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5 ergonomische Prinzipien für mehr Produktivität und Gesundheit
22. Mar. 2022
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Ergonomie bedeutet als Wort die Anpassung des Arbeitsplatzes an den Mensch und andersherum. Sie erleichtert somit, wenn man alles richtig macht, das Arbeiten durch ein angenehmeres Arbeitsumfeld und eine gesündere Arbeitsweise. Daher kommt es auch, dass die wenigsten, die ihr Büro einmal ergonomisch eingerichtet haben, je wieder zu einem unergonomischen Büro zurückkehren würden. 

 

Wir stellen dir heute fünf ergonomische Prinzipien vor, die wichtig sind um Risikos zu identifizieren und diese dann so zu bearbeiten, dass sie kein Risiko mehr darstellen. 

 

Eine neutrale Haltung ist das A&O | Prinzip 1

Eine neutrale Haltung des Körpers sorgt dafür, dass die Gelenke, Muskeln, Nerven und Knochen weniger beansprucht werden und minimiert so gesundheitliche Schäden. Stattdessen hat man die größtmögliche Kontrolle über den Körper und auch über die Kraftproduktion, die eben bei dem richtigen Heben zum Beispiel größer ist als wenn man aus dem Rücken hebt. 

 

Die gesundheitlichen Vorteile kommen daher, dass die Gelenke während der Tätigkeit zueinander in einer natürlichen Person ausgerichtet sind und somit nur minimal beansprucht werden. Viele körperliche Aktivitäten werden dann eher aus den Muskeln ausgeführt anstatt aus der Bewegung der Gelenke und Knochen. Bei einer falschen Haltung, bei der der Körper extrem in eine nicht-neutrale Haltung ist, kann es im Gegenteil dazu schneller zu körperlichen Beschwerden kommen, die sogar zu Erkrankungen führen könnten. 

 

Die Kraftvorteile kommen daher, dass man die Muskeln besser beanspruchen kann, wenn diese richtig zueinander ausgerichtet ist. Beim Heben von Kisten heißt das zum Beispiel dass man den Rücken gerade lässt und nicht in der Seite hebt und dass auch die Beine, die die größte Arbeit übernehmen, parallel zueinander stehen.


Die Prinzipien der neutralen Haltung kann man von Hand bis Rücken auf alle möglichen Körperteile übertragen. Generell lässt sich sagen, dass alle Haltungen, bei denen man die Muskeln mehr anstrengen muss, generell weniger neutral sind. Bei der Hand ist die neutralste Position zum Beispiel, wenn die Hand sich in Verlängerung des Unterarmes befindet, alles andere erfordert Kraft, um die Hand so zu halten. 

 

Bei der Position des Rückens sollte man sich an einer Haltung wie die von jemandem der an einem Faden am Kopf hochgezogen wird orientieren. Die Faustregel mit der Kraft funktioniert bei dem Rücken nicht immer, da die Muskulatur von der Haltung so beeinflusst ist, dass wahrscheinlich die krümmere Haltung am bequemsten erscheint. Hier muss man sich dann oft aktiv zwingen, sich immer wieder aufzurichten, bis sich die Muskulatur wieder an die neutrale Haltung angepasst hat. Als Unterstützung beim geraden Sitzen helfen zudem ergonomische Stühle, die auf sanfte und angenehme Weise die natürliche Haltung verbessern. 

 

So wenig Kraft wie möglich nutzen | Prinzip 2

Hohe Kraftanforderungen bedeuten auch immer eine Belastung auf den Menschen und damit einen ergonomischen Risikofaktor. Man kann natürlich die Kraftanforderungen bereits mit einer besseren Haltung beim Heben und Tragen verringern, aber noch besser sind mechanische Hilfsmittel wie höhenverstellbare Tische oder Geräte, die für einen tragen können. 

 

Die Kernidee, die hinter alldem steht, ist bei allen möglichen Aufgaben Wege zu finden, die benötigte Kraft zu reduzieren und so für mehr Gesundheit bei den Arbeitnehmern zu sorgen. 

