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Finanztrends für das weitere Jahr 2022 - Was sagen die Experten?
07. Jun. 2022
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In der Finanzwelt passiert gerade sehr viel - an vielen Orten steigen die Mieten und an ein Eigenheim ist fast gar nicht mehr zu denken, die Inflation ist höher als angedacht und Krieg und Pandemie beeinflussen die Situation zusätzlich. Das merkt man mittlerweile auch als Konsument, denn auch hier werden die Lebenserhaltungskosten vielerorts höher. 

Produkte verteuern sich in Raten, wie sie schon länger nicht mehr da gewesen sind. In Deutschland im Februar 2022 beispielsweise stiegen die Verbraucherpreise um etwa 5% im Vergleich zu dem Vorjahr. Worauf du dich deswegen einstellen musst und ob man Maßnahmen dagegen unternehmen kann, erfährst du in diesem Artikel.


Definition Inflation und aktuelle Situation

Was ist diese ominöse Inflation überhaupt? Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet “Inflatio” so etwas wie anschwellen oder aufblasen - in diesem Fall steigt also der Preis für Konsumgüter. Das Geld verliert so an Wert, denn für die gleiche Menge an Geld kannst du dir weniger kaufen. In Deutschland wird die Inflation anhand der Preissteigerung von 650 typischer Güter und Dienstleistungen durch das Statistische Bundesamt berechnet. 

Meistens werden die Monate dann zum Monat des Vorjahres verglichen, da man innerhalb des Jahres auch andere Schwankungen haben kann. Hier wird bereits deutlich, dass die Inflationsrate bei den Gütern, die du als Individuum konsumierst, ganz anders aussehen kann, denn du konsumierst natürlich nicht alle dieser 650 typischen Güter. Auch diese Teurung kannst du dir allerdings beim Statistischen Bundesamt berechnen. 

Im Jahr 2022 trifft die Inflation vor allem Gas, Heizöl und Benzin, allerdings auch einige Lebensmittel, zum Beispiel Mehl oder Öl. Dies ist allerdings nicht das erste Jahr, in dem die Inflationsrate anstieg: Im Jahr 2021 lag der Wert in Deutschland bei 3,1%, in der USA sogar schon bei 4,7% (mit der Anmerkung, dass hier sich natürlich auch die typischen Güter unterscheiden).


Werden die Preise weiter steigen?

2021 hat man an vielen Stellen noch gehört, dass sich die Inflation als Folge der Pandemie wieder rückgängig machen würde, wenn die Pandemie zuende sei. Gerade 2020 sind die Preise wegen des niedrigeren Konsumverhaltens eher gesunken und die höhere Inflation war sozusagen ein “Ausgleich” für diesen Abstieg. 

Zu Ausgleichsmechanismen zählten zum Beispiel, dass die Industrie an vielen Stellen ihre Produktion und damit auch das Angebot drosselte, es gleichzeitig - zum Beispiel bei Baustoffen - weiterhin eine hohe Nachfrage gab. 

Es gab allerdings auch schon in diesem Jahr Personen, die mit einer höheren Inflationsrate rechneten, die auch langfristig bleibt, statt nur mit einer Kompensation der Pandemie. 

Allerdings wirkt der De-Globalisierungstrend, der während der Pandemie vielerorts mehr Fahrt aufnahm, sich ebenfalls auf eine Preissteigerung aus. Wer in Deutschland produziert, rechnet eben mit den Mindestlöhnen und muss meist auch die Preise steigern. Mit Perspektive auf den Klimawandel stellt sich diese Entwicklung allerdings eher als positiv dar, da nicht so viele Treibhausgas-Emissionen ausgestoßen werden. Nicht alle Maßnahmen, die zu mehr Inflation führen, müssen also schlecht sein. 

Auch der EZB wird von einigen Ökonomen Schuld zugeschrieben, denn sie nutzten seit Jahren einen Zinssatz von 0% oder sogar einen negativen Zinssatz, um Investitionen zu vereinfachen und den Euro als Währung zu stärken. So konnte zum Beispiel im Jahr 2012 der Bankrott des EU-Lands Griechenland verhindert werden können. Durch das Plus an Geld, das gedruckt wird und in den Umlauf kommt, verliert die Währung allerdings schnell an Wert. Eventuell müsste das Inflationsziel von 2% erhöht werden, wenn diese momentane Inflation den Normalzustand darstellt und sich zum Beispiel weiter mehr auf interne Produktionsmöglichkeiten fokussiert werden sollte. 

