemwege von Allergikern gelangen und dort die Reaktionen und Symptome auslösen. Ähnlich wie bei einer Hausstauballergie entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit Probleme bei der Atmung, verbunden mit Niesen und Husten.

Dabei spielt es übriges keine Rolle, ob die Katze im gleichen Raum ist: Da sich die Allergene auch in Bereichen wie dem Katzenklo festsetzen, reicht es, wenn die Katze kurz zuvor in demselben Zimmer war, in dem sich der Allergiker aufhält. Somit ist der Besuch von Haushalten mit Katzen für Leute mit Katzenallergie oft eine Qual, die nicht selten mit den typischen Symptomen quittiert wird.

 

Wie Sie eine Katzenallergie erkennen

Grundsätzlich lässt sich eine Allergie gegen Katzen sehr leicht erkennen. Wenn Sie bei der Präsenz einer Katze unter Symptomen wie tränenden Augen, laufender Nase oder einem verstärkten Nies- und Hustenreiz leiden, liegt vermutlich eine Katzenallergie vor. Auch Rötungen der Haut als Folge von Kontakt mit Katzen sind keine Seltenheit.

Aufschluss gibt in der Regel ein Allergietest beim Arzt. Hierfür kommen je nach Auftreten der Symptomen der Dermatologe oder der HNO (Hals-Nase-Ohren Arzt) infrage. Beim Test punktiert der Arzt die Haut mit einer feinen Nadel und tropft anschließend eine Flüssigkeit, die die typischen Katzenallergene enthält, auf die Einstichstelle. Nach kurzer Wartezeit entwickeln sich bei vorliegender Allergie typischerweise eine Rötung und Juckreiz an der getesteten Stelle. So lässt sich sehr präzise und sicher feststellen, ob eine Allergie gegen Katzen vorliegt.

Übrigens: In besonders schlimmen Fällen kann eine Katzenallergie eine schwere Reaktion wie allergisches Asthma auslösen. Auch, wenn der Großteil der Symptome der Allergie relativ milde ist, so ist gerade bei asthmatischen Anfällen nicht zu spaßen. Daher sollten Sie, wenn Sie bei sich solche Symptome feststellen, Katzen unbedingt meiden!

 

Leben mit einer Katzenallergie

Für viele Tierliebhaber ist die Allergie gegen das gewünschte Haustier sicherlich eine niederschmetternde Diagnose. Wer sich schon immer eine Katze als treuen Begleiter gewünscht hat, der muss sich mit der enttäuschenden Allergie aber nicht zufrieden geben. Gerade heutzutage gibt es viele gute Wege, um eine Katzenallergie zu beheben.

Hier steht in erster Linie eine Hyposensibilisierung im Raum. Bei dieser Therapie wird die Allergie über einen längeren Zeitraum bekämpft: Durch die Verabreichung von einer kontrollierten Dosis der Allergene wird das Immunsystem dazu trainiert, nicht mehr mit den typischen Allergiesymptomen auf die Katze zu reagieren. Das Resultat sind eine Linderung der Beschwerden bis hin zu einem vollständigen Rückgang der Symptome.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Arten der Hyposensibilisierung: Bei der ersten Variante, der subkutanen Immuntherapie, wird dem Allergiker in regelmäßigen Abständen eine Spritze verabreicht. Hierfür ist ein Besuch beim Arzt erforderlich, was abhängig vom Standort des Arztes zeitaufwändig sein kann. Die zweite Variante bietet sich für alle an, die entweder Angst vor Spritzen haben oder nicht regelmäßig zum Arzt gehen möchten: Die sublinguale Immuntherapie. Hier wird eine Tablette oder Tropfen unter der Zunge des Patienten platziert und nach ca. 1-2 Minuten geschluckt.

Unabhängig von der Wahl der Therapie muss man mit einem Zeitraum von 3 Jahren rechnen, bis die Hyposensibilisierung abgeschlossen ist. Dabei muss aber immer beachtet werden, dass nicht jeder auf die Immuntherapie anspringt. In einigen Fällen lassen sich die Symptome nur wenig lindern, während in anderen Fällen die allergischen Reaktionen nach der Hyposensibilisierung zurückkehren. Auch, wenn ein kompletter Rückgang der Allergiesymptome nicht garantiert werden kann, haben beide Methoden der Immuntherapie in der Vergangenheit großartige Ergebnisse erzeugt. Viele Menschen können heute Dank der Hyposensibilisierung endlich näheren Kontakt zu Katzen suchen oder sich gar eine Hauskatze anschaffen.

Für die kurzfristige Behandlung der Symptome gibt es auch spezielle Tabletten, die die allergische Reaktion auf Katzen unterdrückt. Somit ist ein temporärer Umgang mit den Tieren gegeben, obwohl der Effekt meistens nicht lange anhält. Diese Medikamente sind eher dazu geeignet, die Symptome bei einer allergischen Reaktion zu lindern. Wer beispielsweise einen Freund oder Bekannten besucht, der Katzen hält, kann mithilfe dieser Tabletten den üblichen unangenehmen Begleiterscheinung der Katzenallergie vorbeugen.

Die nächste Methode zur Behandlung einer Katzenallergie wird sicherlich nicht jedem gefallen, stellt aber wohl die effektivste Methode zur Therapie gegen eine Allergie dar: Das Vermeiden von Katzen. Da auch bei einer Hyposensibilisierung immer die Gefahr besteht, dass die Symptome der Allergie wieder zurückkehren, ist das Halten einer Katze trotz bestehender Allergie eine Frage von Nutzen und Kosten. Wer sich einen neuen Stubentiger angeschafft hat und plötzlich feststellt, dass man allergisch gegen Katzen ist, der wird sich wohl oder übel von der Katze trennen müssen. Ansonsten drohen regelmäßig tränende Augen und Schnupfensymptome, bis hin zu Asthma.

 

Zusammenfassung

Die Diagnose Katzenallergie ist für viele Tierfreunde ein schwerer Schlag. Viele Menschen sind gegen das beliebteste Haustier Deutschlands allergisch und sollten daher den Kontakt mit Katzen meiden. Aber es gibt mittlerweile auch Mittel und Wege, um einer Allergie zu trotzen. Dank Hyposensibilisierung besteht zumindest die Möglichkeit, doch eine Toleranz gegenüber den Allergenen aufzubauen. Somit steht, erfolgreiche Immuntherapie vorausgesetzt, auch der Anschaffung einer Hauskatze nichts im Wege.

 

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