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Ergonomische Grundsätze und Tipps zur Büroergonomie

14 Februar. 2023

Schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz kann zu Ermüdung, Frustration und teuren Verletzungen führen. Ein Prozess zur Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz beseitigt die Risikofaktoren, die zu Muskel-Skelett-Verletzungen führen, und ermöglicht eine verbesserte Leistung und Produktivität. Ergonomischen Grundsätze dienen der Maximierung der Sicherheit am Arbeitsplatz und können sowohl im Büro als auch im Außendienst angewendet werden.


Definition von Ergonomie am Arbeitsplatz


Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der Anpassung des Arbeitsplatzes an die Bedürfnisse des Nutzers und zielt darauf ab, die Effizienz und Produktivität zu steigern, das menschliche Wohlbefinden zu optimieren und die Leistung zu erhöhen. Die richtige Ergonomie kann die meisten Verletzungen am Arbeitsplatz verhindern, indem sie die Arbeitsmittel an die Bedürfnisse des Nutzers anpasst. Der ständige Einsatz von Computern am modernen Arbeitsplatz hat den Bedarf an ergonomischen Lösungen stark erhöht.


Herkömmliche Büromöbel fördern steife, starre Körperhaltungen und wenig Bewegung während des Arbeitstages. Das kann zu allen möglichen Problemen führen, z. B. zu Verletzungen durch wiederholte Belastungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen. Schreibtische, Stühle, Computermonitore, Tastaturen, Bodenbeläge und Beleuchtung müssen bei der Entwicklung eines effektiven Ergonomieprogramms berücksichtigt werden.


Weitere Informationen über die Vorteile und Risikofaktoren der Ergonomie findest du in unserem Artikel über die Gestaltung eines komfortablen Arbeitsplatzes.


Ergonomische Grundsätze


Es gibt zwei Teilbereiche der Ergonomie: die körperliche und die kognitive Ergonomie. Wir konzentrieren uns hier auf die Grundsätze der physischen Ergonomie. Diese Grundsätze können sowohl am Arbeitsplatz als auch im Home Office für Fernarbeitskräfte angewendet werden.


Die Grundsätze der Ergonomie bieten eine Methode, um zu wissen, worauf man achten muss, um intelligentere und gesündere Arbeitsweisen zu finden.


1. In einer neutralen Position arbeiten


Die oberste ergonomische Priorität ist eine gute Arbeitshaltung an deinem Arbeitsplatz. Eine gesunde Wirbelsäule folgt einer S-Kurve, und es ist wichtig, diese Kurve während der Arbeit beizubehalten, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Wenn du im Sitzen arbeitest, ist eine gute Lendenwirbelstütze wichtig. Auch das Stehen am Arbeitsplatz ist empfehlenswert und möglicherweise ergonomisch sinnvoll, wenn du gerade stehst und deine Arme und Handgelenke in einer neutralen Position hältst.


Tipps: Richte deinen Arbeitsplatz so ein, dass du deine Muskeln in einer entspannten, neutralen Position halten kannst. Sitze so, dass deine Hände, Handgelenke und Unterarme gerade und parallel zum Boden sind. Dein Kopf sollte waagerecht und nach vorne gerichtet sein, ohne nach links oder rechts zu schauen. Beim Sitzen oder Stehen kann es hilfreich sein, eine ergonomische Matte (MT1B) oder Fußstütze zu benutzen.


2. Reduziere übermäßigen Kraftaufwand


Dieses Prinzip bezieht sich darauf, dass du dein gesamtes Körpergewicht einsetzt, um einen Gegenstand zu bewegen. Das Schieben, Ziehen und Heben schwerer Gegenstände kann deine Gelenke belasten und zu Verletzungen am Arbeitsplatz führen. Vermeide übermäßigen Krafteinsatz und versuche, Strategien zu finden, mit denen du die zu bewegenden Lasten leichter machen kannst.


Tipps: Wenn nötig, verwende mechanische Hilfen, höhenverstellbare Schreibtische (EG8), elektrische Geräte und ergonomische Werkzeuge, um übermäßigen Kraftaufwand zu vermeiden.


3. Halte die Werkzeuge in Reichweite


Wenn du an deinem Arbeitsplatz sitzt, strecke deine Arme aus und zeichne einen Halbkreis vor dir. Das ist dein sogenannter Greifbereich. Die Werkzeuge, die du häufig benutzt, sollten innerhalb deines Greifraums liegen. Wenn du alles in Reichweite hast, vermeidest du unnötige Überanstrengungen und Belastungen.


