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Häufige ergonomische Probleme am Arbeitsplatz und ihre Ursachen
23. Jul. 2021
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Beschwerden, hervorgerufen durch die Ausübung des Berufes, können Arbeitnehmer in jeder Branche treffen, obwohl einige höhere Risiken bergen als andere. Um zu verhindern, dass sich solche arbeitsbedingten Erkrankungen entwickeln, besteht der erste Schritt darin, sich über die Art der Probleme und deren Ursachen gut zu informieren.


Häufige Symptome am Arbeitsplatz


Arbeitsbedingte Probleme treten am häufigsten im Nacken, in den Schultern, im Rücken oder in den Extremitäten auf. Abhängig von der Erkrankung können weitverbreitete Symptome sein:


  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl

  • Dumpfer, scharfer, stechender oder brennender Schmerz

  • Muskelschwäche, verminderte Griffkraft oder Krämpfe

  • Koordinationsverlust

  • Verminderte Bewegungsfreiheit oder Unbehagen

  • Kälte oder Verfärbung des betroffenen Bereichs

  • Schwellung oder Entzündung

  • Gelenksteife

  • Visuelle Ermüdung

  • Verschwommene Sicht

  • Brennende oder tränende Augen

  • Regelmäßige Kopfschmerzen


Bewegungen und Aufgaben, die zu ergonomischen Problemen führen


Es gibt viele Variablen, die die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, ergonomische Probleme zu entwickeln. Die Identifizierung dieser Risikofaktoren ist von grundlegender Bedeutung, um die notwendigen Änderungen zur Minderung und Vorbeugung von Muskel- und Skeletterkrankungen vorzunehmen.


  1. Längere sich wiederholende Aufgaben

Bei Arbeiten, die sich immer wieder wiederholen, werden stets die gleichen Gelenke und Muskelgruppen verwendet. Dies führt zur Ermüdung und schließlich zu Verletzungen des betroffenen Bereichs, da der Körper zu wenig Zeit hat, sich von der Überbeanspruchung zu erholen.


Wenn 50 % Ihrer Arbeitszeit aus sich wiederholenden Tätigkeiten besteht oder die Zeit zwischen häufigen, repetierenden Bewegungen weniger als 30 Sekunden beträgt, erhöht sich das Risiko signifikant, eine ergonomische Verletzung zu entwickeln. 

  1. Schlechte Körperhaltung

Im Laufe der Zeit führen diese beiden Arten von Körperhaltungen zu ergonomischen Verletzungen:


Unnatürliche Haltungen: Beugen, verdrehen und überstrecken, was den Körper aus seiner natürlichen Ausrichtung bringt.

Statische Haltungen: Nicht wechselnde Positionen wie Greifen, Stehen und Sitzen, die Muskelermüdung verursachen und die natürliche Regeneration durch eine eingeschränkte Durchblutung verhindern.


Eine der häufigsten Ursachen für eine ungünstige Körperhaltung im Büro ist eine unsachgemäße Arbeitsplatzeinrichtung. Ein ergonomischer Arbeitsplatz sollte mindestens diese Möbel und Geräte zur Verfügung stellen:


  1. Schweres Heben

Je größer die ausgeübte Kraft, desto höher die Belastung des Körpers. Wenn Sie Ihrem Körper zwischen harter Arbeit nur wenig Erholungszeit gönnen können oder die Anstrengung die Fähigkeiten des Arbeiters übersteigt, ist das Risiko ergonomischer Verletzungen höher.


Beispiele für Überanstrengung sind das Heben, Schieben oder Ziehen schwerer Lasten, die Verwendung abgenutzter Werkzeuge und die Steuerung von Geräten. Ein Drittel der arbeitsbedingten Verletzungen werden durch Überanstrengung verursacht. 


Berufe mit den höchsten Risiko für ergonomische Erkrankungen


Platz 1: Bauarbeiter

Bauarbeiter befinden sich oft über einen längeren Zeitraum in einer unnatürlichen Position, sie müssen schwere Lasten heben, stets wiederholende Arm-Hand-Bewegungen durchführen und vibrierenden Handwerkzeugen bedienen. Dies macht sie besonders anfällig für die Entwicklung von Muskel- und Skeletterkrankungen wie Sehnenentzündungen, Rückenschmerzen, Arthritis, Bandscheibenvorfall, Karpaltunnelsyndrom und Hand-Arm-Vibrationssyndrom.


Etwa 45 % aller Bauarbeiter leiden mindestens einmal in Ihrem Leben an einer dieser Krankheiten, welche durch ihre Arbeit hervorgerufen werden.


