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Die unerwarteten Folgen der Arbeit von zu Hause
20. Jan. 2022
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Wir haben bereits viel über die Vor- und Nachteile der Arbeit im Homeoffice gesprochen, worauf man achten sollte und wie man es sich dort gemütlicher macht. Doch indirekt hat diese neue Arbeitsweise ganz andere Folgen mit sich gebracht, welche meist übersehen werden. Dies können gute oder auch schlechte sein.  

 

Die meisten sind begeistert davon, weil es ihnen dadurch leichter fällt, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, die Work-Life-Balance ist besser und die langen Arbeitswege fallen weg. Andere fühlen sich isoliert, insbesondere wenn es Auflagen für das Sozialleben bedingt durch die COVID-19-Pandemie gibt.  

 

Es ist also von Person zu Person ganz verschieden, ob die Arbeit im Homeoffice eher Vorteile oder Nachteile mit sich bringt. Doch diese Arbeitsweise wirkt sich indirekt auch auf andere Lebensbereiche aus. Wir haben es uns näher angesehen: 

 

1. Wieder mehr Leben in kleineren Gemeinden

Da die meisten Arbeitsstätten in der Metropole sind, ballte sich das Leben in oder rund um sie. Kleinere Gemeinden auf dem Land hatten mit einer Überalterung zu kämpfen, da jüngere in die Städte abgewandert sind.  

Durch die Möglichkeit, aus der Ferne zu arbeiten, haben sehr viele die Vorteile vom Leben in einem Dorf wiedererkannt und sind zurückgezogen. Die weiten Arbeitswege fallen weg, die Miet- und Hauspreise sind auf dem Land günstiger und es ist ruhiger.  

Durch die Umstellung auf Remote-Arbeit muss man heute nicht mehr in die Großstädte ziehen, um eine Karriere machen zu können. Viele Unternehmen haben begonnen, ihre Stellenausschreibungen ohne Nachfrage nach einem bestimmten Standort zu veröffentlichen. Darüber hinaus eröffnet sich jungen Arbeitnehmern eine Welt voller Möglichkeiten und ohne Grenzen.  

So haben in den letzten Jahren viel weniger kleine Orte mit einer schrumpfenden Anzahl an Einwohnern zu kämpfen und einige können sogar wieder einen Zuwachs verzeichnen. Dies wird sich in der Zukunft sogar positiv für die Kleingemeinden entwickeln, da ein flexibles Arbeitsleben der Trend ist und bleiben wird. 

 

2. Weniger Umweltverschmutzung durch Pendler 

In einer Zeit, in der das Thema Umweltschutz und Klimaerwärmung in aller Munde ist, kommt die Pandemie und dadurch der Umbruch der Arbeitsgewohnheiten kein bisschen zu früh. Von zu Hause aus zu arbeiten bedeutet, dass jeden Tag weniger Menschen mit Autos, Bussen und Zügen zum und vom Büro fahren. Jede dieser ausgelassenen Fahrten summiert sich. Die Zunahme der Arbeit im Homeoffice kann einen großen Einfluss auf die Luftverschmutzung in und um die Städte haben. 

Daten der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass sowohl die Lockdowns als auch die vermehrte Arbeit von zu Hause die Luftqualität in und um die Städte erheblich verbessert hat. Im Vergleich zu vor der Pandemie ist heute noch die Luft um bis zu 34 % reiner als zuvor.  

Eine bestehende vermehrte Remote-Arbeit wird sich in der Zukunft noch viel mehr positiv auf die Umwelt auswirken. Viele können dadurch auf mindestens ein Auto verzichten, wodurch die Produktionen zurückgehen und viele Geschäftsfahrzeuge wegfallen.  

 

3. Mehr Wohnraum in den Städten 

Die Innenstädte werden seit Langem von großen Büroflächen dominiert. Das begrenzte Platzangebot in den meisten städtischen Zentren in Verbindung mit der steigenden Bevölkerung und der Nachfrage nach gut platziertem Wohnraum hat dazu geführt, dass die Preise für Immobilien in den letzten Jahrzehnten in die Höhe geschossen sind. Dies gehört nun der Vergangenheit an.  

Die Unternehmen benötigen durch flexiblere Arbeitsmodelle kleinere Büroflächen oder ziehen sogar aus den Städten, da eine zentrale Lage nicht mehr notwendig ist. Dies schafft wieder mehr Platz für Wohnungen. Da jedoch auch die Nachfrage nach städtischen Immobilien sinkt, werden die Preise sehr bald nachziehen. Künftig wird Wohnraum selbst in zentralen Lagen wieder erschwinglicher sein. 

 

4. Weniger Abfall 

Die Arbeit im Homeoffice sorgt dafür, dass weniger Müll anfällt. In Unternehmen werden zum Beispiel sehr viele Drucker und somit Papier verwendet. Die Remote-Arbeit hat die Notwendigkeit der Digitalisierung vorangetrieben, was bedeutet, dass inzwischen so gut wie alles papierlos erfolgen kann.  

Hinzu kommen die Heiz- und Stromkosten großer Unternehmen, die ebenso nur wenig genutzte Flächen wie Toiletten, Flure, Treppenhäuser und große Lobbys nicht mehr den ganzen Tag beleuchten müssen.  

Zudem verwenden sehr viele Firmen noch immer vermehrt Plastikprodukte. Es gibt keine Einwegprodukte mehr wie Kaffeebecher, auch wenn diese aus Papier bestehen. Zu Hause verwendet jeder sein eigenes Geschirr, es wird mehr gekocht und dann selbst recycelt. 

 

5. Mehr verfügbares Einkommen 

Viele mussten bisher in ein Auto investieren, um den Arbeitsweg zurücklegen zu können. Dies muss unterhalten, gewartet und gefüttert werden. Da die Preise für Energie und Benzin sehr gestiegen sind, bedeutet dies für viele, dass sie mehr Geld am Ende des Monats übrig haben.  

Hinzu kommt, dass es auf Dauer Einsparungen bei der Arbeitskleidung gibt und selbst zu kochen ist günstiger und gesünder. 

 

6. Es wird sich mehr bewegt 

Zwar gibt es einen Teil, welcher sich durch den Wegfall der Arbeitswege noch weniger als zuvor bewegen, doch viele haben auf Dauer eine sportliche Aktivität aufgenommen, da sie nun dafür mehr Zeit haben. Sei es morgens, in der Mittagspause oder nach der Arbeit.  

Einige haben sich zudem angewöhnt, mittags nach draußen zu gehen, um den Lagerkoller zu umgehen. Sei es, um sich das Mittagessen zu holen oder einfach nur einen Spaziergang zu machen. Um der Einsamkeit im Lockdown zu entgehen und da es nun besser möglich ist, haben sich zudem sehr viele einen Hund angeschafft, welcher jeden Tag Bewegung braucht. 

Was hinzukommt, ist die individuelle Einrichtung der Homeoffices. Sei es, weil der Arbeitgeber diese bezahlt oder bezuschusst oder man es von der Steuer absetzen kann. Viele haben sich einen höhenverstellbaren Schreibtisch für ihr Homeoffice geleistet, wodurch sie zwischen Arbeiten im Sitzen und Stehen wechseln können. Wenn man ein Büro besuchen muss, in dem es diese Möglichkeit nicht gibt, hat man keine andere Option. 


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