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Allergie: Symptome, Ursachen und Behandlung
30. Jul. 2021
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Alleine in Deutschland gibt es zwischen 20 und 30 Millionen Allergiker. Das bedeutet, dass jede dritte bis vierte Person in Deutschland unter einer Allergie leidet – Tendenz steigend. Deshalb wollen wir in diesem Ratgeber erklären, welche Allergien es gibt, was man dagegen tun kann und was genau eine Allergie eigentlich ist.

 

Was ist eine Allergie?

Laut der medizinischen Definition handelt es sich bei einer Allergie um eine Überreaktion des Immunsystems auf einen eigentlichen harmlosen Fremdkörper (Allergen), so zum Beispiel Pollen oder Tierhaare. Es gibt eine große Vielzahl verschiedener Allergien, die alle über unterschiedliche Symptome und Auslöser verfügen. Darüber kann es auch zu Kreuzallergien kommen, bei denen die Betroffenen unter mehreren verwandten Allergiearten leiden.

Das sind die häufigsten Allergien:

1. Heuschnupfen

2. Hausstauballergie

3. Insektenstichallergie

4. Tierallergie

5. Nahrungsmittelallergie

6. Schimmelpilzallergie

In den meisten Fällen treten die allergischen Reaktionen an Atemwegen, der Haut und den Schleimhäuten auf. In den meisten Fällen sind die Auswirkungen eher harmlos, bei anderen Allergien kann es dahingegen sogar zu einer lebensgefährlichen Reaktion kommen. Die häufigsten Reaktionen sind tränende und juckende Augen, Niesen, Husten, juckende Haut sowie Atembeschwerden und Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.

Schwer ausgeprägte Allergien können, wenn unbehandelt, die eigene Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allergische Reaktionen treten häufig sofort nach dem Kontakt mit dem Allergen auf, können sich in anderen Fällen aber auch erst Stunden später bemerkbar machen.

 

Welche Allergien gibt es?

Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige verschiedene Formen von Allergien. In den folgenden Abschnitten wollen wir uns deshalb auf die häufigsten Allergieformen konzentrieren, unter denen mehr als 90% aller Betroffenen leiden. Dabei ist es außerdem wichtig, zwischen einer Allergie und einer Überempfindlichkeit zu entscheiden, da eine Allergie deutlich besser behandelt werden kann. Sollte man den Verdacht haben, dass man selbst an einer Allergie oder Überempfindlichkeit leidet, sollte man deshalb unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

Heuschnupfen

Heuschnupfen ist die mit Abstand häufigste Allergieform. Mehr als 69% aller Allergie-Betroffenen reagieren allergisch auf den Blütenstaub (die sogenannten Pollen) von Gräsern, Getreide, Sträuchern und Bäumen. Meistens durch den Wind aber auch durch Insekten kann sich dieser Blütenstaub rasant verbreiten und bei den Betroffenen zu Reaktionen wie juckenden und tränenden Augen, einem Niesreiz sowie Hautirritationen führen.

Am stärksten ist die Pollenbelastung zwischen Februar und Oktober, wenn die meisten Pflanzen und Bäume blühen. Als Betroffener sollte man unbedingt einen digitalen Pollen-Radar verwenden, der einen vor Hot-Spots warnt. In schweren Fällen kann darüber hinaus die Verwendung von Medikamenten (Antihistaminika) nötig sein, um die Atemnot als Folge der Haustauballergie in den Griff zu bekommen.

 

Hausstauballergie

Die zweit häufigste Allergieform in Deutschland ist die Hausstauballergie. Bei Hausstaub handelt es sich um eine Mischung aus Haaren, Hautschuppen, Textilfasern und anderen kleinsten Partikeln, die es in jedem Haus und in jeder Wohnung gibt. In diesem Hausstaub leben Hausstaubmilben – das eigentliche Allergen der Betroffenen.

Denn auch wenn die Allergie umgangssprachlich „Hausstauballergie“ genannt wird, handelt es sich dabei eigentlich um eine Hausstaubmilbenallergie. Typische Symptome sind ein Anschwellen der Nasenschleimhaut und eine verstopfte Nase, Schlafstörungen und Kopfschmerzen sowie gerötete und juckende Augen. Regelmäßiges Lüften, Saugen mit einem Mikrofilter und ein häufiges Waschen des Kopfkissens und der Decke haben sich als die besten Mittel gegen Hausstaub erwiesen.