Dazu kommt nun seit Frühjahr 2022 der Krieg in der Ukraine, der sich ebenfalls auf den globalen Handel auswirkt. Besonders durch die Abhängigkeit der EU an Russlands Ressourcen steigen Preise für Treibstoffe.

Was erwartet uns zukünftig?

Die Europäische Zentralbank, also die EZB rechnet mit einer Reduktion der Inflationsrate: Für 2023 erwartet die EZB 2,1%, für 2023 1,9%. In der Einschätzung werden unter anderem Preisentwicklungen von Rohstoffen, die Wirtschaftsleistung in Form des BIPs und die Entwicklung des Lohns miteingerechnet. Die Europäische Zentralbank könnte den Finanzmarkt beeinflussen, indem sie den Leitzins wieder steigert. Dann werden Kredite teurer und anstatt neue Investitionen zu tätigen und Projekte anzufangen, wird das Sparen stattdessen attraktiver. Durch den geringeren Konsum sollen dann auch die Preise sinken.


Mit der aktuellen Inflation erwarten uns als Individuum vor allem Folgen, weil die Löhne nicht im gleichen Maße steigen wie die Preise für unsere Konsumgüter. Besonders Personen, die viel Auto fahren oder gerne handwerken, müssen mit höheren Ausgaben rechnen. Da der persönliche Konsum natürlich sehr individuell ist, wurden bisher neben der Finanzierung beim Tanken keine wirklichen Entlastungen verabschiedet. Auch wer spart und dafür keine Zinsen bekommt, verliert zwar nicht an Geld, aber das Geld das gespart wird, verliert an Wert. Wer beispielsweise 6.000 Euro gespart hat, hat nach 5 Jahren bei einer Inflationsrate von 5% nur noch etwa 4640 Euro an Kaufkraft. Auch bei einer Inflation von 2%, dem Richtwert in vielen Ländern wie der BRD, hat man nach 5 Jahren nur noch etwa 5420 Euro, wenn man den Wert mit dem heutigen Geldwert vergleichen würde. 

Viele Personen entscheiden sich deswegen mittlerweile dazu, in dem Aktienmarkt zu partizipieren, da kaum ein Konto noch Zinsen abwirft - eher muss man für Konten bezahlen. Gerade ETFs sind beliebt, denn diese beinhalten viele verschiedene Unternehmen, die repräsentativ für die Branche oder die Region sind, und mindern so das Risiko im Gegensatz zu Aktien einzelner Unternehmen. Wenn die Aktien, in die man investiert, steigen, dann kann damit die Inflation ausgeglichen werden. 

Gleichzeitig lohnt es sich auch, jetzt einen Kredit aufzunehmen, denn diese haben gerade sehr günstige Konditionen. Dazu kommt, dass die Nummer auf dem Papier natürlich nicht inflationsangepasst ist. Wenn also der Geldwert sinkt, dann musst du trotzdem nur dieselbe Geldmenge zurückzahlen. 

Auch Investitionen in knappe Rohstoffe gelten oft als krisensicher, so zum Beispiel in Gold oder Silber. 

Das kann bei einer dauerhaften Inflation passieren

Eine Inflation ist nicht immer schlecht, denn bei steigenden Preisen sind Unternehmen eher dazu verleitet, in neue Ideen zu investieren, so zum Beispiel höhenverstellbare Tische am Arbeitsplatz. Bei einer hohen anhaltenden Inflation werden allerdings oft auch die Stimmen nach mehr Lohn größer. Während ein höherer Lohn natürlich erstmal gut ist, kann im schlimmsten Fall eine Lohn-Preis-Spirale in den Gang gesetzt werden, bei der die Arbeitnehmer zwar mehr Gehalt bekommen, das Unternehmen die Produkte allerdings auch teurer macht und die Kaufkraft in etwa gleich bleibt.

Wir von FlexiSpot sind dir gerne jederzeit zur Verfügung, um dir bei jeder Angelegenheit rund um ergonomische Fitnessstühle, Stühle, höhenverstellbare Schreibtische, elektrische Lattenroste usw. an der Seite beizustehen und jegliche Fragen, bezüglich unserer Produkte zu klären. Trete dafür einfach mit unserem Support-Team in Verbindung und zögere nicht. Wir sind gerne für dich da!

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