KOSTENLOSER VERSAND IN DE, ATBIS ZU 10 JAHRE GARANTIE 60 TAGE RÜCKGABERECHT
Zurück
Gesundheit im Homeoffice - Wie das Arbeiten zu Hause weder zur psychischen noch zur physischen Belastung wird
20. Jul. 2022
117 views

Im März 2021 lief die gesetzliche Verpflichtung der Unternehmer aus, Arbeitsplätze im Homeoffice zu schaffen. Laut dem Bundesamt für Statistik wurde für das gleiche Jahr trotzdem ein neuer Rekord verzeichnet. Insgesamt 24,8 % aller Erwerbstätigen gingen 2021 ihrer Arbeit zu Hause nach, also rund 11 Millionen Menschen. Viele Angestellte können Vorteile aus dem Homeoffice ziehen. Jedoch kann der neue Arbeitsplatz auch Probleme mit sich bringen und die Psyche negativ beeinträchtigen. Wir zeigen dir die typischen Stressauslöser und geben dir Strategien mit auf den Weg, um die psychische Gesundheit aufrechtzuerhalten.

Im Arbeitsplatz begründete Stressauslöser beim Arbeiten im Homeoffice  

Durch das Homeoffice verlagert sich das physische Umfeld vom Büro ins eigene Heim. In der Folge verändern sich die infrastrukturellen Gegebenheiten. Der Großteil der Erwerbstätigen findet einen ungleichen Arbeitsplatz vor, der mit der Zeit nicht nur psychische, sondern auch physische Probleme hervorrufen kann.

Viele Mitarbeiter können den Wohn- und den Arbeitsbereich nicht voneinander trennen. Dadurch bieten sich viele Ablenkungsmöglichkeiten. Während der Arbeitszeit können private Angelegenheiten wie das Saubermachen der eigenen vier Wände nachgegangen werden. Weitere typische Ablenkungen stellen Kinder oder andere Familienangehörige dar, die den Fokus auf die anliegenden Aufgaben erschweren können. Es ist möglich, das Arbeitspensum fortan nicht einhalten zu können. Um das Versäumnis nachzuholen, muss unter Druck, oft spät in die Nacht gearbeitet werden. So entsteht selbst erzeugter Stress, der auf Dauer die Gesundheit schädigen kann. Deshalb wird in solchen Fällen eine hohe Selbstdisziplin gefordert.

Eine weitere Veränderung stellen die technischen Gegebenheiten dar, die im Rahmen des Homeoffice oft abweichen können. Es kann zu Frustrationen führen, wenn der private Internetanschluss nicht ausreichend schnell oder der verwendete Computer nur schwerlich die verlangten Aufgaben erledigen kann. In solchen Fällen sind Verzögerungen im Arbeitsprozess vorprogrammiert, wodurch sich Konflikte mit den Kollegen oder dem Vorgesetzten ergeben können. Ein Grund ist sicherlich auch die fehlenden gesetzlichen Regelungen, die den Umgang bzw. die Umsetzung des Homeoffice seitens des Arbeitgebers nicht deklarieren. So kann mangelhaftes oder ungeeignetes Equipment zur psychischen Belastung führen.

Neben der ungenügenden technischen Ausstattung können weitere Aspekte die Arbeit von zu Hause erschweren. Wem nur der Esstisch in der Küche und ein Holzstuhl als Arbeitsplatz zur Verfügung steht, kann mittel- bis langfristig über physische Beschwerden klagen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2021 zum Thema Homeoffice gaben 36 Prozent der Befragten an, wegen eines mangelhaften, nicht-ergonomischen Arbeitsplatzes über Rücken- und Kopfschmerzen zu leiden. Wer sich körperlich im Job unwohl fühlt, kann kaum geistige Höchstleistungen vollbringen. In einem solchen Fall löst bei einem Erwerbstätigen bereits der Gedanke daran, gleich im Homeoffice arbeiten zu müssen, Stresssymptome aus.

Da der Arbeitgeber für die Einrichtung des Arbeitsplatzes in den eigenen vier Wänden nicht verantwortlich ist, findet der Mitarbeiter im Homeoffice selten die gleichen Bedingungen vor. So stehen beispielsweise keine ergonomischen Schreibtischstühle mit Lordose-Stützung zur Verfügung. Auch in der Höhe und Neigung verstellbare Schreibtische sind eher die Seltenheit. In diesen Fällen empfehlen Experten entweder das Mobiliar aus dem Büro zu transferieren oder Schreibtisch und Stuhl neu anzuschaffen. Das ausgesetzt sein körperlicher Unzumutbarkeiten kann perspektivisch psychische Probleme verursachen und die Arbeitsleistung negativ beeinflussen. In diesem Sinne ist ein optimal eingerichteter Arbeitsplatz für den Arbeitnehmer sowohl als auch für den Arbeitgeber von Interesse.

