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Jobsharing als neues Arbeitszeitmodell - Vorteile und Nachteile für Arbeitnehmer und -geber
07. Jun. 2022
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Während die Arbeit in Vollzeit immer unbeliebter wird, erreicht das Jobsharing immer mehr Popularität. Dabei geht es darum, einen normalen Vollzeitjob, der sonst von einer Person durchgeführt werden würde, zwischen mehreren Mitarbeitern aufzuteilen. Besonders üblich ist das, wenn Mitarbeiter sich noch neben der Arbeit engagieren und dafür Zeit brauchen oder wenn eine Familiengründung ansteht, der Mitarbeiter allerdings nicht komplett aufhören will zu arbeiten. Als neues Arbeitszeitmodell bietet das Jobsharing den Arbeitnehmern so viel Flexibilität und hilft, die Herausforderungen des Lebens besser zu meistern. Besonders vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Burnout-Raten und der Orientierung der jüngeren Generationen hin zu einem guten Leben statt hin zu einem hohen Gehalt ziehen so viele Mitarbeiter mittlerweile das Teilzeitangebot dem Vollzeitjob vor, selbst wenn das heißt, dass das Gehalt pro Monat geringer ausfällt.

Der Job muss dabei nicht immer in zwei Teilzeitstellen aufgeteilt werden, sondern kann auch mehr als zwei Mitarbeiter beinhalten. Dann kann zum Beispiel ein Mitarbeiter mit ein paar weniger Stunden als bei einem Vollzeitjob arbeiten, während er oder sie durch einen Mitarbeiter, der in einer Minijob-Stelle angestellt ist, unterstützt wird. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, die Arbeitszeiten und das Pensum an Arbeitszeit ganz flexibel an den Arbeitsplatz und die jeweiligen Bedürfnisse des eigenen Lebens angepasst werden. So muss eine Person, die an einer Therapieeinrichtung arbeitet, zum Beispiel meistens nur für bestimmte Patienten zur Verfügung stehen. Wenn diese in anderen Veranstaltungen involviert sind oder außerhalb der Einrichtung unterwegs ist, ist die Zeit, die die arbeitende Person dann in der Einrichtung bleiben würde, verschwendete Zeit, die genauso gut durch ehrenamtliches Engagement oder durch mehr Zeit mit der Familie oder mit anderen Personen, die einem wichtig sind, genutzt werden können. 

Vorteile des Jobsharings für den Arbeitnehmer

Arbeitnehmer freuen sich bei dem Jobsharing oft über die zusätzliche Freizeit und Flexibilität, die ganz klar die Eingliederung des Jobs in den Tagesablauf fördert und sicherstellt, dass besagte Person auch genug Zeit für außerberufliche Verpflichtungen, aber auch freiwillige, spaßige Aktivitäten hat. Während beim Jobsharing mit festen Partnern ganz einfach die Arbeitszeit reduziert wird, folgen einige Unternehmen auch einem relativ neuen Konzept, bei der mit der Hilfe von Beauftragten für die Koordination vom Jobsharing jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat, in Teilzeit zu arbeiten, selbst wenn es sich eigentlich nicht um eine Teilzeitstelle handelt. Voraussetzung ist dabei lediglich, dass man das so kommuniziert, damit der oder die Beauftragte für das Jobsharing ausreichend Zeit hat, um auch eine Person zu finden, die dementsprechend mehr Kapazitäten hat. An diese Person kann der Mitarbeiter dann einige Aufgaben abgeben und so seine Arbeitszeit reduzieren.

Mit dieser Entwicklung verbunden sind oft auch eine Reduktion von Burnouts und Krankheitstagen, weil sich die Mitarbeiter besser regenerieren können, sowie eine höhere Zufriedenheit, da der Beruf nicht mehr so auslaugend ist, mehr Spaß macht und man auch, wenn der Beruf mal ein bisschen stressiger sein sollte, immer die Chance hat, sich außerhalb der Arbeitszeiten zu regenerieren. Gleichzeitig kann man sich oft auch besser an das Unternehmen binden und während der Arbeitszeit ist man produktiver als wenn man eine Vollzeitstelle hatte, weil man die Regenerationszeit richtig nutzen konnte und nicht nur Alltagspflichten vollziehen musste.

