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Fachkräftemangel - Was tun?

01. Okt. 2022
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Dies ist der zweite von drei Teilen vom Artikel: Wie du Mitarbeiter in einem Markt mit Fachkräftemangel einstellst. Wir machen genau da weiter, wo wir aufgehört haben, weswegen wir dir raten, den ersten Teil zu lesen, um genau zu wissen worum es nun geht. Viel spaß!

1. Verbessere dein Bewerbererlebnis von der Stellenbeschreibung bis zum Onboarding


Das Bewerbererlebnis beschreibt den gesamten Prozess, den jeder Bewerber durchläuft, wenn er sich bei deinem Arbeitsplatz bewirbt.

Wenn du dich bei deinem Unternehmen bewirbst, arbeitest du entweder mit einem erfahrenen Recruiting-Partner oder mit deinem internen Team zusammen. In der heutigen Arbeitswelt haben die Bewerber/innen mehr Auswahlmöglichkeiten. Ein Arbeitgeber, der nur langsam antwortet und sein Angebot unklar formuliert, wird den Kürzeren ziehen, da die Bewerber/innen oft mehrere Angebote in Betracht ziehen. Deshalb ist es so wichtig, den Bewerbern ein attraktives Angebot zu machen, das sie anspricht.


Dazu gehören die ausführliche Stellenbeschreibung, die Stellenanzeige, das Vorstellungsgespräch und der Feedbackprozess sowie hoffentlich auch die Verhandlungen über die Sozialleistungen und schließlich das Onboarding.


Ein gutes Bewerbererlebnis sieht in etwa so aus:


  • Die Stellenbeschreibung ist klar und gründlich formuliert.
  • Der Bewerbungsprozess ist einfach.
  • Es wird ein Zeitrahmen aufgezeigt, der klar und transparent ist.
  • Du handelst mit angemessener Geschwindigkeit bei allen Entscheidungen, die getroffen werden müssen.
  • Du und/oder dein/e Rekrutierungspartner/in setzen sich in jeder Phase des Prozesses mit den Bewerber/innen in Verbindung.
  • Du gibst den Bewerbern, die du für das Vorstellungsgespräch ausgewählt hast, eine Übersicht über das Format des Gesprächs.
  • Das Vorstellungsgespräch wird professionell geführt, entweder per Videolink oder persönlich.
  • Du informierst abgelehnte Bewerber/innen zum frühestmöglichen Zeitpunkt.
  • Dein Angebot ist klar und beinhaltet Flexibilität im Paket.
  • Du kommunizierst deinen Onboarding-Prozess.

Leider ist das für viele Bewerber/innen nicht das, was sie als Bewerber/in erleben.


Die größten Beschwerden von Bewerbern über ein negatives Bewerbererlebnis sind derzeit folgende:


  • Ein langsamer Prozess.
  • Unklare Details und Anforderungen.
  • Ausbleibende Korrespondenz, selbst nachdem der Bewerber ein Vorstellungsgespräch geführt hat.

Im besten Fall hinterlässt ein gutes Bewerbererlebnis selbst bei abgelehnten Bewerbern einen positiven Eindruck von deinem Unternehmen.


Bei der Bewerbererfahrung geht es also darum, dass aktuelle und zukünftige Bewerber dich als seriösen Arbeitgeber mit einem vertrauenswürdigen Einstellungsverfahren wahrnehmen.

2. Kommuniziere deine Kultur klar und deutlich


Dein Unternehmen hat eine Kultur, die Kandidaten entweder anziehen oder abstoßen wird. Es ist wichtig, die Kultur richtig zu vermitteln. Wenn dein Bewerber nicht zur Kultur deines Unternehmens passt, wird deine neue [Branche] letztendlich nicht funktionieren - egal, ob in sechs Wochen oder in sechs Monaten.


Es gibt eine Vielzahl von Daten zum Thema "Unternehmenskultur", und die meisten davon haben dieselbe Botschaft: Sorge dafür, dass dein Unternehmen eine starke Teamwork-Ethik hat, schaffe ein positives Arbeitsumfeld und biete deinen Mitarbeitern Flexibilität. Viele Unternehmen verkennen jedoch, dass eine "positive" Unternehmenskultur kein Patentrezept ist.


