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5 Situationen, in denen du als Freiberufler „Nein“ sagen solltest

06. Dez. 2021
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Wenn du selbstständig bist und somit alleine für dein Einkommen verantwortlich, kann es oft schwer sein, zu Auftraggebern auch mal Nein zu sagen. Ein Einzelunternehmen lebt davon, dass Kunden „Ja“ sagen, damit ein Geschäft entsteht.

 

Besonders in der Anfangsphase kann es schwierig sein, Aufträge aus verschiedenen Gründen abzulehnen. Sei es, weil sich der Aufwand nicht lohnt oder du dir nicht sicher bist, ob du die Wünsche des Kunden auch wirklich erfüllen kannst. Doch besonders für Neuunternehmer zählt jeder Euro. 


Die Konsequenz könnte im Zweifel sein, dass du einen Kunden für immer verlierst und damit auch deinem Ruf schadest, wenn du dich übernommen hast. Zudem wirst du nicht für all die Zeit und Mühen bezahlt, die du in ein Projekt gesteckt hast. 


Auf der anderen Seite kann es sich aber auch lohnen, zu einem weniger lukrativen Auftrag Ja zu sagen, um weitere und lohnendere Geschäfte mit diesem Kunden zu unternehmen. 


Die Entscheidung ist nicht jederzeit leicht und besonders wenn du aus Ressourcengründen zu einem guten Stammkunden Nein sagen musst, schwingt immer die Angst mit, ihn zu verlieren. Am Ende arbeitest du unzählige Stunden und die Freizeit ist dahin. Doch wenn du so weiter machst, droht ein Burnout. 


Was kannst du also dagegen tun und wann sollte man als Freelancer auch mal Nein sagen? 

 

1. Lehne ab, wenn sich die Arbeit nicht lohnt

Dies ist das wichtigste „Nein“ in deinem Arbeitsleben als Einzelunternehmer. Sobald du mit deinem Geschäft wächst, sei es als Haut- oder Nebengeschäft, wirst du an einen Punkt kommen, an dem bestimmte Kunden oder Klienten einfach nicht mehr genug bezahlen. Eine wichtige Methode, um herauszufinden, ob du mit einem Kunden genug verdienst, besteht darin, zu bestimmen, wie viel du pro Stunde verdienen möchtest. Berechne dann, ob die Arbeit dieses Kunden den Schwellenwert erfüllt.


Ist es dein erstes Einzelunternehmen, das du gegründet hast, freust du dich erst einmal natürlich über jeden Kunden. Und besonders zu Beginn ist es auch wichtig, Aufträge anzunehmen, die sich weniger lohnen, dir aber eine gute Reputation oder Referenz einbringen. Gerade dann kann ein Nein verheerend sein. 


Doch sobald dein Geschäft wächst und somit auch dein Ruf und deine Fähigkeiten steigen, musst du deine Preise angleichen, damit es sich lohnt. Schließlich machst du diese Arbeit, um gut leben zu können. Du wirst bemerken, dass es jedoch schwierig ist, von einem Kunden mehr zu verlangen oder ihn gar abzulehnen. 


Um ein Gefühl dafür zu bekommen, kannst du es bei einem Kunden, den du inzwischen gut kennst und mit dem du eine gute Geschäftsbeziehung aufgebaut hast, offen sprechen und ihm mitteilen, dass sich dein Preis erhöht hat. Parallel kannst du bei neuen Abnehmern bereits einen Betrag einfordern, den du erreichen möchtest. Du wirst erstaunt sein, wie viele sich damit einverstanden zeigen, weil sie deine gute Arbeit sehr schätzen. 

 

2. Sag Nein, wenn die Arbeit nicht deinen Fähigkeiten entspricht

Abhängig von deinem Arbeitsbereich kann dies häufig vorkommen. Du weißt genau, worin deine Fähigkeiten liegen und was du gut machen kannst. Wenn dich Kunden bitten, etwas zu übernehmen, von dem dir bewusst ist, dass es nicht deine Sonnenseite ist, sage Nein. Niemand kann alles sehr gut machen. Dafür gibt es unterschiedliche Spezialisten. Bleibe bei deinen Leisten, Schuster!


