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10 Grundregeln der Ergonomie: gesünder und produktiver Arbeiten
21. Mar. 2022
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Ergonomie am Arbeitsplatz ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um langfristig die Gesundheit der Arbeiter zu verbessern und Verletzungen oder auch mentale Probleme zu präventieren. Täglich sitzen wir nicht nur im Büro mehrere Stunden, sondern auch zuhause hört das Sitzen auf dem Sofa nicht auf - Bewegung kommt meistens zu kurz. Da man natürlich pro Tag nur begrenzt viel Zeit hat, um Arbeit, Bewegung und Entspannung unter einen Hut zu bringen, ist es umso wichtiger, den Arbeitsplatz ergonomisch zu gestalten.

 

Die Grundregeln der Ergonomie

Ein paar Regeln der Ergonomie wirken fast schon zu offensichtlich, wenn man sie liest. Trotzdem werden sie im Büro gerne mal als ein kleines, unwichtiges Detail übersehen. Dazu zählen genug Beleuchtung und auch Tageslicht, eine Temperatur zwischen 20 und 22° Celcius und ein geringer Lärmpegel. Allerdings gibt es noch ein paar mehr Regeln, die ohne viel Aufwand die Ergonomie am Arbeitsplatz verbessern: 

  • Jeder Arbeitsplatz sollte etwa 10m² Fläche haben.

Ansonsten fühlt sich die arbeitende Person schnell eingesperrt in ihrem Arbeitsbereich, das beklemmende Gefühl kann dann zu weniger Produktivität führen.

  • Auch die Luftfeuchtigkeit ist wichtig.

Nicht nur die Temperatur wirkt sich auf das Wärme- oder Kältegefühl von Personen aus, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Gerade wenn es im Sommer warm ist, kann eine hohe Luftfeuchtigkeit besonders erdrückend wirken. In der Regel wird daher eine Luftfeuchtigkeit von 40-60% empfohlen.

  • Pflanzen lockern die Atmosphäre auf.

Das Büro wirkt etwas trist? Mit ein paar Pflanzen kann man da ganz schnell Abhilfe leisten, denn diese lassen das Büro lebeniger wirken. Dabei müssen auch gar keine Pflanzen genutzt werden, bei denen der Pflegeaufwand riesig ist. Selbst Kakteen und Einblätter, welche zu den sehr pflegeleichten Pflanzen zählen, haben bereits diesen positiven Effekt.

  • Die Schreibhöhe muss individuell an den Nutzer anpassbar sein.

Diese ergonomische Änderung ist schon etwas auf der teureren Seite, allerdings erlaubt ein Steh-Sitz-Tisch, der sich eben nach Belieben hoch und runter stellen lässt, eine bessere Arbeitshaltung für die Arbeitnehmer und kann somit die Produktivität fördern und Krankheitstage wegen beispielsweise Rücken- oder Kopfschmerzen minimieren.

  • Auch ergonomische Bürostühle helfen.

Diese haben, ähnlich wie die verstellbaren Tische, den Effekt einer besseren Haltung.

  • Keinen zu kleinen Bildschirm verwenden.

Wer zu lange auf einen zu kleinen Bildschirm guckt, verliert zunächst seine Konzentrationsfähigkeit, später können allerdings auch gesundheitliche Probleme auftreten. Empfohlen wird daher ein Bildschirm von mindestens 22 Zoll.


Was ist Ergonomie überhaupt?

Ergonomie setzt sich als Wort zusammen aus den griechischen Wörtern ergon, was so viel wie Arbeit oder Werk bedeutet, und nomas, das sich etwa mit Regel und Gesetz übersetzen lässt. Ergonomie bedeutet also vor allem eine Gesetzgebung für die Arbeit. Ziel dabei ist es, die Arbeit möglichst menschlich zu gestalten und neben optimalen Arbeitsergebnissen und produktiven Arbeitnehmern auch für die Gesundheit auf körperlicher und geistiger Ebene zu sorgen.

Neben den bereits genannten Grundregeln der Ergonomie zählen auch die Inhalte der Arbeit, das Umfeld und die Organisation dazu. Wenn zum Beispiel jeden Morgen neue Überraschungen auf die Arbeitnehmer zukommen und sie abends nach Dienstschluss noch gestresster sind als davor, fehlt die richtige Organisation und langfristig verlieren Arbeitnehmer die Motivation, voller Energie zu arbeiten. Das Ergebnis ist weniger Produktivität oder sogar vermehrt Kündigungen.


Welche Vorgaben muss man als Arbeitgeber einhalten?

Ergonomie zählt im wesentlichen zu dem präventiven Arbeitsschutz und spielt in allen Berufsfeldern eine Rolle. Während natürlich ergonomische Möbel vorwiegend im Büro gebraucht werden, spielen Faktoren wie Lichtverhältnisse, Temperatur und die größe des Arbeitsbereichs natürlich immer eine Rolle. Daher gibt es in Deutschland zahlreiche Richtlinien, an die es sich als Arbeitgeber zu halten gilt. Auch der Druck von Berufsgenossenschaften ist hoch, die Arbeit ergonomisch zu gestalten, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

Als Arbeitgeber nützt es einem allerdings wenig, wenn man sich gegen ergonomische Maßnahmen stellt, denn auch für das Unternehmen hat es viele Vorteile, den Arbeitnehmern ein ergonomischeres Arbeiten zu ermöglichen: Es kommt zu weniger vermeidbaren Ausfällen unter den Arbeitern, die Stimmung auf der Arbeit wird besser und es kommt zu mehr Produktivität. Zudem steigert sich oft auch automatisch die Qualität der Arbeit.


Die wichtigsten Vorgaben und Gesetze, bei denen es um Ergonomie geht sind diese:

  • DIN EN ISO 9241
  • DIN EN ISO 10075
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)


Bonus: Einfache Übungen für mehr Bewegung im Büro

Nimm dir als Arbeitnehmer immer mal wieder Zeit, um diese Bewegungen durchzuführen. Als Arbeitgeber kannst du aktiv deinen Mitarbeitern diese Übungen ans Herz legen oder sogar zu einer gemeinsamen aktiven Pause aufrufen, um ein bisschen Abwechslung und Bewegung in die Arbeit zu bringen.


  • Dynamisches Dehnen

Diese Art von denen wärmt gleichzeitig die Muskeln auf und dehnt die müden Muskeln. Daher ist dynamisches Dehnen eine sehr effektive Art, um den Körper wieder in Schwung zu bringen.


  • Gehen

Einfach, aber effektiv - besonders, weil man diese Art von Bewegung super einfach in den Alltag eingliedern kann. Als Arbeitgeber kann man zum Beispiel bei Meetings mit nur einer weiteren Person vorschlagen, dass dieses Meeting während eines Spaziergangs im Park stattfindet. Auch bei Telefongesprächen kann man die Arbeitnehmer ermutigen, innerhalb des eigenen Büros oder in den Gängen zu gehen, um ganz einfach Bewegung miteinzubinden.


  • Leichtes Cardio

Natürlich möchte niemand verschwitzt im Büro sitzen, wenn er oder sie aus der Mittagspause zurückkommt. Allerdings kann man beispielsweise als Arbeitgeber mit der gesamten Abteilung einige leichte Cardioübungen machen, um den Kreislauf wieder ein bisschen mehr in den Schwung zu bekommen und die müden Glieder aufzuwecken. Zu diesen leichten Übungen zählen zum Beispiel Hampelmänner, Kniebeugen und Armbewegungen. Wer sich inspirieren lassen möchte, findet auf YouTube viele anschauliche Videos, die passende Übungen gut darstellen.

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