 

Arbeiten in der Komfortzone | Prinzip 3 

Beim Heben und Tragen liegt die Komfortzone möglichst nah am Körper. Der Gegenstand sollte zwischen Hüfte und Brusthöhle gehalten werden, denn das ermöglicht das Heben und Tragen mit dem geringsten Kraftaufwand für Rücken und Beine. 

 

Die Kraftzone für das Heben liegt nahe am Körper, zwischen Hüfte und Brusthöhe. In dieser Zone können die Arme und der Rücken mit geringstem Kraftaufwand am stärksten Dinge tragen oder heben. Manchmal wird diese Zone auch die “Handschlag-Zone” genannt, weil man auch beim Händeschütteln den Radius nicht verlässt, in dem das Tragen rückenfreundlich ist.  

 

Dies kann auch als „Handschlag-Zone“ oder „Komfortzone“ bezeichnet werden. Das Prinzip besteht darin, dass Sie, wenn Sie sich bei der Arbeit die Hände schütteln können, die übermäßige Reichweite minimieren und eine neutrale Haltung beibehalten. Ein Warnzeichen in der Ergonomie ist daher immer, wenn Arbeiter Dinge mit größerer Entfernung zum Körper tragen oder heben müssen oder in einer Höhe arbeiten, die nicht mehr in der Komfortzone liegt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn in einer Lagerhalle viele schwere Waren eher ganz oben oder ganz unten im Regal gelagert sind statt auf Höhe der Komfortzone. 

 

Regelmäßig bewegen und dehnen | Prinzip 4

Der Mensch ist nach wie vor nicht daran angepasst, den ganzen Tag nur im Büro zu sitzen. Stattdessen ist der Körper an Bewegung angepasst und braucht daher auch zu einem gewissen Teil Bewegung, um gesund zu bleiben und nicht zu ermüden. Wer lange in einer Position arbeitet oder dieselbe Arbeit macht, beispielsweise beim Schreiben mit einem Stift oder wenn man acht Stunden lang sitzt, erhöht das die statische Last und der Körper wird auf die falsche Weise beansprucht. Daher ist es wichtig, immer mal wieder eine Pause für Bewegung und Dehnung zu machen, um den Körper und den Kreislauf wieder aufzuwecken.  

 

Zudem ist es hilfreich auch im Alltag regelmäßig Sport zu machen. 

 

Zu viel Bewegung ist auch nicht gut | Prinzip 5

Besonders wenn die Bewegungen stumpf sind und sich immer wieder wiederholen, kann dies einen Risikofaktor darstellen. Nur ist unser Arbeitssystem leider darauf ausgerichtet, Aufgaben stündlich oder sogar einen ganzen Tag lang zu bearbeiten, wodurch natürlich die Arbeit automatisch repetitiver wird. Viele Aufgabenwiederholungen haben auf lange Sicht oft die gleichen Auswirkungen wie weniger Aufgaben, bei denen viel Kraft benötigt wird. Wichtig ist es daher übermäßige oder sich wiederholende Aufgaben so gut wie es geht zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, muss man sich unbedingt darauf fokussieren, zumindest die Anforderungen bezüglich der Kraft zu verringern und die Körperhaltung zu verbessern. Auch hier helfen oft Stretchpausen oder auch mal ein Tausch der Aufgaben mit einem Kollegen. Das kann auch zusätzlich mehr Abwechslung für dich und deinen Kollegen bringen und die Arbeit ist nicht mehr so langweilig. 

 

Fazit

Man kann Ergonomie sehr kompliziert denken, muss man aber gar nicht unbedingt. Die Prinzipien lassen sich ohne Probleme auch ohne Hilfsmittel umsetzen, wenn man aktiv darauf achtet. Wer keine Kapazitäten dazu hat, sich mit ergonomischen Haltungen des eigenen Körpers zu beschäftigen, kann allerdings auch auf Hilfsmittel wie ergonomische Stühle und höhenverstellbare Tische zurückgreifen. Dann muss man bei der Arbeit nicht die ganze Zeit an seine Haltung denken und kann produktiver arbeiten.


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