Dennoch gibt es durchaus Bereiche, die dich zwar sehr interessieren, du jedoch keine Erfahrung darin hast. Du kannst dies dem Kunden offen mitteilen und dich entsprechend weiterbilden oder dir Hilfe holen, um diesen Auftrag auszuführen. Allerdings bedeutet dies auch mehr Zeitinvestition. Siehst du darin eine künftige weitere Einnahmequelle, da sich verschiedene Tätigkeiten gut kombinieren lassen, go for it!


Nimm aber niemals einen Job an, von dem du keine Ahnung hast, denn dies kann nur nach hinten losgehen. Damit gehst du das Risiko ein, dass du den Kunden komplett verlierst, auch in deiner Spezialität und obendrein eine schlechte Reputation erhältst. 

 

3. Sag Nein, wenn der Kunde schwierig ist

Wenn ein Abnehmer von Beginn an schwierig ist und mehr Zeit und mentale Energie in Anspruch nimmt als alles andere, solltest du wahrscheinlich derjenige sein, der Nein zu ihm sagt. Aber für manche Leute liegt es nicht in ihrer Natur, die Person zu sein, der die Trennung übernimmt. Stattdessen versuchen sie, die Beziehung zu pflegen, da sie denken, dass das Geld, das der Kunde ihnen zahlt, all die Mühe wert ist. Dies geht so weiter, bis eines Tages der schwierige Kunde die Geschäftsbeziehung beendet. Nicht selten dann noch in einer ebenso herausfordernden Art.


Du solltest auf jeden Fall sofort Nein sagen, wenn ein Kunde sich respektlos dir gegenüber verhält. Wirst du wie ein Diener behandelt, besteht kein Vertrauen in dieser Geschäftsbeziehung. Deshalb machst du deinen Job als Selbstständiger nicht, um der Sklave eines respektlosen Kunden zu sein. 


Niemand möchte abgewiesen werden, selbst wenn es in manchen Fällen besser so ist. Nimm dir ein wenig Zeit und überlege dir, wie viel besser dein Leben ohne diesen schwierigen Kunden sein wird. Damit kannst du dich mehr auf deine anderen Auftraggeber konzentrieren, du hast Zeit, einen neuen zu finden, und dein mentaler Zustand wird sich erheblich verbessern. 

 

4. Lehne ab, wenn du höhere Prioritäten hast

Es ist klar, wie wichtig es ist, neue Auftraggeber und Kunden zu finden, aber manchmal musst du dich auf deinen aktuellen Zeitplan konzentrieren. Du hast eventuell das Verkaufsgespräch für einen neuen und aufregenden Kunden gelandet, aber deine langjährigen Kunden fühlen sich ein wenig vernachlässigt. Vielleicht ist das Nein-Sagen eines potenziellen Kunden das Zeichen, das du brauchst, um dich wieder auf deine bestehenden und treuen Kunden zu konzentrieren. Die Bindung zufriedener Abnehmer bleibt die oberste Geschäftspriorität. 

 

5. Sag Nein, wenn du eine Auszeit brauchst

Wie du auch bei deiner Arbeit Prioritäten setzen solltest, so ist es ebenfalls sehr wichtig, dass du dies in deinem Privatbereich tust. Vielleicht besteht die vorrangige Aufgabe darin, mehr Zeit mit der Familie oder deiner geistigen und körperlichen Gesundheit zu verbringen. Wenn du nur noch arbeitest, wirst du zwar im Zweifel viel Geld verdienen, doch früher oder später ein Burnout haben oder deine Liebsten verlieren.


Das Feiern von „Neins“ kann auch für Situationen in unserem Leben gelten, von der Beendigung schlechter Beziehungen bis hin zu Ablehnungen von Stellen, auf die wir uns bewerben, oder Dingen, die unseren Familien Zeit rauben. Auf die richtige Perspektive kommt es an.


Sag jedoch auf jeden Fall JA zu einer ergonomischen Büroausstattung, um immer gesund, wacher und produktiver arbeiten zu können. Bei FlexiSpot findest du genau das Richtige für dein Büro!

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