Nachteile für die Arbeitnehmer 

Der größte Nachteil für die Arbeitnehmer momentan ist, dass dieses Angebot in seiner flexibelsten Variante noch relativ neu ist. Wenn man nach so einem Job sucht, muss man also oft aktiv und gezielt nach Angeboten suchen, die Jobsharing inkludieren. Auch wenn Jobsharing in der Beschreibung mit angegeben ist, stellt sich oft immer noch die Frage, wie genau das Jobsharing in dem Unternehmen umgesetzt ist. Außerdem gibt es jedoch, vor allem im medizinischen Bereich oder in der Verwaltung, Ausschreibungen, in denen das Jobsharing gar nicht unbedingt angegeben ist, obwohl es da Gang und Gebe ist. In diesem Zusammenhang lohnt es sich dann, mit einer kurzen Nachfrage während der Bewerbung Klarheit zu schaffen.

Ein weiterer Nachteil am Jobsharing selber ist, dass meist zwar das Jobsharing einigermaßen flexibel ist, wenn man sich rechtzeitig um eine Änderung kümmert, allerdings die Mitarbeiter meist ziemlich fest eingeteilt sind und kurzfristige Änderungen mit sehr viel Aufwand verbunden sind. Das kann auf Seiten der anwesenden Arbeitnehmer dann auch mal dazu kommen, dass diese mehr arbeiten müssen, um das geplante Pensum für den Tag zu schaffen.

Vorteile und Risiken des Jobsharings für den Arbeitgeber

Dass sich das Jobsharing noch nicht wirklich durchgesetzt hat, liegt vor allem daran, dass die Arbeitgeber zunächst eher skeptisch gegenüber dem Konzept waren. Anders als einen Austausch der Schreibtische zu höhenverstellbaren Tischen, der mit einem relativ geringen Aufwand viele gesundheitliche Vorteile bringt, ist mit dem Jobsharing ein deutlich höherer Aufwand für Organisation und Verwaltung nötig. Das liegt vor allem an dem hohen Maß der Kommunikation, das mit dem Konzept zwischen der Führungsetage und den Personen, die sich den Job teilen, bestehen muss.

Allerdings haben Arbeitgeber, die sich an das Konzept des Jobsharings herangetraut haben, schnell Vorteile vermerken können. Die zufriedeneren Mitarbeiter waren folgend auch produktiver und motivierter, was sich natürlich auch positiv auf die Produktivität eines Unternehmens auswirkt.

Bei einem Arbeitsausfall durch zum Beispiel eine Krankheit ist es außerdem schnell möglich, das Plus an Arbeitszeit über eine Verteilung der Aufgaben auf eine Vielzahl von Jobsharing-Partnern für alle so gering wie möglich zu halten. Außerdem gibt es durch insgesamt mehr Angestellte als bei einem starren Vollzeit-Modell natürlich auch mehr Fachwissen, wovon auch der Arbeitgeber profitieren kann.

Wenn das Jobsharing gut durchdacht ist und die Mitarbeiter gut ausgesucht sind, dann entsteht kaum ein Risiko durch das Jobsharing, Wenn allerdings die Mitarbeiter, die sich untereinander Aufgaben teilen, sich nicht verstehen oder ein Arbeitsverständnis haben, das sich nach ungesundem Wettbewerb richtet, dann kann es schnell zu Unruhen und einem internen Wettbewerb zwischen den Jobsharern kommen.

Die Nachteile sind marginal, wenn Sie das Jobsharing als Unternehmer gut durchdacht haben. Ein großes Risiko besteht insbesondere dann, wenn sich die Mitarbeiter, die sich die Stelle teilen, nicht verstehen. Für Unruhe könnte es auch sorgen, wenn die “Jobsharer” einen internen Wettstreit veranstalten, wer die bessere Arbeit macht.

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