 

Tierallergie

Wenn einem beim Streicheln und Kuscheln mit Tieren regelmäßig die Augen brennen und tränen und man danach häufig niesen muss, dann hat man wahrscheinlich eine Tierhaarallergie. Wobei die Betroffenen auch hier eigentlich nicht gegen die Haare, sondern gegen Hautschuppen und andere Partikel allergisch sind. Da diese sich aber vor allem durch die Haare im Haus ausbreiten, bezeichnet man die Allergie als Tierhaarallergie.

Die mit Abstand häufigste Variante ist dabei eine Katzenhaar-Allergie. Das liegt daran, dass die Katzenhaare besonders gute Schwebeeigenschaften haben und sich daher leichter im Haus verbreiten. Wie schlimm die allergische Reaktion ausfällt, hängt von Alter, Rasse und Geschlecht der Katze ab. Zwar deutlich seltener, aber ebenso möglich ist eine Allergie gegen Hunde-, Pferde-, Meerschweinchen- oder Kaninchen-Haare.

Die beste Behandlung gegen diese Allergie ist offensichtlich gar nicht erst mit dem jeweiligen Tier in Kontakt zu kommen. Allerdings leiden auch 20% aller Haustierbesitzer unter einer Allergie. In einem solchen Fall sollte man das Tier regelmäßig baden, einen Staubsauger mit Mikrofilter verwenden und das Schlafzimmer zur Tierfreien-Zone machen.  

 

Nahrungsmittelallergie

Bei der Nahrungsmittelallergie leiden die Betroffenen, wie der Name bereits vermuten lässt, unter einer Allergie gegenüber Nahrungsmitteln. Die Symptome können dabei höchst unterschiedlich ausfallen. Häufig sind zum Beispiel Probleme in der Magen-Darm-Region, wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung. Bei einer Lebensmittelallergie kann es aber auch zu einem Niesreiz und Fließschnupfen kommen.

Betroffene klagen außerdem häufig über ein Kribbeln oder Kratzen im Hals sowie Hustenanfälle und Verschleimung. Bei besonders schweren Allergien kann es auch zu allergischem Asthma und Atemnot kommen. Erwachsene sind besonders häufig gegen Milch-, Ei- und Getreideprodukte sowie gegen Gemüse, Obst und Gewürze allergisch. Kinder sind dagegen häufiger gegen Nuss- und Fischprodukte allergisch.

Eine Nahrungsmittelallergie ist durch Haut- und Labortests extrem schwer nachweisbar. Der Arzt muss deshalb zusammen mit dem Patienten herausfinden, gegen was genau der Patient eigentlich allergisch ist. Dafür empfiehlt sich das Führen eines Ernährungstagebuchs. Ist die Allergie erstmal bestimmt, gibt es inzwischen viele Therapiemöglichkeiten. So zum Beispiel die erfolgreiche Hypersensibilisierung.

 

Schimmelpilzallergie

Ähnlich wie Pflanzen können auch Schimmelpilze „blühen“. Und genauso wie sich bei der Blütezeit der Pflanzen Pollen verbreiten und zu allergischen Reaktionen führen, verbreiten sich beim Schimmelpilz die sogenannten Sporen. Wenn man eine Schimmelpilzallergie hat, dann lösen die Sporen Niesreiz, Husten, Schnupfen und eine verstopfte Nase aus.

Fallen die allergischen Reaktionen besonders heftig aus, kann es auch zu Migräne, Nesselsucht oder Asthma kommen. Da die Schimmelsporen sowohl in der Natur als auch in Gebäuden vorkommen, sind Allergiker das ganze Jahr über betroffen. Die Diagnose einer solchen Allergie wird häufig dadurch erschwert, dass die Symptome den viel häufigeren Haustaub- und Tierhaar-Allergien so stark ähneln.

Wenn nicht feststeht, was genau die allergischen Reaktionen auslöst, sollte man gezielt nach Schimmel im Haus suchen und diesen anschließend professionell entfernen lassen. Alle Feuchtschäden müssen unbedingt trockengelegt und saniert werden. Darüber hinaus kann häufiges Lüften und das Entfernen von Luftbefeuchtern helfen. Auch schimmelige Blumenerde und Pflanzenreste sollten möglichst schnell entfernt werden. Das gleiche gilt natürlich für Nahrungsmittel, die verdorben sind.

 

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