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Chronisches Erschöpfungssyndrom: Symptome, Ursachen und Behandlung
17. Jan. 2022
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Jeder hat mal Zeiten, in denen er einfach nur müde ist, nicht aus dem Bett kommt und den ganzen Tag über keine Energie hat. Besonders in der dunklen Jahreszeit betrifft diese Müdigkeit sehr viele Menschen. Doch es gibt eine Krankheit, das Chronische Erschöpfungssyndrom, welches besonders seit dem COVID-19-Virus bekannter wurde. Viele Erkrankte leiden noch lange nach der Genesung an der chronischen Müdigkeit.

 

Was ist das chronische Müdigkeitssyndrom?

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) ist eine neuroimmunologische Erkrankung, dessen Hauptsymptom eine lang anhaltende, enorme Erschöpfung ist. Dabei handelt es sich um Fehlregulationen des Nerven-, Immun- und Hormonsystems (Wikipedia, Netdoktor).


Somit ist es ein sehr viel ernsteres Problem, als dass es sich nur um wenig Energie oder einer ständigen Müdigkeit handelt. Die Auswirkungen beeinträchtigen die Betroffenen oft so sehr, dass sie ihre täglichen Aufgaben nicht mehr erledigen können, da es ihnen schwerfällt, sich zu konzentrieren oder auf den Beinen zu halten. 


Sehr oft klagen genesene Erkrankte an COVID-19 über Symptome dieser Krankheit. 


Was sind die Symptome des Chronischen Erschöpfungssyndroms?

Die üblichen Symptome gehen über eine starke Müdigkeit hinaus:


  • Wenig Energie und Kraft

  • Gedächtnisverlust

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Kein erholsamer Schlaf

  • Muskel- oder Gelenkschmerzen

  • Kopfschmerzen


Wie erkennt man, ob man an einem Chronischen Ermüdungssyndrom leidet?

CFS ist nicht immer einfach zu diagnostizieren, da die Erschöpfung ebenso ein Symptom vieler anderer Erkrankungen sein kann. Es existiert nicht der Test, welcher eine klare Diagnose ermöglicht. Meist wird es durch das Ausschließen anderer Krankheiten festgestellt. Nicht nur physische Probleme können zu einer starken Ermüdung führen, sondern auch mentale Erkrankungen wie eine Depression.


Wodurch wird das Chronische Ermüdungssyndrom verursacht?

Man ist sich über die die Ursachen von CFS noch nicht ganz einig. Was jedoch alle Meinungen gemeinsam haben, ist, dass es in Verbindung mit Virusinfektionen und einem geschwächten Immunsystem zu tun hat. Auch hormonelle Ungleichgewichte spielen eine Rolle.


Andere Risikofaktoren sind:


  • Das Alter: Die Diagnose wird am häufigsten bei Menschen zwischen 40 und 50 Jahren gestellt.

  • Geschlecht: Bei Frauen wird häufiger CFS diagnostiziert als bei Männern. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass Frauen ihrem Arzt offener gegenüber sind, was die Symptome angeht. 

  • Stress: Wer unter viel Stress leidet, hat ein erhöhtes Risiko für viele physische und mentale Gesundheitsprobleme, einschließlich CFS.


Wie kann man das chronische Müdigkeitssyndrom behandeln?

Genauso wie man sich nicht ganz einig ist, wie man ein CFS bekommt, so gibt es leider auch keine gezielte Therapie, welche zur kompletten Heilung führt. Die Behandlung konzentriert sich daher hauptsächlich auf die Symptombehandlung. 


Wenn festgestellt wird, dass die chronische Müdigkeit durch eine Depression verursacht wurde, wird vordergründig diese behandelt. Sei es medikamentös oder durch eine Therapie. Es gibt inzwischen viele Selbsthilfegruppen, um die emotionale Belastung durch das Chronische Erschöpfungssyndrom zu lindern. Dort können die Betroffenen sich austauschen, wie sie im Alltag damit fertig werden, was sie bezüglich des Umgangs mit der Krankheit gelernt haben und welche Behandlungen ihnen helfen.


