Hund im Bett – ja oder nein?

June 23, 2022

Sie sind treu und liebenswert, unsere lieben Haustiere. Und wer kann diesen niedlichen nassen Nasen und wedelnden Schwänzen widerstehen? Kein Wunder, dass Hunde als der beste Freund des Menschen gelten. In Millionen von Haushalten gibt es mindestens einen Hund, welcher ein fester Teil der Familie ist. Und daher schlafen auch viele Fellnasen mit im Bett. 

Doch vielleicht fragst du dich, ob das für dich und auch das Tier so gut ist. Hat es Vorteile, weil man was zum Kuscheln hat und sich sicherer fühlt oder wird man durch die Bewegungen im Schlaf gestört oder gar, weil er auf oder zu nah an einem liegt. 

Tatsächlich gibt es sehr viele Vor- und Nachteile, wenn du deinen Hund mit im Bett schlafen lässt. Letztlich musst du es selbst entscheiden, was für dich am wichtigsten ist, denn jeder Mensch – und auch jeder Hund sind unterschiedlich. 

Die Vor- und Nachteile des Schlafens mit deinem Hund

Experten der Mayo-Klinik führten eine Studie durch, um die Schlafgewohnheiten von Menschen zu bewerten, die mit ihren Hunden geschlafen haben. Die Studie ergab, dass viele Menschen sich wohl und sicher fühlten, wenn sie ihre Haustiere die ganze Nacht in ihrer Nähe hatten. Tatsächlich schliefen einige sogar besser mit ihren Hunden im Schlafzimmer.

Die positiven Vorteile des Schlafens mit unserem felligen Freund endeten jedoch, als die Testpersonen sie tatsächlich unter die Decke luden. Die Schlafeffizienzergebnisse für diese Probanden gingen bergab, wenn der Hund im Bett war, im Gegensatz zu nur im Zimmer.

Seien wir ehrlich, die meisten Hunde schnarchen. Und nicht selten winseln, jaulen und manchmal bellen einige sogar, wenn sie wilde Träume zu haben scheinen. Außerdem sagt der American Kennel Club, dass Hunde polyphasische Schläfer sind, was bedeutet, dass sie nachts durchschnittlich drei Schlaf-/Wachzyklen pro Stunde haben. Das kann viel Lärm bedeuten und jedes Mal, wenn sie aufwachen, sich umherbewegen – was dich wiederum aufwecken kann. Vor diesem Hintergrund kann das Teilen eines Bettes mit deinem vierbeinigen Freund zu mehr Schlafunterbrechungen für dich und damit zu einer schlechten Schlafqualität führen. 

Doch wie gesagt, es gibt durchaus Hunde, die nachts keinen Mucks machen. Zudem haben andere Studien gezeigt, dass das Schlafen mit dem Hund zu einem besseren Schlaf führen kann als das Bett mit dem Partner zu teilen – wirklich! Menschen mit Depression oder Angstzuständen berichten zudem, dass sie sich sehr viel sicherer und weniger ängstlich fühlen, wenn sie auch nachts nah bei ihrem Haustier sind.

Auch wenn das gemeinsame Schlafen mit dem Hund laut Wissenschaftlern angeblich nicht die beste Idee ist, wissen wir, dass viele treue Besitzer, die bereits ihr Bett teilen, ihren Hund auf keinen Fall rausschmeißen werden. Gehörst du zu denen, haben wir dir nachfolgend einige Tipps zusammengestellt, was du tun kannst, damit ihr beide einen erholsamen Schlaf haben könnt:

1. Sorge für genügend Platz

Ihr beide (oder auch alle im Bett) solltet genügend Platz haben, damit ihr Euch nicht gegenseitig stört und in der Nachtruhe beeinflusst. Zwar sind die meisten Hunde weitaus kleiner als ein Mensch, doch Hundebesitzer wissen von dem Phänomen, wie groß sich der Liebling im Bett plötzlich machen kann. Schränke seinen Platz ein, indem du ihm einen Platz auf einer Decke auf dem Bett zuweist. 

Ein Bett kann schnell überfüllt und unbequem werden. Wenn du gerade einen Welpen bekommen hast und dir nicht sicher bist, wie groß er werden wird, ist es möglicherweise besser, mit einem neuen Bett zu warten, bis dein Haustier ausgewachsen ist. Du möchtest kein Geld für eine Matratze ausgeben, die sich als die falsche Größe herausstellt, und du wirst es schwerer haben, deinem Hund beizubringen, nicht mehr in deinem Bett zu schlafen, sobald er sich daran gewöhnt hat, dort zu sein. Das klingt auch nicht wirklich fair, oder? 

2. Verbanne Hundespielzeug aus dem Bett

Um eine bessere Nachtruhe zu erreichen, sollten wir alle das Bett fast ausschließlich (außer du weißt schon) zum Schlafen nutzen. So wie du dein Handy, Tablet, den Fernseher oder andere Ablenkungen draußen lassen solltest, sollte auch dein Hund dies nicht tun. Das Bett ist für ihn nicht zum Spielen da. Also verbanne alle Spielsachen, Leckereien und was sonst noch ablenken könnte.

3. Wechsle häufiger die Bettwäsche 

Man muss sich zwar wegen Schmutz und Bakterien meist keine Gedanken machen, dennoch wirst du merken, dass die Hunde im Bett ihre Spur hinterlassen. Angefangen von den Tierhaaren über gelegentliches Sabbern beim Schlafen, aber auch Pollen, die sie im Fell mit ins Bett bringen und welche Allergien auslösen können oder Staub

Alle diese Reizstoffe können in deinem Bett landen und deine Allergien verschlimmern. Zwar kannst du deinen Liebling natürlich baden, doch dies sollte nicht allzu oft geschehen, um seine sensible Haut nicht zu reizen. Daher solltest du die Kissen, Laken und Deckenbezüge regelmäßig waschen, am besten ein- oder zweimal pro Woche.  

4. Weise deinem Hund einen Platz zu

Die meisten lassen ihre Hunde einfach im Bett schlafen, wo sie wollen. Dabei liegen sie nicht selten sehr schlecht platziert, sodass du kaum noch Platz hast. Ein Trick, der gut funktioniert, ist, eine Decke am Fußende zu legen, die ausschließlich für deinen Hund gedacht ist. Du wirst sehen, dass er diese gerne annimmt. Somit weiß jeder von Euch um seinen Platz im Bett und die gegenseitige Störung fällt sehr viel geringer aus. 

5. Kaufe einem Hund seine eigene Matratze

Einige Hersteller, die Matratzen für Menschen herstellen, bieten jetzt Bettbeläge speziell für Hunde an. Einige dieser Unternehmen konstruieren, erforschen und testen sogar ihre Hundedesigns, wie sie es für ihre menschlichen Produkte tun. Hundematratzen gibt es in verschiedenen Größen für Hunde aller Rassen und Gewichte. Auf diese Weise musst du dich nicht schuldig fühlen, wenn du deinen Welpen aus deinem bequemen Bett verbannst, wenn er seinen eigenen komfortablen Schlafplatz neben dem Bett hat.