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Als Mutter oder werdende Mutter arbeitstätig? Das musst du beachten
17. Feb. 2022
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Mutter sein und weiter zu arbeiten ist mittlerweile Normalität. Im Jahr 2019 arbeiteten über 70% der Mütter mit minderjährigen Kindern, viele davon in Teilzeit. Es ist also lange kein Einzelfall mehr, dass Frauen neben ihrer Tätigkeit als Mutter zusätzlich arbeiten müssen und so eine Doppelbelastung eingehen müssen. Hier bestätigt sich dann doch oft das traditionelle Rollenbild, in dem die Männer arbeiten gehen und die Frauen sich um Kinder und den Haushalt kümmern - nur reicht das Gehalt des Mannes oft nicht mehr für ein gewisses Level an Wohlstand und die Mutter sieht sich gezwungen, neben der unbezahlten Arbeit zuhause noch einen bezahlten Job anzunehmen. Natürlich ist das aber nicht in allen Fällen ein Problem. Oft gibt es auch Mütter, die einfach gerne arbeiten oder progressivere Familien, die sich sowohl die Arbeiten im Haushalt als auch die Berufstätigkeit untereinander aufteilen.


Erhöhte Burnoutgefahr unter arbeitstätigen Müttern

Mutter zu sein und gleichzeitig zu arbeiten ist ein Balanceakt, der vielen Frauen sehr schwer fällt. Meist muss man in beiden Tätigkeiten Abstriche machen und eine Priorisiert vornehmen - entweder man klettert weiter die Karriereleiter hoch oder man fokussiert sich vor allem auf das Kind. Bei berufstätigen Eltern kommt meist ein Zwischending heraus, denn wenn man sich auf beide Sachen zu sehr fokussiert, geht einem ganz schnell die Energie aus. Es kommt zu einem Burnout, von dem man dann mehrere Wochen bis Monate flach liegt und quasi komplett ausfällt.

 

Wie vielen Frauen es so geht, sieht man ganz schnell schon beim Gespräch mit Freundinnen oder wenn man einfach einmal bei Google die Wörter "Kind" und "Arbeit" eingibt. Suchanfragen bezüglich dieser Probleme auf Seiten des Vaters gibt es nur selten, sodass diese in den Vorschlägen kaum auftauchen.

 

Arbeitstätige Mütter stehen meist früh auf, um ihre Kinder auf Schule oder Kindergarten vorzubereiten, arbeiten dann und bekommen meistens auch nach der Arbeit keine Ruhe, weil sie dann zum größten Teil alleine die Hausarbeit erledigen müssen.


Arbeitsteilung ist das A & O unter Eltern

Das Schauerszenario, das die Statistiken oft zeigen, muss auf keinen Fall auch bei dir zutreffen. Führe mit deinem Partner Gespräche, bei denen du deine Erwartungen an ihn schilderst und bei dem ihr gemeinsam einen Plan ausarbeitet, mit dem ihr beide glücklich werden könnt. Wenn die Kinder groß genug sind, kann man auch ihnen einige Aufgaben übertragen. Das entlastet nicht nur, sondern schult auch gleichzeitig die Kinder zu mehr Selbstständigkeit und bereitet sie auf das spätere Leben vor. Ein Warnzeichen ist, wenn dein Partner immer ein Danke erwartet, wenn er etwas im Haushalt tut, oder nur hilft, wenn du ihn dazu aufforderst. Das zeigt ganz klar, dass er die Aufgaben des Haushalts bei dir sieht. Für ihn fühlt es sich nicht so an, als würde er einfach seinen Teil der Hausarbeiten erledigen, sondern als würde er einen Gefallen für dich tun, weil dein Partner das konventionelle Rollenbild noch verinnerlicht hat. Auch hier ist es wichtig, das Gespräch zu suchen, wenn dich das stört. 

 

Wenn beide Partner Aufgaben im Haushalt übernehmen, hat man dann auch mehr Zeit für qualitative Zeit mit den Kindern, bei der eben nicht Wäsche aufgehangen wird, sondern auch mal ein Spaziergang oder eine Runde Brettspiele eingeplant ist. 



Die Arbeitsteilung ist ebenfalls besonders wichtig für die Gesundheit der Beziehung. Wenn sowohl Frau als auch Mann arbeitet, aber die ganze Hausarbeit an der Frau kleben bleibt, führt dies langsam aber sicher zu viel aufgestauter Wut. Am Anfang sagt man als Mutter und in diesem Fall auch Hausfrau noch etwas, aber irgendwann ist auch das ermüdend und man ist nur noch enttäuscht und resigniert. In diesem Stadium merkt man dann oft, wie sich das Paar immer weiter entfremdet und die Kommunikation ausbleibt. Die Resignation kommt vor allem dann, wenn selbst konstruktive Pläne nicht richtig funktionieren. Arbeitspläne funktionieren zum Beispiel oft in den ersten paar Wochen, allerdings entzieht sich teilweise der Partner der Pflicht und auch die Kinder nehmen sich das dann als Ausrede, um auf die Hausarbeit verzichten zu können. Hier ist es wichtig dem Partner seine Funktion bewusst zu machen.



Ist Selbstständigkeit besser?

Wenn man sich als Mutter oder werdende Mutter selbstständig macht, verspricht das natürlich viele Vorteile. Die Zeit kann sich freier eingeteilt werden, man kann sein Büro beispielsweise mit einem höhenverstellbaren Tisch an die eigenen Bedürfnisse anpassen und man kann natürlich gleichzeitig ein Auge auf die Kinder werfen.

 

Allerdings kommt es hier sehr darauf an, mit was man sich selbstständig macht. Benötigt deine Arbeit viel Kundenkontakt, dann ist man in der Selbstständigkeit natürlich von den Kunden abhängig. Wenn man "Nein" sagt, dann tut man das meist nur ein paar Mal bis der Kunde sich jemand anderen sucht. Aufgaben, wie virtuelle Assistenz fallen also er raus, dann hier braucht es oft besonders viel Kommunikation mit dem Kunden. Geeignete Jobs sind stattdessen diese, bei denen man nur einen kurzen Input braucht, um anzufangen. Das können zum Beispiel Jobs wie das Schreiben von Texten für Websites sein oder auch das Transkribieren von Videos.

 

Wenn man sich frühzeitig dazu entscheidet, von zu Hause aus zu arbeiten, dann kann man bereits rechtzeitig Onlinekurse absolvieren, die das nötige Grundwissen für die Selbstständigkeit bereitstellen. Mittlerweile gibt es allerdings auch bei normalen Jobs die Möglichkeit, einen Großteil der Arbeit im Homeoffice zu erledigen. Dies bietet daher eine geeignete Alternative für die Selbstständigkeit, vor allen Dingen wenn man den Papierkram vermeiden will.

 

Allerdings ist auch hier die Kommunikation mit dem Partner zwangsweise nötig, denn natürlich kann man auch, wenn man von zu Hause aus arbeitet, überfordert sein und von der vielen Arbeit ein Burnout bekommen. Die Entscheidung für ein Kind ist die Entscheidungen eines Paares, sodass auch die Aufgaben als Paar gestemmt werden sollten.


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