Kostenloser Versand in DE, ATBis zu 10 Jahre Garantie60 Tage Rückgaberecht
Zurück
Gehaltserhöhung ansprechen - diese Argumente sind nützlich
24. Mar. 2022
427 views

Wenn man schon länger in einer Firma gute Arbeit leistet, wünscht man sich oft eine Gehaltserhöhung. Um diese anzusprechen, reicht es aber nicht zu sagen, man würde gute Arbeit leisten - konkrete Beispiele und Argumente müssen her, um die Forderungen, die man beim Boss anspricht durchsetzen zu können. Während du natürlich mehr Gehalt möchtest, hat die Gegenseite oft genau das gegenteilige Ziel: Sie will den Profit erhöhen. Um deinen Vorgesetzten auf deine Seite zu bringen, musst du daher in der Verhandlung zeigen, dass du ihm auch einen Mehrwert bringst. Das sind mögliche Ansätze, mit denen du dies tun kannst: 

 

Mehr Aufgaben - gleiches Gehalt

Je länger man bei einer Firma arbeitet, desto mehr Aufgaben übernimmt man oft selbstständig. Das kann von einfachen Aufgaben wie zum Beispiel Social Media Posts erstellen bis hin zu einer unterstützenden Funktion für die Vorgesetzten gehen.  

 

Wenn bei all diesen Tätigkeiten dein Gehalt immer noch gleich bleibt, wird es Zeit mit deinem Chef zu reden. Bringe für das Gespräch konkrete Beispiele mit, die deine gute Arbeit verdeutlichen.  

 

Ein guter Einstieg für die Gehaltsverhandlung ist ein regelmäßig stattfindendes Gespräch zur Beurteilung deiner Leistung. Hier kann das Feedback dann von deinem Chef selber kommen und du musst ganz einfach nur noch die Gehaltserhöhung ansprechen, wenn das Feedback überwiegend positiv ist. Dann kann dein Chef nämlich nicht mehr viel sagen. 

 

Deine Verkaufszahlen sind gut

Wenn du viele Kunden anwirbst oder durch deine Verkauftaktik eine Steigerung des Umsatzes herbeigeführt hast, solltest du dies ebenfalls in dem Gespräch anführen. Das gute an diesem Argument ist, dass der Beleg ganz objektiv anhand der Verkaufszahlen möglich ist. Dieses Argument gilt allerdings nicht nur zwangsweise im Verkaufsbereich, auch in anderen Berufen lassen sich Parameter finden, die Erfolg zeigen. So kann der Erfolg eines Social Media Managers zum Beispiel unter anderem daran gemessen werden, wie viele Interaktionen mit den Posts stattfinden. 

 

Verglichen mit dem durchschnittlichen Gehalt verdienst du unterdurchschnittlich

Dieses Argument lässt sich ebenfalls mit einfacher Recherche herbeiführen, denn das durchschnittliche Gehalt für den Beruf, in dem du arbeitest, lässt sich ganz einfach über eine Vielzahl an Jobportalen feststellen. Allerdings kannst du auch erstmal in der Firma herumfragen, welche Person mit ähnlichen Aufgaben wie deine mehr oder weniger verdient als du. Durch diese Recherche hast du ebenfalls eine Art Druckmittel auf deinen Chef, der eben bei anderen, besser bezahlten Berufen damit rechnen kann, dass du dich auch auf diese bewerben könntest. 

 

Du hast eine hohe Kundenzufriedenheit 

Neben der Neuakquise von Kunden ist es dem Arbeitgeber genauso wichtig, die Bestandskunden zu behalten und glücklich zu machen. Wenn deine Kunden dir also positves Feedback geben, beispielsweise in Emails, dann bewahre auch das gut auf, um es dann bei Bedarf für eine Gehaltserhöhung vorzulegen. Das gleiche gilt auch für Projekte, an denen du mitgearbeitet hast, denn neben externen Lob kann auch internes Feedback den Arbeitgeber überzeugen. 

