Wie wirkt sich Schlaf auf unsere mentale Gesundheit aus?

June 22, 2022

Wie wirkt sich Schlaf auf unsere mentale Gesundheit aus?


Es gibt eine komplexe Beziehung zwischen Schlaf und unserem mentalen Wohlbefinden. Wenn wir nicht gut schlafen, fühlen wir uns schlecht gelaunt, können uns kaum konzentrieren und sind sehr viel weniger belastbar. Doch umgekehrt ist es auch so, dass eine schwierige Zeit, in der wir psychisch angeschlagen sind, uns den Schlaf rauben kann. Dies macht dann wiederum die Probleme noch viel schlimmer, wenn man sich unausgeruht durch den Tag schlagen muss. 

 

Unser Kopf spielt beim Schlafen eine große Rolle. Die gute Nachricht ist, dass unser Geist manipulierbar ist, genauso wie wir ihn oft ohne es zu wissen in einer negativen Weise manipulieren. Somit ist es auch möglich, ihn auf das Positive zu lenken, sodass wir wieder gut schlafen und mental stärker sein können. 

 

Definition von psychischer Gesundheit 


Das Thema mentale Gesundheit ist ein komplexes Thema, da es emotionale, psychologische und soziale Aspekte hat. Fassen wir es daher so einfach wie möglich ausgedrückt mit einer Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen:


"Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Individuum sein eigenes Potenzial ausschöpft, mit den normalen Belastungen des Lebens fertig wird, produktiv und fruchtbar arbeiten und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann." 


Während die WHO das Konzept der psychischen Gesundheit eindeutig mit dem des Wohlbefindens verbindet, neigen viele von uns dazu, sich auf psychische Erkrankungen zu konzentrieren, wenn wir an psychische Gesundheit denken. Psychische Störungen sind weitreichend und können Schizophrenie, Demenz, PTBS und Angstzustände umfassen, zusammen mit Essstörungen, Substanzgebrauchsstörungen, ADHS und Depressionen, um nur einige zu nennen.


Psychische Krankheiten sind ein erhebliches Gesundheitsproblem


Die National Alliance on Mental Health (NAMI) berichtet:


  • Etwa jeder fünfte Erwachsene erlebt mindestens einmal in seinem Leben eine psychische Erkrankung. Etwa einer von 25 leidet an einer psychischen Erkrankung, die schwerwiegend genug ist, um eine oder mehrere wichtige Lebensaktivitäten zu beeinträchtigen oder zu beeinträchtigen.

  • Mentale Störungen sind die dritthäufigste Ursache (sei es direkt oder indirekt) für Krankenhausaufenthalte von Personen im Alter zwischen 18-44 Jahren.

  • Erwachsene Personen mit psychischen Erkrankungen sterben im Durchschnitt 25 Jahre früher als mental gesunde.

  • Jeden Tag begehen durchschnittlich 25 Menschen in Deutschland Selbstmord. Dabei sind es zu 75 % Männer und 25 % Frauen.


Wie Schlaf und Psyche zusammenhängen


Forscher und Ärzte wissen seit Jahren um den Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und der psychischen Gesundheit. Früher ging man nur von einer Seite aus, dass Schlafprobleme traditionell als Symptom einer psychischen Erkrankung angesehen werden können. Aber es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass eine schlechte Schlafqualität auch zur Entwicklung neuer psychiatrischer Störungen und der Fähigkeit, mit bestehenden Störungen fertig zu werden, beitragen kann.


Unter den vielen veröffentlichten Berichten, die unzureichende oder schlechte Schlafqualität mit psychischen Problemen in Verbindung bringen, kristallisieren sich die folgenden Fakten heraus:


  • Schlaflose Menschen leiden fast 10-mal häufiger an einer klinischen Depression und mehr als 17-mal häufiger an klinischer Angst als normale Schläfer.

  • Vierjährige mit schweren Schlafstörungen haben im Vergleich zu normal schlafenden Altersgenossen ein höheres Risiko, Symptome psychiatrischer Probleme zu entwickeln, als Sechsjährige.

  • Personen mit zwei oder mehr Arten von Schlafproblemen berichteten etwa 2,6-mal häufiger von einem Suizidversuch als Personen ohne Beschwerden bezüglich Schlaflosigkeit.


Während die Forscher die genauen Gründe für diese wechselseitige Beziehung zwischen Schlafmustern und mentalen Erkrankungen immer noch nicht kennen, haben Wissenschaftler entdeckt, dass Schlafstörungen Neurotransmitter und Stresshormone ernsthaft beeinflussen, was zu Denkstörungen und der Unfähigkeit, Emotionen zu regulieren, führen kann – zwei davon die häufigsten Symptome psychischer Störungen.

 

Wie man mit Schlaflosigkeit umgehen kann


Schlaflosigkeit, die Unfähigkeit einzuschlafen oder durchzuschlafen, plagt Millionen von Menschen auf allen Ebenen der psychischen Gesundheit.


Für viele kann eine Schlaflosigkeit Teil des komplexen Ursachenpakets für psychische Gesundheitsprobleme sein. Wenn es einem gelingt, einen erholsamen und tiefen Schlaf zu erreichen, wird dies ebenso bei der Bewältigung einer Vielzahl psychologischer und emotionaler Probleme helfen und damit einen bedeutenden Schritt nach vorne darstellen. Das heißt also, wenn du mühelos schläfst, bist du auch viel belastbarer und kannst somit deine mentalen Probleme besser angehen.


Strategien zur Behandlung von Schlaflosigkeit gelten für Personen mit und ohne bestehende psychische Probleme. Der Better Sleep Council hat viele Tipps zur Verbesserung der Quantität und Qualität des Schlafs durch bessere Schlafhygienepraktiken veröffentlicht.


Meist setzen diese Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität einen Lebensstilwandel voraus. Dies beginnt mit einer Schlafroutine, einer besseren Ernährung, mehr Bewegung, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente Melatonin oder Baldrian. Oft liegt es zusätzlich an fehlerhaften Angewohnheiten, die wir uns in der modernen Welt angeeignet haben, welche dafür sorgen, dass wir schlecht einschlafen können. So kleine Dinge wie auf einen Bildschirm blicken, sei es der Fernseher, das Handy oder ein Tablet kann dafür sorgen, dass die Melatoninproduktion durch das Blaulicht der Monitore eingeschränkt wird. Zudem kann uns all das Geschehen in den Medien psychisch stressen, was dazu führt, dass man schlechter einschläft. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, die negativen Gedanken und Handlungen, die einen wachhalten, zu kontrollieren oder zu beseitigen.

 

 

Nimm Hilfe in Anspruch


Solltest du vermuten, dass du oder jemand, der dir nahesteht, unter psychischen Gesundheitsproblemen leidet oder mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, wende dich an einen Arzt, Psychologen oder Therapeuten, die dich zu einer der vielen verfügbaren wirksamen Interventionen und Behandlungen führen können. 

 

Oft kann schon das Umfeld einen enormen Unterschied machen, um besser schlafen zu können. Wir empfehlen dir hier eine qualitativ gute Matratze, welche für dich am besten geeignet ist und einen verstellbaren Lattenrost wie den EB01 von FlexiSpot. Damit musst du dir zumindest keine Gedanken mehr um ein bequemes und gesundheitsbewusstes Schlafen machen und kannst in Ruhe vor dem Schlafen ein Buch in einer gesunden Position genießen.