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Burnout-Syndrom - Alles was du wissen musst
18. Jan. 2022
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Was ist ein Burnout-Syndrom?

Im Wesentlichen wurde der Begriff “Burnout” von dem US-amerikanischen Psychotherapeuten Herbert Freudenberger in den 1970er geprägt. Mit ihm werden die Folgen starker Belastungen und hoher Ideale in diversen Berufsgruppen beschrieben. Treffen kann es dabei jeden: von überarbeiteten Angestellten zu Prominente bis hin zu gestresste Karrieremenschen sowie auch Hausfrauen oder -männern.


Ein wichtiges Detail, das zu beachten ist, dass sich die Fachwelt bis heute nicht einig geworden ist, was ein Burnout eigentlich ist. Dies bringt eine Vielfalt von Komplikationen mit sich wie: Eine klare Definition der Krankheit, wie man es feststellen kann, wie häufig es auftreten kann usw. 

 

Burnout: Symptome

Eine Gemeinsamkeit des Burnout-Syndroms ist, dass die von dem Individuum beschriebenen Beschwerden als Folgen belastender beruflicher und/oder außerberuflicher Tätigkeiten angesehen werden. Beispielsweise durch die Pflege von Angehörigen, die in vielen Fällen eine außergewöhnliche Belastung für viele Personen darstellen kann.


In der Aktualität werden hauptsächlich drei Beschwerdebereiche als Anzeichen für das Burnout-Syndrom benutzt:


  • Erschöpfung: Die Person beschreibt ein Gefühl konstanter Müdigkeit und emotionaler Erschöpfung. Zudem berichtet sie von mangelnder Energie, Überforderung, Niedergeschlagenheit und anderen körperlichen Beschwerden wie physische Schmerzen und Magen-Darm-Problemen.


  • Entfremdung von der (beruflichen) Tätigkeit: Betroffene fangen an ihre Arbeit als zunehmend frustrierend und belastend an zu sehen. Die Entwicklung einer zynischen Haltung gegenüber Arbeitskollegen und den Bedingungen am Arbeitsplatz treten häufig auf. Diese werden von einer starken emotionalen Distanz und einer zunehmenden Abstumpfung gegenüber ihren beruflichen Aufgaben gefolgt.


  • Verringerte Leistungsfähigkeit: Eines der Schlüsselelemente dieser Krankheit ist die drastisch abnehmende Leistungsfähigkeit. Dabei ist es irrelevant ob diese im Unternehmen, im Haushalt oder in anderen Bereichen geschieht. Betroffene beschreiben ihre Tätigkeiten als sehr negativ und beklagen sich dabei sehr unkonzentriert und lustlos zu fühlen.  

 

Wie wird ein Burnout diagnostiziert?

Die gängigste Art von Burnout festzustellen ist durch einen Fragebogen. Dieser nennt sich “Maslach-Burnout-Inventar” und liegt für verschiedene Berufsgruppen vor. Allerdings entsprang dieser Fragebogen aus dem Interesse, Burnout wissenschaftlich zu erforschen und nicht um ihn in der ärztlichen Praxis anzuwenden.   

 

Es gibt verschiedene Fragebögen zur Selbstauskunft, da es aber keine einheitliche Definition für dieses Syndrom gibt, ist noch unklar, ob ein Fragebogen wirklich die angemessene Art ist, um die Krankheit zu identifizieren.


Im Internet finden sich diverse Fragebögen die versichern eine schnelle und einfache Diagnose geben zu können. Diese eignen sich jedoch nicht und Experten raten davon strickstens ab, da die Beschwerden andere Ursachen haben können.  

 

Beispiele hierfür sind: psychische und psychosomatische Erkrankungen wie eine Depression, Angsterkrankungen oder ein chronisches Müdigkeitssyndrom. Körperliche Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können ebenfalls Symptome verursachen, die mit dem Burnout-Syndrom in Verbindung gebracht werden können wie u.a. Erschöpfung und Müdigkeit. Sollten sie unter solchen Beschwerden leiden, ist es ratsam, gemeinsam mit ihrem Arzt oder Ärztin den Ursprung dieser Symptome zu erfassen und eine Lösung zu finden. 

 

Burnout: Behandlung

Burnout ist eine ernstzunehmende Erkrankung die schnellstmöglich professionell behandelt werden sollte. Wird ein Burnout zu spät entdeckt und therapiert, verschlechtern sich die Heilungschancen. Deswegen wird geraten sich rechtzeitig professionelle Hilfe zu suchen (wenden sie sich an ihrem Hausarzt für mehr Information).


Die übliche Burnout-Therapie setzt sich aus vielen verschiedenen Bausteinen zusammen. Sie werden individuell auf die Probleme und Persönlichkeit des Patienten abgestimmt. Neben psychotherapeutischer Unterstützung können auch Medikamente Hilfe bei Burnout bringen. Diese werden insbesondere, wenn schwerere depressive Symptome auftauchen angewendet.


Wie vorhin angedeutet, gibt es leider keine speziellen Burnout-Medikamente. Jedoch versuchen die Ärzte die unterschiedlichen Beschwerden einzeln zu behandeln. Symptome wie Antriebslosigkeit, innere Leere und Interessenverlust, können beispielsweise mit Antidepressiva ergänzend mit Psychotherapie behandelt werden und eine gute Option darstellen. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) andererseits heben den Serotoninspiegel im Gehirn und wirken so antriebssteigernd. 

 

Burnout: Prevention

Des Öfteren leiden auch Menschen, die Probleme normalerweise gut bewältigen, an Burnout.  Die gute Nachricht ist, dass man diesem Prozess nicht hilflos ausgeliefert ist und selbst zur Burnout-Prävention beitragen kann. Folgende Strategien können Ihnen dabei helfen: 

 

  • Eigene Bedürfnisse wahrnehmen: Versuchen Sie, Ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. Was ist Ihnen wirklich wichtig?

  • Grundbedürfnisse aufdecken: Burnout entsteht aus einer Frustration heraus. Suchen Sie sich Aufgaben, bei denen Ihre individuellen Grundbedürfnisse befriedigt werden.

  • Stressmanagement und Entspannung: Stress ist ein Burnout-Treiber. Steuern Sie aktiv gegen! Hilfreich für die Burnout-Prophylaxe sind Stressmanagement und andere Entspannungstechniken.

  • Selbstaufmerksamkeit: Burnout kommt meist unbemerkt. Befragen Sie sich regelmäßig selbst, wieviel Stress Sie haben und wie zufrieden Sie mit Ihrem Leben sind.

  • Soziale Kontakte: Das soziale Netzwerk ist ein wichtiger Faktor in der Burnout-Prävention. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde und Ihre Familie.

  • Klare Lebensziele definieren: Finden Sie heraus, welche Ziele ihnen im Leben wirklich wichtig sind. So können Sie Ihre Energie gezielt einsetzen.

  • Gesunde Lebensweise: Auch eine gesunde Lebensweise kann Burnout vorbeugen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, vor allem aber regelmäßiger Sport und viel Bewegung - dies hilft beim Stressabbau.

  • Hilfe suchen: Oft ist es nicht so einfach, gute Vorsätze in der Praxis umzusetzen. Falls Sie bei sich über einen längeren Zeitraum ein erhöhtes Stresslevel oder typische Symptome von Burnout bemerken, sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt, Psychotherapeuten oder Psychiater wenden.

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