 

Du hilfst dem Unternehmen beim Geld sparen

Hierzu zählt zum Beispiel das Aushandeln von guten Preisen mit Lieferanten, die bei den Verkaufszahlen dann mehr Profit bringen, aber es muss nicht immer offensichtlich um Geld bringen. Auch Automatisierung oder Arbeitssysteme, die immer wieder verwendet werden können, sparen langfristig Geld einfach dadurch, dass Zeit gespart wird. Arbeitnehmer müssen dann zum Beispiel nicht jede Email einzeln herausschicken, weil du eine Email-Kampagne für Neukunden ins Leben gerufen hast. Sie arbeiten effizienter und haben dadurch mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben. 

 

Du arbeitest nachweislich effizient 

Das wird vor allem deutlich, wenn du schneller und konzentrierter arbeitest als die Kollegen. Wenn diese dann trotzdem genauso viel verdienen wie du, dann kannst du auch mit diesem Argument eine Gehaltserhöhung anfragen. Auch hier sollte man sich allerdings konkrete Beispiele suchen. 

 

Andere Faktoren in der Gehaltsverhandlung

Doch nicht nur die Argumente, sondern auch andere Faktoren spielen schnell eine Rolle, wenn es um eine Gehaltsverhandlung geht. 

 

Zum einen ist das der Zeitpunkt. Auch dein Arbeitgeber kann mal einen schlechten Tag oder eine stressige Woche haben. Da man in seinen Entscheidungen nie ganz objektiv sein kann, ist es daher besser einen Tag zu erwischen, an dem der Arbeitgeber auch Zeit dafür hat, sich dein Anliegen anzuhören und nicht von Anfang an gegen dich gestimmt ist. 

 

Zum anderen ist auch die Höhe des Gehalts, das du erfordern möchtest wichtig, denn zu hohe Forderungen wirken oft einfach lächerlich, während zu geringere Forderungen das Potenzial deines Gehalts nicht vollständig ausnutzen. Daher ist es sehr wichtig, sich über das Geahlt in deiner Branche zu informieren. Ein kleiner Tipp: Versuche es mal mit einer krummen Zahl, also zum Beispiel 3685€ statt 3700€. Dies deutet für viele Arbeitgeber darauf hin, dass du deine Forderungen genau kalkuliert hast und sie wirkt glaubwürdiger. Außerdem kannst du deinen Arbeitgeber auch damit überzeugen, indem du zunächst andere Dinge statt mehr Gehalt forderst, wie zum Beispiel höhenverstellbare Tische oder mehr Urlaubstage. Dein Boss ist eher geneigt, Dinge, die ihn nicht so viel kosten, umzusetzen. Wenn dies auf Grund gesetzlicher Regelungen nicht möglich ist, dann bieten diese Forderungen allerdings eine gute Grundlage, um die Gehaltserhöhung anzusprechen. 

 

All diese Faktoren gehören zu der Vorbereitung des Gespräches. Die Argumentationsstruktur und den richtigen Zeitpunkt vorzubereiten, ist das A und O für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung. Allerdings ist auch der Ton des Gespräches, denn dieser bleibt oft genauer im Gedächtnis als die Worte selber. Während der gesamten Verhandlung sollte daher ein freundlicher Ton gewahrt werden, selbst dann, wenn der Arbeitgeber erstmal Argumente äußert, die dir nicht gefallen. 

 

Hier ist es dann hilfreich zu beobachten, ob die Argumente genau so gemeint sind oder ob noch andere Sorgen dahinter liegen, die man innerhalb des Gespräches aus dem Weg räumen kann. Diese Alternative ist weitaus erfolgreicher als bei einer negativen Resonanz im Gespräch genervt zu werden.


Dein Chef hat deiner Gehaltserhöhung zugesagt? Glückwunsch! Wichtig ist hier allerdings, dass diese Gehaltserhöhung auch noch einmal schriftlich festgehalten wird. Während man natürlich nicht allen Arbeitgebern vorwerfen will, dass sie einem die Gehaltserhöhung nicht gönnen und daher das Gesagte nicht umsetzen, ist es in dem stressigen Alltag doch besser, etwas Schriftliches in der Hinterhand zu haben, falls der Chef die Erhöhung vergisst.


Diese könnte Dich auch interessieren