Natürlich kann man es nicht allen recht machen. Was für den einen Bewerber ein perfektes Arbeitsumfeld ist, ist für den anderen vielleicht nicht das Richtige. Hier kann die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Personalvermittler Zeit und Geld sparen.


Unser Bewerbungsprozess beinhaltet zum Beispiel ein ausführliches Karrieregespräch mit jedem Bewerber, mit dem wir zusammenarbeiten. Da wir deine Kultur und die Persönlichkeit, Fähigkeiten und Eigenschaften der Kandidaten, zu denen wir Zugang haben, genau kennen, werden wir keine Kandidaten empfehlen, die auf dem Papier perfekt aussehen. Ein tieferes Verständnis bedeutet jedoch, dass die Kultur und der Kandidat nicht zueinander passen werden.

3. Demonstriere deinen Ansatz für Wohlbefinden und Work-Life-Balance


In den letzten Jahren sind die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter/innen in den Mittelpunkt gerückt.


In Verbindung mit Forschungsergebnissen, die zeigen, dass glückliche Mitarbeiter/innen produktiver sind, ist die Work-Life-Balance eine natürliche Erweiterung einer positiven Unternehmenskultur. Weltweit ist die Zahl der Millennials so hoch wie nie zuvor, eine Gruppe, die für ihr eigenes Wohlbefinden und das der anderen bekannt ist. Die folgende Fallstudie unterstreicht dies noch weiter.


  • 53% gaben an, dass die Vereinbarkeit von Leben und Arbeit das wichtigste Thema für Arbeitnehmer/innen während ihres Arbeitslebens ist
  • 51% gaben an, dass "gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen" an zweiter Stelle steht.

Man kann also sagen, dass diese beiden Aspekte untrennbar miteinander verbunden sind.


Entgegen den Befürchtungen mancher Arbeitgeber führt eine ausgewogene Work-Life-Balance nicht zu einem Produktivitätsrückgang, sondern im Gegenteil, wie die Zunahme der Fernarbeit in den letzten Jahren zeigt.


Work-Life-Balance funktioniert in beide Richtungen, und Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Beschäftigten. Die Bereitstellung von kostenlosem Tee und Kaffee als Kernangebot für das Wohlbefinden ist nicht mehr zeitgemäß. So bieten viele Unternehmen inzwischen ein Wellness-Programm an, das eine Mischung aus Lifestyle-Vorteilen enthält, von ermäßigten Fitnessstudio-Gebühren bis hin zu Finanztraining für die persönlichen Finanzen der Beschäftigten.


Soziales Wohlbefinden ist ein wichtiger Aspekt des Wohlbefindens und hängt zu einem großen Teil von der Arbeitszufriedenheit und der Arbeitsplatzkultur ab. Die Anerkennung der Mitarbeiter kann in dieser Hinsicht einen großen Unterschied machen.


Wenn Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen die Leistungen ihrer Teammitglieder anerkennen, kann dies einen großen Einfluss auf die Motivation haben und dazu beitragen, dass sich die Beschäftigten wertgeschätzt fühlen und letztlich mit ihrer Arbeit zufrieden sind.


Anerkennung kann so einfach sein wie ein Dankeschön, sei es in einer handschriftlichen Notiz oder in einer Teambesprechung. Eine Studie von Glassdoor ergab, dass 80 % der Beschäftigten bereit wären, für einen wertschätzenden Chef mehr zu arbeiten, und 70 % gaben an, dass sie sich selbst und ihre Leistungen besser fühlen würden, wenn ihr Vorgesetzter ihnen regelmäßiger danken würde.


Die Bewerber/innen erwarten, dass man sich um ihr Wohlergehen kümmert, obwohl sie letztendlich über die Grundlagen deines Angebots entscheiden werden, bevor sie ja sagen.



Dies war der zweite von drei Teilen dieses Artikels. Wenn du mehr erfahren willst, schau später nochmal auf unserem Blog vorbei.


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