Tipps: Richte deinen Arbeitsbereich so ein, dass du nicht nach regelmäßig benötigten Gegenständen greifen musst. Auch das Einstellen deines Stuhls und deiner Armlehnen kann die Ermüdung verringern.


4. In der richtigen Höhe arbeiten


Viele von uns wissen nicht, dass es eine ergonomisch richtige Höhe gibt, auf die unsere Schreibtische und Bürostühle eingestellt sein sollten. Ein zu hoher oder zu niedriger Arbeitsplatz oder Schreibtisch kann deinen Rücken, Nacken und deine Schultern belasten. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch sollte auf Ellbogenhöhe eingestellt werden, so dass Unter- und Oberarm bei der Arbeit senkrecht stehen und der Ellbogen im 90-Grad-Winkel gebeugt ist.


Tipps: Du kannst die Höhe anpassen, indem du Verlängerungen an Stühlen und Schreibtischen anbringst oder entfernst. Die Körperproportionen sind bei jedem Menschen anders. Wichtig ist, dass du eine Einstellung findest, die für dich bequem ist.

5. Reduziere unnötige Bewegungen


Wenn du dieselben Bewegungen über einen langen Zeitraum wiederholst, kann das zu Erkrankungen wie Sehnenscheidenentzündungen und Karpaltunnel führen. Deshalb ist es wichtig, dass du über deine sich wiederholenden Bewegungen während des Tages nachdenkst und Wege findest, übermäßige Bewegungen zu reduzieren.


Tipps: Verändere deine Position oder die Gestaltung deines Arbeitsplatzes, um ergonomischer zu arbeiten. Führe eine ergonomische Bewertung deines Arbeitsplatzes durch, um sicherzustellen, dass du dich wohl fühlst.


6. Ermüdung und statische Belastung minimieren


Während deiner Arbeit musst du vielleicht Aufgaben erledigen, bei denen du über einen längeren Zeitraum dieselbe Position einnehmen musst, was als statische Belastung bezeichnet wird. Statische Belastung kann sich auf alle Teile des Körpers auswirken, zum Beispiel auf die Beine, wenn du lange stehst. Statische Belastung kann deine Muskeln ermüden und schließlich zu dauerhaften Beschwerden oder Muskelzerrungen führen.


Tipps: Bekämpfe die durch statische Belastung verursachte Ermüdung, indem du die Ausrichtung deines Arbeitsplatzes veränderst und deinen Körper neu positionierst. Die richtige Körperhaltung ist entscheidend. Verwende Vorrichtungen, damit du Gegenstände wie Werkzeuge oder Stifte nicht zu lange festhalten musst.


7. Für Freiraum sorgen


Dieses Prinzip ist sehr einfach: Du brauchst in deinem Arbeitsbereich genügend Freiraum für deinen Kopf, deine Knie und deine Füße.


Tipps: Wenn du dich zum Arbeiten hinsetzt, solltest du deinen Stuhl so einstellen, dass du genügend Beinfreiheit hast und deine Knie nicht belastet werden. Wenn es dir hilft, kannst du für zusätzlichen Komfort eine Fußstütze verwenden. Entferne alle Hindernisse über deinem Kopf, damit du dir nicht den Kopf stößt.


8. Bewege und strecke dich während des Tages


Egal, ob du sitzt oder stehst, lange Zeit in einer Position zu verharren, ist nicht gesund. Untersuchungen haben ergeben, dass stundenlanges Sitzen mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit und hohem Cholesterinspiegel zusammenhängt. Da immer mehr von uns von zu Hause aus arbeiten, ist es besonders wichtig, dass wir unseren Körper den ganzen Tag über bewegen. Die Wirkung von Bewegung - selbst von gemächlicher Bewegung - kann tiefgreifend sein.


Tipps: Lege alle 30 Minuten eine Pause ein, um deine Muskeln zu trainieren oder zu dehnen, und stelle dir bei Bedarf einen Timer, um dich daran zu erinnern, dich zu bewegen. Richte deinen ergonomischen Arbeitsplatz über einem Laufband ein - mit Bildschirm und Tastatur auf einem Ständer oder einem speziellen Laufband-geeigneten Stehpult (V9), damit du dich den ganzen Tag über leicht bewegen kannst.