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Bist du ein Workaholic oder arbeitest du nur viel?
25. Feb. 2022
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Früher war es eher ein Kompliment, als Workaholic angesehen zu werden. Glücklicherweise wissen wir jetzt, wie schwerwiegend die Folgen langer Arbeitszeiten sind. Jeder liebt einen harten Arbeiter, aber zu viel Überarbeitung wird heute mit Negativem in Verbindung gebracht, von erhöhtem Stress und schlechtem Schlaf bis hin zu einer Unfähigkeit zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten und kreativ zu denken.

 

Leider bedeutet ein Workaholic zu sein, nicht nur massenhaft Überstunden zu machen. Laut neuen Forschungsergebnissen kann man immer noch mit all den negativen geistigen und körperlichen Folgen von Arbeitssucht konfrontiert werden und weniger Stunden arbeiten als die Mehrheit der Menschen um einen herum.


Wenn kürzere Arbeitszeiten kein garantierter Weg sind, um sich vor Stress am Arbeitsplatz zu schützen, was dann? Um das zu beantworten, müssen wir genauer untersuchen, was es bedeutet, ein Workaholic zu sein, warum es so gefährlich ist und wie man erkennt, ob man die Grenze von harter Arbeit zur Besessenheit überschritten hat.


Was ist ein Workaholic? 

Der Begriff „Workaholic“ wurde erstmals 1968 vom Psychologen Wayne E. Oates für jemanden mit „einem unkontrollierbaren Bedürfnis, ununterbrochen zu arbeiten“, geprägt. Oates sah die Beziehung einiger Menschen zur Arbeit als eine Sucht an, die mit Alkoholismus oder Drogenmissbrauch verwandt ist. Doch obwohl das Wort Workaholic seit mehr als 50 Jahren Teil unserer Kultur ist, gibt es immer noch keine einheitliche medizinische Definition dafür, was ein Workaholic ist.


Der Psychologe Bryan Robinson nannte die Arbeitssucht „das am besten gekleidete psychische Gesundheitsproblem“ von allen. Und tatsächlich klingen selbst die ursprünglich von Oates definierten Anzeichen von Arbeitssucht so, als würde jemand eine Interviewfrage nach seinen „schlimmsten Eigenschaften“ beantworten wie:

  • Ein innerer Drang, hart zu arbeiten

  • Ständig an die Arbeit denken

  • Schuldgefühle und Unruhe, wenn man nicht arbeitet


All diese Handlungen könnten auf jemanden hindeuten, der von seiner Karriere besessen ist. Sie könnten aber genauso gut Anzeichen für einen besonders arbeitsreichen oder stressigen Moment sein.


Vielleicht steht eine große Präsentation an oder eine Deadline für die Arbeit. Ist es nicht vollkommen akzeptabel, hart zu arbeiten, über seine Verantwortung nachzudenken und sich schuldig zu fühlen, wenn man sich eine Auszeit nimmt? Ist das nicht ein guter Mitarbeiter?


Was unterscheidet demnach den Workaholic also von einem enthusiastischen, hart arbeitenden Mitarbeiter? Die übliche Entschuldigung für Workaholics ist, dass sie leidenschaftlich sind. Finde einen Job, den du liebst, und du wirst keinen Tag in deinem Leben arbeiten, richtig? Leider hält dieses beliebte Sprichwort von Beratern und Eltern auf der ganzen Welt der Realität der Arbeitssucht nicht stand.


Viele Arbeitssüchtige sind sich ihrer schlechten Arbeitsgewohnheiten bewusst, haben aber das Gefühl, dass es keine andere Wahl gibt. Workaholics haben ihre Gewohnheiten durch jahrelange positive Ergebnisse verstärkt. Sie arbeiten hart, sind besessen von ihrer Arbeit und bekommen Beförderungen, Gehaltserhöhungen oder Anerkennung. Aber irgendwann können sie entweder nicht mit ihren eigenen Erwartungen Schritt halten oder die Belohnungen versiegen.


