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Die Nachteile einer Selbstständigkeit
17. Jan. 2022
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Immer mehr denken über eine Selbstständigkeit oder freiberufliche Tätigkeit nach, um das tun zu können, wofür ihr Herz schlägt. Viele stellen es sich allerdings zu einfach vor. Zwar bist du dein eigener Boss und niemand schreibt dir vor, wann du arbeiten musst, doch dafür trägst du die volle Verantwortung ganz alleine. 

 

In der Realität kannst du nicht Urlaub machen, wann du lustig bist oder einfach weniger Arbeiten, weil dir gerade nicht danach ist. Besonders in der Start-up-Phase ist Freizeit ein eher seltenes Gut. Hinzu kommt der emotionale Stress, welchen man erlebt, um von seiner Tätigkeit auch leben zu können und sich alle Abgaben wie Krankenversicherung und Steuern leisten zu können. 

 

Wir möchten hier diesen Arbeitsstil nicht schlecht machen, sondern diejenigen davor warnen, dass bei einer Selbstständigkeit nicht alles Rosen ist. Die Gründung eines Freelance- oder Online-Geschäfts erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Vor dem Wechsel von einer Vollzeitstelle in eine komplett freiberufliche solltest du dir über die Nachteile bewusst sein. Hier sind die möglichen Gefahren: 

 

1. Zu wenig Bewegung 

Wenn du ein Onlinegeschäft betreibst, wirst du die meiste Zeit sitzen. Wie ungesund Inaktivität sein kann, weiß inzwischen jeder. Zu wenig Bewegung erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stress, Depressionen, Übergewicht und Diabetes.  

Dem kannst du entgegenwirken, indem du von Anfang an auf einen Sitz-Steh-Schreibtisch setzt. Dadurch bewegst du dich während der Arbeit nicht nur mehr, sondern entlastest deinen Rücken, sorgst für eine bessere Durchblutung deines Körpers und steigerst deine Produktivität.  

Achte darauf, dass du stets kurze Pausen machst, in denen du dich bewegst oder dehnst. Tatsächlich erhöht sich deine Konzentration, wenn du jede Stunde fünf bis zehn Minuten pausierst. Zudem entlastest du deine Augen und beugst Verspannungen und Überlastungen der Gelenke und Muskeln vor. Geh in der Mittagspause eine Runde an der frischen Luft spazieren, um Bewegung zu bekommen und den Kopf freizumachen. 

Nimm stets eine korrekte Sitz- oder Stehposition ein, damit du gesundheitliche Schäden vermeiden kannst. Auch wenn es sich anfangs um eine höhere Investition handelt, solltest du von Beginn an auf eine gute Ausrüstung setzen.  

 

2. Schlechte Ergonomie 

Was uns gleich zum zweiten Fallstrick einer Selbstständigkeit bringt. Viele möchten anfangs sparen und nur in das Notwendigste ihres Geschäfts investieren. Dabei denken sie, dass die Büroausstattung nicht so wichtig sei. Du wirst nach nicht langer Zeit bemerken, dass dies ein Fehler war, wenn du vom Küchentisch aus arbeitest.  

Dabei riskierst du Rückenverletzungen, Verspannungen, Nacken- und Schulterbeschwerden, eine Überlastung der Handgelenke und Sehnen. Dies führt dann zum Arbeitsausfall, was für eine freiberufliche Person das Ende bedeuten kann.  

Um dies zu vermeiden, solltest du von Beginn an auf ergonomische Büromöbel und Geräte setzen. Die Mindestausstattung umfasst:

Damit kannst du eine korrekte Haltung garantieren. Achte darauf, dass sich der Bildschirm etwa eine Armlänge von dir entfernt befindet und du die Maus so nahe wie möglich an der Tastatur hast. Damit verhinderst du, dass du deine Hangelenksehnen zu sehr strapazierst. Besonders wenn du viele Bewegungen machst, die sich oft wiederholen, ist dieses Set-up zusammen mit regelmäßigen Pausen von entscheidender Bedeutung. 

 

3. Mehr Stress 

Zwar entscheiden sich die meisten für eine freiberufliche Arbeit, weil sie weniger Stress haben möchten, doch bei den meisten wird eher das Gegenteil der Fall sein. Zumindest in der Anfangsphase musst du mit Stress rechnen. 

Dieser kommt nicht nur daher, weil du besonders zu Beginn viele Stunden auch an den Wochenenden und Feiertagen arbeiten musst, sondern hinzu kommt auch emotionaler Stress. Viele machen sich große Sorgen darüber, ob sie genügend verdienen werden, um sich und ihre Familie ernähren zu können.  

