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Einsteigerleitfaden: Gemüsegarten für Zuhause 4
20. May. 2022
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Unser Einsteigerleitfaden für das Anlegen eines Gemüsegartens soll es dir ermöglichen, dein eigenes Gemüse anzubauen und dich und deine Familie dadurch gesünder, unabhängiger und günstiger zu ernähren. In Teil 1 bis 3 unserer Reihe konntest du bereits feststellen, dass zum Anlegen eines Gartens mehr gehört, als sich die meisten Menschen vorstellen können. 

So muss zum Beispiel der Garten richtig geplant werden, Beete und Wege angelegt werden sowie die Bewässerung sichergestellt werden. Anschließend müssen Wechsel- und Folgekultur festgelegt werden. 

Im vierten und letzten Teil unserer Serie behandeln wir jetzt die Prozesse, die die meisten Menschen mit dem Anlegen eines Gartens verbinden: Das tatsächliche Ausbringen der Saat bzw. das Pflanzen des Gemüses, die Pflege deines Gartens zwischen Saat und Ernte sowie die Ernte deines eigenen Gemüses. Zum Ende des Ratgebers findest du außerdem einige nützliche Tipps und Tricks, mit denen dir die Gartenarbeit leichter fällt – so zum Beispiel, wenn du unter Knie- und Rückenbeschwerden leidest. 

Das tatsächliche Pflanzen

Wie du durch das Lesen unseres Leitfadens bereits gemerkt hast, umfasst das Anlegen eines Gemüsegartens viele verschiedene Schritte. Das tatsächliche Pflanzen deines Gemüses ist dabei nur ein kleiner Teil des gesamten Prozesses. Die Wichtigkeit dieses Schrittes kann dennoch nicht unterschätzt werden. Schließlich hat das richtige Pflanzen einen entscheidenden Einfluss darauf, ob deine Pflanzen überleben und dir eine tolle Ernte einbringen oder innerhalb der nächsten Tage verenden. 

Ziehe dafür zunächst auf dem Boden deines Beetes eine gerade Rille, so zum Beispiel mit dem Stiel einer Harke. Wie tief diese Rille wird, hängt vom jeweiligen Gemüse ab. Anschließend säst du das Saatgut in die Rille. Ganz wichtig dabei: Achte darauf, dass das Saatgut mit dem richtigen Abstand ausgesät wird, damit die Pflanzen genug Platz zum Wachsen haben. Anschließend bedeckst du die Saat leicht mit Erde und feuchtest diese dann an. 

Pflege zwischen Saat und Ernte

In der Zeit zwischen Saat und Ernte musst du deinen Garten weiterhin pflegen, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehört nicht nur das Bewässern, sondern zum Beispiel auch das regelmäßige Entfernen von Unkraut. Außerdem ist es wichtig, dass du Schädlinge rechtzeitig entdeckst und bekämpfst und außerdem eingreifst, wenn deine Pflanzen zu dicht beieinander wachsen. 

Die Ernte 

Deine erste eigene Ernte einzubringen, ist ein unglaubliches Gefühl: Das Gemüse, das man selbst angebaut und gepflegt hat, zu ernten ist erfüllend und macht stolz auf die eigene Leistung. Kein Wunder also, dass dieses Gemüse auch besser als jedes Supermarktgemüse schmeckt. Auch bei der Ernte gibt es allerdings einige Details zu beachten. 

Wie genau das jeweilige Gemüse geerntet wird, hängt natürlich ganz von der jeweiligen Art ab. Einige Grundsätze solltest du dabei jedoch immer beachten: Erstens empfiehlt es sich, bei trockenem Wetter zu ernten. Dadurch vermeidest du, dass dein Gemüse fault. 

Außerdem solltest du bei der Ernte behutsam und vorsichtig vorgehen und so Verletzungen des Gemüses vermeiden. Solche Verletzungen führen nämlich besonders schnell zu einem Verfaulen der Ernte. Anschließend solltest du dein Gemüse so schnell wie möglich an einen schattigen, kühlen Ort bringen. 

Weitere nützliche Tipps für deinen Gemüsegarten

Du kennst jetzt den gesamten Prozess, der nötig ist, um im eigenen Garten Gemüse anzubauen. Unser Leitfaden ist sehr umfangreich. Das sollte dich aber nicht davon abschrecken, deinen eigenen Gemüsegarten anzulegen. Denn tatsächlich sind die einzelnen Schritte sehr unkompliziert und lassen sich auch mit relativ wenig Arbeitsaufwand bewältigen. 

Bevor du damit beginnst, solltest du dir allerdings darüber im Klaren sein, dass es körperlich doch recht anstrengend sein kann, im Garten zu arbeiten. Auch dann, wenn du mit der Gartenarbeit nur ein paar Stunden pro Woche verbringst. Das gilt besonders für Personen, die unter Knie oder Rückenschmerzen leiden. In einem solchen Fall raten wir vor allem zur Verwendung von Hochbeeten. Diese können gepflegt werden, ohne dass man sich dafür bücken muss und sind so deutlich gelenkfreundlicher. 

Und dann haben wir noch zwei Geheimtipps für dich: Wenn du deine Beete abgrenzt, dann musst du dafür nicht unbedingt die immer gleichen Holzplanken oder Steinabgrenzungen in einer rechteckigen Form nutzen. Nein, du kannst stattdessen kreativ werden und deine Beete oval, im Dreieck oder in anderen Formen anlegen. Auch andere Abgrenzungsmaterialien, wie zum Beispiel ein alter Lkw Reifen oder eine kleine Hecke, wie in den klassischen Bauergärten üblich, geben deinem Garten eine ganz persönliche Note.

Und es ist noch aus einem anderen Grund praktisch und sinnvoll, für die Abgrenzung der eigenen Beete Zierpflanzen zu verwenden: So ist Lavendel zum Beispiel besonders effektiv, um Blattläuse aus deinem Gemüsegarten fernzuhalten. Aber auch Studentenblumen eigenen sich für die Abwehr von Fliegen und Wühlmäusen. 

Gleichzeitig handelt es sich dabei um eine Schneckenlockpflanze, die dafür sorgt, dass die Schnecken nicht deinen Garten, sondern eben stattdessen die Studentenblume verschlingen. Es kann sich also lohnen, neben deinen Nutzpflanzen auch ein paar Zierpflanzen in deinem Garten anzupflanzen. 

Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß bei der Realisierung deines eigenen Gemüsegartens. Und auch wenn es einmal schwieriger wird oder die Ernte besonders lange auf sich warten lässt, solltest du deinen Traum nicht aufgeben. Denn wenn du durchhältst und dann nach ein paar Monaten das erste Mal mit deiner Familie dein eigenes, selbst angebautes Gemüse kochst, wirst du feststellen, dass sich all deine Mühen mehr als gelohnt haben.

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