Hier kommt das wahre Problem, ein Workaholic zu sein, ins Spiel. Wie Workaholic-Expertin Dr. Barbara Killinger schreibt, ist die Arbeit zu einem so integralen Bestandteil unserer Identität geworden, dass wir unseren Freunden, geliebten Menschen, persönlichen Zielen und Hobbys nichts mehr zu geben haben, wenn wir mit der Arbeitssucht aufhören. Es fällt ihnen nicht leicht, sich zu entspannen, sie schlafen nicht viel und werden von dem mit dem Workaholic-Leben einhergehenden Vorteilen regelrecht mitgerissen. Fällt die Arbeit weg, bleibt ihnen nichts mehr.


Workaholics können sich nicht vom Arbeitstag lösen

Das untrüglichste Zeichen dafür, ein Workaholic zu sein, ist, sich nicht vom Arbeitstag lösen zu können. Für Workaholics nehmen ihre Jobs, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und der Stress des Arbeitstages den größten Teil ihres mentalen Raums ein.

 

Im Gegensatz zu Menschen, die nur lange arbeiten, haben Workaholics Mühe, sich psychisch von der Betätigung zu lösen. Dieses ständige Grübeln über die Arbeit geht des Öfteren mit Stress, Angstzuständen, Depressionen und Schlafproblemen einher und die Erholung von der Arbeit scheint unmöglich. Das Stresslevel bei Workaholics sind daher oft chronisch, was zu einer fortwährenden Abnutzung des Körpers führt.


Ein 3-Stufen-Plan, um sich von der Arbeitssucht zu erholen

Denkst du, dass du ein Workaholic bist und kannst endlich die negativen Auswirkungen sehen? Doch wie löst du dich davon, ohne in ein tiefes Loch zu fallen, den Sinn deines bisherigen Lebens zu verlieren? 


Wie bei jeder Sucht ist es auch bei der Arbeitssucht wichtig, dass du erkennst und zugibst, dass du ein Problem hast. In unserer aktuellen produktivitätsbesessenen Kultur ist es leicht, musst du akzeptieren, wenn du zu weit gegangen bist.


Als Nächstes suchst du nach der Ursache. Auch hier ist es leicht, sich selbst vorzulügen, dass man nur hart arbeitet, um ein schwieriges Projekt durchzustehen oder eine Frist einzuhalten. Sei ehrlich. Wenn es hilft, versuche deine „Schattenabsichten“ zu identifizieren. Dies sind die nicht selten unbewussten Motivatoren dafür, warum du so handelst, wie du es tust.


Zum Beispiel könntest du denken, dass du lediglich versuchst, eine Frist einzuhalten. Aber deine Schattenabsicht könnte ein Gefühl von Selbstzweifeln, ein Identitätsproblem, eine unterschwellige Versagensangst oder Perfektionismus sein. Zu verstehen, was dich motiviert und dazu bringt, ein Workaholic zu sein, kann dir helfen, den nächsten Schritt zu unternehmen.


Erstelle schließlich einen Plan und ziehe ihn durch. Dies könnte bedeuten, bestimmte Arbeitszeiten zu planen. Konzentration auf eine Sache statt Multitasking. Lernen, neue Prioritäten aufzustellen, wenn Dinge auftauchen, anstatt chaotisch zu versuchen, alles hineinzustopfen. Oder sogar harte Grenzen bei der Arbeit zu setzen, damit du lernst, abzuschalten.


Es gibt mehr im Leben als nur die Arbeit. Und wenn du dich von deinem Job trennst und dir Zeit nimmst, wirst du nicht minder zu einem engagierten Mitarbeiter. In der Tat arbeiten die produktivsten Menschen oft weniger und gönnen sich mehr Freizeit.


Wenn du feststellst, dass du von deiner Arbeit besessen bist, denk daran, dass du nicht alles tun kannst. Nimm dir eine Minute Zeit, um zu verstehen, warum du ein Workaholic geworden bist und arbeite dann daran, dir den Freiraum zu verschaffen, den du für ein glückliches, ausgeglichenes Leben benötigst.


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