Beobachtungen haben gezeigt, dass das CFS im Laufe der Zeit schwanken kann. So gibt es Momente, in denen es besser geht und solche, in denen die körperliche und mentale Verfassung der Patienten sehr schlecht ist. Es hat sich als hilfreich gezeigt, zu lernen, mit der Krankheit umzugehen und das alltägliche Leben entsprechend anzupassen. In extremen Fällen kann es sein, dass die Betroffenen sogar arbeitsunfähig werden. Andere Beispiele haben jedoch gezeigt, dass manche lernen, damit umzugehen und durch eine gezielte Behandlung der Symptome ein relativ normales Leben führen können.


Wie kann es gelingen, den Alltag zu meistern?

Bei einem Großteil der Betroffenen des Chronischen Ermüdungssyndroms hilft es, sich trotz der Müdigkeit in Bewegung zu halten. Dies müssen keine sportlichen Höchstleistungen sein, welche mit dieser Erkrankung eher nicht möglich sind. Doch eine sanfte Steigerung der Kraft und Ausdauer hilft dabei, einen gesünderen Schlaf zu erhalten und somit mehr Energie zu schöpfen.


Großartige Möglichkeiten, um die Kraft und Ausdauer trotz des CFS zu trainieren, sind:


  • Regelmäßiges Gehen 

Ein täglicher Spaziergang hilft dabei, sanft die Muskeln aufzubauen. Wenn du arbeitest, geh am besten einen Teil deines Arbeitsweges zu Fuß und dreh in der Mittagspause eine Runde um den Block. 

  • Arbeiten im Stehen

Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch kannst du zwischen einer sitzenden und stehenden Position bei der Arbeit wechseln. Dadurch werden deine Muskeln mehr beansprucht und dein Körper besser durchblutet. Dies stärkt nicht nur deinen Körper, sondern kann auch die Müdigkeit besser bekämpfen.   

 

  • Sanftes Training

Sanfte Übungen wie Yoga oder Pilates unterstützen deine Muskeln und Ausdauer, ohne dass du sehr viel Kraft, welche Betroffene mit dem Chronischen Ermüdungssyndrom nicht haben, aufwenden musst. Dadurch werden dein Körper und auch dein Geist gestärkt. 

 

  • Mentales Wohlbefinden

Menschen, die unter dem CFS leiden, haben oft mentale Probleme, da sie die Krankheit davon abhält, ein normales Leben zu leiten. Nicht selten kann dies zu Depressionen führen, was die Symptome des Erschöpfungssyndroms nur noch verstärkt. Daher kann es hilfreich sein, eine Selbsthilfegruppe oder einen Therapeuten aufzusuchen. 

 

  • Stärkung des Immunsystems

Da das Chronische Ermüdungssyndrom mit einem geschwächten Abwehrsystem in Verbindung gebracht wird, kann es helfen, dass du durch eine ausgewogene Ernährung gezielt auf die Stärkung deines Immunsystems achtest.  

 

  • Leichte Mahlzeiten

Um deinen Körper nicht noch zusätzlich Energie zu rauben, solltest du immer nur kleine, leichte Mahlzeiten zu dir nehmen. Verzichte am besten auf Lebensmittel mit viel Zucker oder Fett, um deinen Blutzucker stabil zu halten. Zudem solltest du auf alkoholische Getränke verzichten, da diese die Müdigkeit noch mehr verstärken.


Es kann einige Zeit und viel Ausprobieren erfordern, um herauszufinden, wie jeder Einzelne am besten mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom fertig wird. Andere Betroffene können dir hilfreiche Tipps für den Umgang mit der Krankheit geben. In den meisten Fällen führt Disziplin und Durchhaltevermögen dazu, dass sie ein relativ normales Leben führen können.


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