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Dienstfahrrad-Leasing statt Dienstwagen? - Vor- und Nachteile alternativer Mobilitätskonzepte
02. Jun. 2022
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Bei Stellenausschreibungen kommt der Punkt “Dienstwagen” bei fast jedem gut an. Ein aktueller Wagen, für den man nicht selber zahlen muss? Klingt erstmal super. Bis man dann im Stau steht und deshalb regelmäßig früher aufstehen muss, um während der Rushhour morgens noch pünktlich zur Arbeit zu kommen. Dabei ist das Leasing durch die Firma an sich keine schlechte Idee, denn auf der Arbeitnehmerseite werden die Kosten für das Fortbewegungsmittel minimiert und auch bei einer Panne gibt es in der Regel Ersatz in der Firma, der beim Überbrücken helfen kann. Auch der Arbeitgeber profitiert, denn die Ausgaben können in den Betriebskosten abgesetzt werden und Dienstleistungen wie dem Leasing eines Fahrzeugs kann man eventuelle Lohnerhöhungen, die meist mehr besteuert werden und damit eher ein Verlustgeschäft sind, umgehen.

Wir stellten uns in diesem Artikel der Frage, ob es noch alternativen zum Dienstwagen gibt und haben das Dienstfahrrad entdeckt.

Dieses ist seit 2012 mit dem Dienstwagen steuerlich gleichgestellt, kann also genauso von den Betriebskosten abgesetzt werden wie ein normaler Dienstwagen. Dafür wird das Fahrzeug bei einem Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert. Wenn man das Dienstrad über die Firma least, darf sowohl dienstlich als auch privat geradelt werden.

Dass das Leasing gut ankommt, zeigte die Freiburger Leasing-Firma JobRad, die im Jahr 2015 mit 1000 kooperierenden Unternehmen starteten. Bis Jahr 2017 stieg diese Zahl auf 4800 Firmen.

Doch wo liegen die Vorteile oder Nachteile eines Dienstrads im Gegensatz zum Kraftfahrzeug?

Mehr Gesundheit durch Bewegung

Während man im Büro arbeitet, bewegt man sich so gut wie gar nicht. Innerhalb der Arbeitsstelle kann man zwar mit Hilfe vom Arbeiten in Stehen mit höhenverstellbaren Tischen ein bisschen mehr Bewegung schaffen, aber gerade wegen diesem Bewegungsmangel ist auch außerhalb der Arbeit wichtig, sich zu bewegen. Dazu zählen natürlich Sporteinheiten wie zum Beispiel in einem Sportkurs oder im Fitnessstudio, aber ist es auch wichtig, generell aktiv zu sein - so zum Beispiel, indem man das Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit nimmt. Der Arbeitgeber kann dies unterstützen, indem ein hochwertiges Fahrrad geleast wird, denn dann ist der Arbeitnehmer auch motivierter, dieses tatsächlich zu nutzen und den Weg zur Arbeit als Bewegungsmöglichkeit zu nutzen.

Auf Arbeitgeberseite bietet dies ebenfalls Vorteile, denn Personen, die oft Sport an der Natur machen, werden meist auch weniger krank. Außerdem können sich so die Kosten für betriebliche Fitnessstudio-Mitgliedschaften sparen, wenn man möchte.

Schnellerer Arbeitsweg

Besonders, wer in der Stadt wohnt und dort auch arbeitet, ist meist mit dem Fahrrad schneller unterwegs. Auf den Straßen fahren meist immer zur gleichen Zeit viele Leute zur Arbeit oder wieder nach Hause, sodass es sich hier stauen kann. Da man mit dem Fahrrad weitaus flexibler ist und nicht so viel Platz braucht, ist man so meistens schneller unterwegs und muss morgens nicht erst den Stau mit in den Arbeitsweg einrechnen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch viele Nerven. Mit einem normalen Fahrrad kann man bei einer gemütlichen Geschwindigkeit mit 16-20 km pro Stunde. Bei einem E-Bike kann man sogar mit bis zu 40 km pro Stunde rechnen - schneller ist man mit dem Auto in der Stadt kaum, besonders wenn man dann noch lange vor Ampel stehen muss..


Qualitative Fahrräder

Die meisten Personen haben bereits ein Fahrrad zuhause. Deswegen handelt es sich bei dem Leasing von Dienstfahrrädern vor allem um teure und hochwertige Modelle. Das können zum Beispiel E-Bikes für Personen sein, die einen längeren Arbeitsweg haben oder Moutainbikes für Arbeitnehmer, die einen Arbeitsweg durch die Nautur haben. Da Fahrräder alles in allem eine geringere Investition darstellen als Autos, lohnt es sich für den Arbeitnehmer auch, verschiedene Modelle anzubieten, sodass der Arbeitnehmer je nach Bedarf ein für ihn passendes Rad auswählen kann. Wer sich allerdings für ein E-Bike entscheidet, braucht ein Nummernschild und muss auf die Steuern achten: Die E-Räder werden als Dienstwagen behandelt und müssen damit mit einem geldwerten Vorteil von 0,03% des Kaufpreises pro Kilometer versteuert werden.

Bei den meisten Leasinganbietern ist nicht nur das Rad an sich inklusive, sondern auch eine Versicherung, sowie Wartung und Reperatur. 


Die Nachteile des geleasten Rads

Wer sich auf sein Dienstfahrrad verlässt, muss natürlich auch bei Wind und Wetter damit fahren. Das kann zum einen ungemöglich werden, aber gerade bei einem richtigen Unwetter oder bei Glatteis kann die Tour auch mal etwas gefährlicher werden als mit einem Dienstwagen. Außerdem stellt sich hier auch die Frage der Inklusivität, denn natürlich kann nicht jede Person mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Das betrifft zum einen Personen, die zum Beispiel einen Rollstuhl nutzen, aber auch Menschen mit chronischen Krankheiten, die man auf den ersten Blick nicht sieht und die diese Person vielleicht auch nicht öffentlich Kund tun will. Hier sollte man in allem Fallen eine Ersatzoption bereithalten, zum Beispiel indem man auch anbietet, ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr zu übernehmen.


Fazit: Dienstfahrräder als würdige Alternative zu Dienstwagen

Dienstfahrräder sind meist günstiger für die Arbeitgeber, bringen vielen der Arbeitnehmer mehr Bewegung und sind meistens sogar schneller, als wenn man mit dem Auto zu dem Büro in der Stadt fährt. Sogar für Personen, die ein bisschen außerhalb wohnen, kann sich ein Dienstfahrrad lohnen, wenn es sich dabei um ein E-Bike oder ein Rennrad handelt. Allerdings heißt Dienstfahrrad natürlich auch, dass man andere Alternativen selber bereitstellen oder bei jeder Wetterlage mit dem Fahrrad fahren muss. Daher lohnt es sich auch zusätzlich, vergünstigte oder kostenlose Tickets für öffentliche Verkehrsmittel bereitzustellen. Auch mit einer nachhaltigen Perspektive sind Dienstfahrräder deutlich besser als Dienstwagen.

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