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Die Vor- und Nachteile vom Arbeiten mit Verwandten
01. Nov. 2021
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Was für manche ein absolutes No-Go ist, ist in manchen Firmen und Branchen gang und gäbe: die Arbeit mit Verwandten. Besonders in Familienunternehmen arbeiten seit mehreren Generationen Mutter, Vater, Kinder und andere Familienangehörige in einem Betrieb. 43 % aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen, was bedeutet, dass in den meisten dieser Betriebe Verwandte zusammenarbeiten.

Es gibt Vor- und Nachteile, mit Verwandten zu arbeiten, sowohl als Angestellter, der mit einer anderen Person am Arbeitsplatz verwandt ist, als auch als Mitarbeiter, der mit Menschen arbeitet, die miteinander verwandt sind. Nicht selten gibt es hierfür eine offizielle Unternehmensrichtlinie zum Umgang mit diesen Beziehungen, um potenzielle Probleme zu vermeiden. 


In diesem Artikel erklären wir, was die Beschäftigung von Angehörigen bedeutet, die Vor- und Nachteile der Einstellung von Verwandten und Tipps beim Umgang am Arbeitsplatz.


Was ist Vetternwirtschaft?


Ein wichtiger Grund, warum Verwandtschaftsverhältnisse in manchen Unternehmen nicht gerne gesehen werden, ist die Vetternwirtschaft. Davon spricht man, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund seiner familiären Beziehung zu jemand anderem im Unternehmen bevorzugt wird, sei es ein Manager, ein Mitarbeiter oder ein Eigentümer. 


Dies kann bedeuten, dass jemand mehr bezahlt wird, weil er einen Verwandten hat, der für die Festlegung seines Gehalts verantwortlich ist oder sogar eingestellt wird, weil er mit jemandem verwandt ist, der für die Einstellung verantwortlich ist. Selbst der Anschein von Vetternwirtschaft kann sich negativ auf die Unternehmenskultur auswirken, da andere Angestellte, die glauben, dass Vetternwirtschaft herrscht, das Unternehmen verlassen oder Probleme mit den beteiligten Personen verursachen können.


Vor- und Nachteile der Einstellung von Verwandten

Es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile, die Verwandten von Mitarbeitern an einem Arbeitsplatz einzustellen. Die Vorteile sind:


  • Es kann dabei helfen, einen qualifizierten Mitarbeiter zu finden, von dem man sonst nicht gewusst hätte.

  • Es ist möglich, dass beide Mitarbeiter härter arbeiten, um die Karriere des anderen zu unterstützen.

  • Verwandte Mitarbeiter, die in verschiedenen Abteilungen arbeiten, haben keinen Einfluss auf die Karriere des anderen.

  • Die Einstellungsleiter müssen die Verwandten eines Mitarbeiters seltener von den Vorteilen des Arbeitsplatzes überzeugen.

  • Die Verwandten des Mitarbeiters wissen bereits vor dem Vorstellungsgespräch viel über das Unternehmen.

Hier sind einige der Nachteile bei der Einstellung eines Verwandten eines Mitarbeiters:


  • Potenzial für persönliche Konflikte am Arbeitsplatz.

  • Andere Betriebsangehörige könnten die entsprechenden Mitarbeiter mobben, weil sie sich benachteiligt fühlen.

  • Familiennotfälle könnten verhindern, dass im Bedarfsfall mehrere Mitarbeiter gleichzeitig anwesend sind.

  • Andere Mitarbeiter könnten glauben, dass es sich um Vetternwirtschaft handelt oder es könnte sich tatsächlich darum handeln, was das Unternehmen in ein negatives Licht rücken kann.

  • Ein Mitarbeiter, der eine ihm nahestehende Person leitet, könnte Schwierigkeiten haben, seine Befugnisse durchzusetzen.

  • Wenn man den Verwandten eines Mitarbeiters einstellen, aber nicht den eines anderen, auch wenn dies aufgrund der Qualifikation geschieht, kann es zu Unstimmigkeiten kommen.

  • Es könnte schwierig sein, die entsprechenden Mitarbeiter bei der Arbeit zu halten.