In der Organisation begründete Stressfaktoren beim Arbeiten im Homeoffice 

Neben einem unzureichenden Arbeitsplatz können auch in der Organisation begründete Stressfaktoren im Homeoffice auftreten. Ein oft genannter Kritikpunkt ist die teilweise schwerere Kommunikation. Obwohl heutzutage viele Videokonferenzstools wie Zoom und Microsoft Teams die ortsunabhängige Arbeit vereinfachen, ist dennoch ein großer Unterschied zur Verständigung im Büro zu erkennen. So können Fragen in dringenden Angelegenheiten oft nicht direkt geklärt und auf das nächste Meeting gewartet werden. Lässt eine Antwort überdurchschnittlich lange auf sich warten, löst dies in der Regel Frustration aus, kann Zeitdruck zur Folge haben und wird dann zum Stressfaktor. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass die Geschäftsführung auf eine harmonische Zusammenarbeit im Homeoffice appelliert. Helfende Maßnahmen können hierbei auch regelmäßig stattfindende Teamevents sein, die auch gegen drohende Einsamkeit unterstützen.

Ebenso wichtig ist die Festlegung von Arbeitszeiten und Überstunden im Homeoffice. Pflicht-bewusste Mitarbeitende kommen häufig in die Verlegenheit mehr Stunden zu arbeiten, als sie eigentlich müssten. Grund dafür ist, dass sie auf jede eingehende Mail sofort reagieren, insbesondere wenn diese vom Chef oder vom Vorgesetzten stammt und selbst dann, wenn diese spät am Abend eintrifft. Im Resultat wird die Arbeit zur Dauerbelastung, sodass keine Entspannungsphase mehr stattfindet.  Einfachster Weg, dies zu umgehen: Computer nach Arbeitsende ausschalten! 

Da derart zahlreich Arbeitsplätze bedroht sind und während der Corona-Pandemie die Arbeitsplatzunsicherheit zunimmt, sehen sich einige Arbeitnehmer dazu gezwungen, durch Mehrarbeit oder Extraarbeiten zu versuchen, ihren Job zu sichern. Auch dies ist eine Mehrfachbelastung, die sich auf längere Zeit kaum durchhalten lässt. Belastungsstress, Frustration und Demotivation sind die geläufigen Folgen. Im Extremfall droht ein Burnout. Erste Anzeichen sind eine stark nachlassende Produktivität, Gereiztheit, Vergesslichkeit und Unzuverlässigkeit des betreffenden Mitarbeitenden im Homeoffice. 

Strategien zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit im Homeoffice

Damit das Arbeiten im Homeoffice reibungslos und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung möglich ist, kannst du folgende Tipps berücksichtigen: 

Halte dich an klare Arbeits- und Pausenzeiten. Notfalls nimm die Alarmfunktion in deinem Handy zur Hilfe, um diese Zeiten einzuhalten. Und erstelle einen Arbeitsplan, der dir hilft, privates von beruflichem zu trennen.

Schaffe dir dein eigenes Homeoffice. Optimal ist ein separater Raum. Oftmals reicht es aber auch aus, einen ruhigen Bereich in der Wohnung in Beschlag zu nehmen.

Dein Arbeitsplatz sollte nicht nur aus einem Computer bestehen. Unerlässlich sind ein in der Höhe und Neigung verstellbarer Arbeitstisch sowie ein ergonomischer Stuhl, um körperliche Beschwerden, insbesondere Rückenschmerzen und Verspannungen auszuschließen. 

Pflege deine Kontakte soweit irgend möglich, nutze dazu Video-Calls. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob du per Mail kommunizierst oder ein Gespräch führst, bei dem sich alle Gesprächspartner sehen können. Gleichzeitig kann das Gefühl der Einsamkeit abgeschwächt werden.

Achte darauf, dass du ausreichend Schlaf bekommst und die Ruhezeiten auch tatsächlich zur Entspannung nutzt. Nach einem Tag vor dem Bildschirm solltest du den Abend ohne ein Display vor Augen ausklingen lassen. Bildschirmarbeit führt oftmals zu sensitiven Überreizungen, was häufig mit Schlafstörungen oder Problemen beim Einschlafen in Verbindung steht. Statt vom Computer zum TV zu wechseln, lies ein gutes Buch, unterhalte dich mit deinem Partner oder unternimm einen Spaziergang.

Sprich mit deiner Familie und deinen Freunden über deine Arbeit im Homeoffice. Hintergrund dabei ist, dass du diese Personen auf diese Weise in deine Arbeit einbeziehst, was das Gefühl isoliert zu sein, abschwächen kann. 

Leidest du trotz dieser Maßnahmen unter Schlaflosigkeit, einer gereizten Stimmung oder zeigst zeitweise depressives Verhalten - scheue dich nicht davor, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Für weitere Strategien informiert das E-Book „Die Zukunft des Homeoffice: Insights, Chancen und praktische Lifehacks“. Der kostenlose Ratgeber zeigt Best Practices, wie das Homeoffice in Zeiten der Unsicherheit stabile Unternehmensstrukturen schaffen und gleichzeitig das Arbeitsklima gefördert werden kann.

Diese könnte Dich auch interessieren