Dies führt zu gesundheitlichen Problemen wie Schlaflosigkeit und damit Müdigkeit, Erschöpfung, Migräne und manchmal auch Depressionen. Zudem schwächt Stress unser Immunsystem, was uns anfällig für Krankheiten macht.  

Doch dagegen kannst du einiges tun, indem du zum Beispiel versuchst, so effektiv wie möglich durch ein Zeitmanagementsystem zu arbeiten und immer wieder Entspannungsübungen wie Yoga, Achtsamkeit oder Meditation durchführst.  

 

4. Hohe Kosten für Versicherungen 

Es ist teuer, in Deutschland als Freiberufler zu arbeiten. Während der Arbeitnehmer bei einer Festanstellung 50 % der Sozial- und Krankenbeiträge bezahlt, musst du die gesamten 100 % stemmen. Hinzu kommen dann noch die Steuern. Viele umgehen diese hohen Kosten, indem sie sich nicht versichern. Doch dies bringt enorme Probleme mit sich. Erstens besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht und zweitens wird sich dies später auf deine Rente auswirken.  

Hier hast du ein paar alternative Optionen, um zumindest zu Beginn den Grundbedarf gedeckt zu halten. Es gibt die Möglichkeit, einen Mindestbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung einzuzahlen, damit deine Arbeitsjahre weiterhin gezählt werden. Der Abänderung in eine private Krankenversicherung kann sich lohnen, wenn du noch jung bist. Dabei solltest du allerdings bedenken, dass sich die Beiträge im Alter sehr erhöhen können und ein Wechsel zurück in die gesetzlichen Krankenkassen dann oft nicht mehr möglich ist. 

Vergiss nicht, eine Versicherung abzuschließen, welche dich auffängt, wenn du krank wirst. Sonst musst du von deinen Ersparnissen leben, was bei längerfristigen Krankheiten problematisch werden kann. Je nach Tätigkeit solltest du eventuell eine Rechtsschutzversicherung für dein Unternehmen abschließen, damit dich eventuelle Forderungen nicht ruinieren werden.  

 

5. Zu lange Anlaufzeiten 

Die meisten Neugründungen müssen innerhalb der ersten beiden Jahre wieder aufgeben. Scheiterst du mit deiner Idee, wirst du auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Daher solltest du darüber nachdenken, ob du nicht nach und nach in die Selbstständigkeit wechselst. Sprich, dass du neben deiner Festanstellung dein Unternehmen langsam aufbaust und dann, wenn möglich, in Teilzeit gehst, was dir die Vorteile aller Versicherungen bringt und erst danach in die Vollzeit-Selbstständigkeit wechselst, wenn du so viel Einkommen erzielen kannst, dass ein Leben davon möglich ist.  

 

6. Depression 

Besonders wenn du als Freelancer online tätig bist und keine Mitarbeiter hast, kann es schnell sehr einsam werden. Die Arbeitskollegen fallen weg, meist selbst der Arbeitsweg und alles, was du siehst, sind deine vier Wände. Nicht wenige fallen dann in eine Depression, weil der Druck zu hoch wird und die soziale Isolation einsetzt. Dies ist ein sehr typisches Problem von Freiberuflern.  

Du kannst dies vermeiden, indem du dir einen Arbeitsplatz in einem Co-Working-Büro anmietest oder mit Freunden zusammenarbeitest, die ebenfalls selbstständig sind. Sorge dafür, dass du einmal die Woche außer Haus bist, geh in ein Café zum Arbeiten oder miete kurzfristig einen Raum an. Auch eine Tasse Kaffee oder Mittagessen mit Freunden kann die Stimmung schnell heben. 

 

7. Fehlende Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben 

Du wirst deine Arbeit sehr viel mehr in deinen privaten Bereich lassen, als du es tun würdest, wenn du angestellt bist. Viele deiner Gedanken werden sich besonders anfangs um deine Existenz und die Sicherheit deiner Familie drehen. Dadurch arbeitest du viel mehr und hast weniger Energie für den Privatbereich. Setze von Anfang an Grenzen, wie zum Beispiel, dass zumindest der Sonntag deinem Partner, deiner Familie oder deinem Sozialleben gehört. Sonst wirst du schnell ein Burnout erleben oder gar Schwierigkeiten mit deinem Privatleben haben.

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