Platz 2: medizinische Fachkräfte

Gesundheitsberufe wie Krankenschwestern oder Pfleger sind am anfälligsten für ergonomische Verletzungen. Der Umgang mit Patienten, das Bewegen von Maschinen, Arbeiten in beengten Umgebungen, schweres Heben und langes Stehen tragen zu dem erhöhten Risiko bei.


Dies führt zu arbeitsbedingten Beschwerden wie Rückenschmerzen, Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom und Spannungshalssyndrom. 40 % der Mitarbeiter in Pflegeberufen leiden unter Nackenschmerzen, über die Hälfte an Rückenbeschwerden und fast 50 % hat Probleme mit den Schultern.


Die arbeitsbedingte Erkrankung bei Krankenschwestern und weiteren Berufen, die im Bereich der Pflege tätig sind, ist viermal höher als bei anderen Berufsgruppen. 


Platz 3: Computer- und Büroangestellte

Büroangestellte müssen viel tippen, arbeiten stets mit der Maus und sitzen lange Zeit. Wenn diese nicht über die optimalen ergonomischen Möbel verfügen, genügend Pausen machen und in der richtigen Haltung sitzen oder stehen, können sie unter den folgenden Krankheiten leiden: 

  • Karpaltunnelsyndrom


  • Nackenschmerzen


  • Schulterschmerzen


  • Rückenschmerzen


  • Sehnenscheidenentzündung


  • Augenbelastung 


  • Bandscheibenvorfall 


60 % der Computerarbeiter klagen aufgrund schlechter Ergonomie und unzureichender Pausen über Handgelenkschmerzen. 41 % leiden unter Erkrankungen des oberen Rückens bzw. des Nackens. 35 % der Karpaltunnelsyndrom-Fälle entfallen auf Büroangestellte in den Bereichen Technik, Vertrieb und Verwaltung.


Platz 4: Kassierer und Lagerarbeiter

Kassierer entwickeln des Öfteren ein Karpaltunnelsyndrom aufgrund des wiederholten Scannens von Produkten. Lagerarbeiter, die Maschinen wie Gabelstapler bedienen und oft schwer heben, sind sehr anfällig für Rückenschmerzen, Sehnenentzündungen und Bandscheibenvorfälle.


93 % der Kassierer führen mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit eine sich immer wiederholende Aufgabe aus, weshalb ein Drittel der Vollzeit- und 20 % der Teilzeitkassierer Symptome eines Karpaltunnelsyndroms aufzeigen.


Platz 5: Reinigungskräfte

Dienstmädchen, Reinigungskräfte und Hausmeister führen oft sich wiederholende Wischbewegungen aus und nehmen unangenehme Positionen ein, um kompliziert zugängliche Bereiche bei der Arbeit zu reinigen. Vor allem Männer müssen häufig schwere Geräte oder Möbel heben, bewegen oder tragen, was zu Rückenschmerzen, Sehnenentzündungen und Bandscheibenvorfällen führt.


80 % der Reinigungskräfte führen häufige oder sich ständig wiederholende Bewegungen aus. Rund ein Viertel davon muss zudem auch schwere Lasten tragen oder bewegen. Daher ist diese Berufsgruppe besonders anfällig für Verletzungen im unteren Rücken (46 %), dem Nacken (33 %), den Knien (24 %) und der Schultern und Handgelenke (22 %). 


90 % der Reinigungskräfte berichten von berufsbedingten Beschwerden des Bewegungsapparates in mindestens einem Teil des Körpers.


Platz 6: Berufsfahrer

Beschäftigte in der Transportbranche wie Bus-, Taxi-, LKW- oder Kurierfahrer sind ebenfalls einem hohen Risiko ausgesetzt, ergonomische Gesundheitsprobleme zu entwickeln. Zu den Gefahren für Berufsfahrer zählen langes Sitzen und Ganzkörpervibrationen. Als solche entwickeln sie Rückenverletzungen, Hüftschmerzen, Arthritis und Vibrationskrankheiten.


Die problematischsten Bereiche für Berufsfahrer sind der Nacken (26 %), Rücken (24 %), die oberen Gliedmaßen (20 %), die Knie und Knöchel (5 %). 49 % dieser Berufsgruppe geben an, an Nackenschmerzen zu leiden. 60 % der Taxifahrer und LKW-Fahrer klagen über Rückenschmerzen. 


Quelle: https://www.cdc.gov/niosh/topics/ergonomics/default.html

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