 

Tipps für die Arbeit mit Angehörigen

Damit eventuelle Probleme erst gar nicht entstehen, solltest du folgendes beachten, wenn du ein Verwandter eines Angestellten bist oder mit welchen zusammenarbeitest:


  • Arbeitgeber sollten eine formelle Richtlinie erstellen

Eine der besten Möglichkeiten, Mitarbeiterbeziehungen jeder Art zu verwalten, besteht darin, eine formelle Richtlinie zu erstellen. Diese kann in das Mitarbeiterhandbuch aufgenommen werden und sollte für jeden Mitarbeiter leicht zugänglich sein. 


Eine formelle Richtlinie kann Dinge beinhalten, wie zum Beispiel, wie man jemanden für eine Stelle empfiehlt, welche Arten von Beziehungen zwischen Mitarbeitern zulässig sind, ob Verwandte in derselben Abteilung arbeiten können und mehr. Eine formelle Richtlinie kann Missverständnisse oder Probleme minimieren, die je nach Manager oder Abteilung variieren.


  • Bewerbung nur auf eine offizielle Stellenausschreibung

Eine Möglichkeit, den Vorwurf der Vetternwirtschaft bei der Einstellung von Angehörigen zu vermeiden, besteht darin, für jede Stelle eine schriftliche Stellenausschreibung zu erstellen. In der Stellenbeschreibung sollten die Verantwortlichkeiten für die Position sowie die erforderlichen Qualifikationen konkret aufgelistet werden. 


Dies kann hilfreich sein, wenn Verwandte eines Mitarbeiters eingestellt werden, sofern diese die Qualifikationen erfüllen sowie Vorwürfe der Bevorzugung bei Beförderungen vermeiden.


  • Trennung der Arbeitsbereiche der Verwandten

Eine Möglichkeit, die Arbeit mit verwandten Mitarbeitern zu verwalten, besteht darin, sie bei der Arbeit getrennt zu halten. Je nach Branche und Art des Unternehmens kann dies auf verschiedene Weise gehandhabt werden. Es kann sinnvoll sein, verwandten Mitarbeitern zu erlauben, in derselben Abteilung zu arbeiten, wenn keiner dem anderen vorgesetzt ist. Wenn man vermeiden möchte, dass jemand mit Verwandten in derselben Abteilung ist, könnte dies ein Punkt für die Unternehmensrichtlinie sein.


Es macht Sinn, Leitfäden so detailliert wie möglich vorab festzulegen, damit es nicht zu Streitigkeiten kommt. Wenn sich beispielsweise zwei Mitarbeiter verlieben und dann heiraten und sie in derselben Abteilung arbeiten, das Unternehmen jedoch die Richtlinie hat, Verwandte nicht in derselben Abteilung zuzulassen, kann es hilfreich sein, einen Plan zu haben, was zu tun ist.


  • Transparenz vermeidet den Anschein von Vetternwirtschaft

Wenn ein Unternehmen Verwandte einstellt, ist es von besonderer Wichtigkeit, den Anschein von Vetternwirtschaft zu vermeiden. Für viele Arbeitnehmer genügt es bereits, den Verdacht auf eine Vetternwirtschaft zu haben. Wenn beispielsweise der Ehepartner eines Mitarbeiters eingestellt wird, aber der Freund eines anderen nicht, kann das Gefühl entstehen, dass die Entscheidung auf der Grundlage des Verwandtschaftsverhältnisses getroffen wurde und nicht wegen der Qualifikationen.


Bei der Anstellung von Verwandten oder dem Umgang mit Mitarbeitern, die eine romantische Beziehung eingehen und heiraten, ist es also wichtig, genau Regelungen aufzustellen und die offiziellen Wege bei der Einstellung nicht zu verlassen. Je transparenter Sie dabei vorgehen, desto weniger Probleme werden zu erwarten sein. 


Der Ruf, dass Vetternwirtschaft in einem Unternehmen betrieben wird, insbesondere in der Führungsebene, kann dem Ansehen schaden und für viel Unmut bei den anderen Mitarbeitern auslösen. Im Zweifel macht es Sinn, für alle anderen Angestellten die Vorgehensweise einsehbar zu machen, um Gerüchte, Mobbing und böses Blut zu vermeiden.


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